Wie gut sind leichte Rennrad-Schläuche? - Ultra-leichte Schläuche im TOUR-Test

Robert Kühnen

 · 28.06.2020

Wie gut sind leichte Rennrad-Schläuche? - Ultra-leichte Schläuche im TOUR-TestFoto: Robert Kühnen

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Rennrad-Schläuche können erstaunlich bunt und leicht sein. Wir haben 12 Lightweight-Modelle aus Latex, Butyl und TPU getestet.

Muss man sich heutzutage, wo Tubeless-Reifen immer besser werden, noch Gedanken zu Schläuchen machen? Man muss nicht, aber man kann! Denn die neuen Schläuche aus Thermoplastischem Polyurethan (TPU) sind verblüffend leicht. So leicht, dass sie spontan an Plastiktüten erinnern, wenn man sie in der Hand hat.

Minimalgewicht: Die Latexschläuche sind extrem dünn. Entsprechend vorsichtig muss man sie montieren.Foto: Robert KühnenMinimalgewicht: Die Latexschläuche sind extrem dünn. Entsprechend vorsichtig muss man sie montieren.

Trotz ihres geringen Gewichts werden sie mit dem Versprechen beworben, robuster zu sein als klassische Schläuche aus Butyl oder Latex. Revoloop und Tubolito sind zwei junge Marken, die mit TPU um die Gunst der Rennradfahrer werben. Um herauszufinden, was die neuen Kunststoff-Schläuche können, haben wir sie mit einigen Latex-Klassikern verglichen und zudem mit der fein differenzierten Butyl-Baureihe von Maxxis – stellvertretend für Standard-Schläuche, wie sie jeder Anbieter im Programm hat.

Die Schläuche im Test

Neue, superleichte Kunststoffschläuche sind eine interessante, aber auch kostspielige Alternative zu leichten Butyl-Schläuchen, sie kosten ab 25 Euro und sind trotz Mini-Gewicht robuster als extraleichtes Butyl. Das schnellste Schlauchmaterial aber bleibt Latex.

Vredestein
Foto: Robert Kühnen

Test-Fazit

Schwere Standard-Butyl-Schläuche sind eine sichere Bank, sie machen keinen Ärger. Will man Gewicht schinden, sind die Leichtschläuche aus TPU aber eine interessante Option. Sie rollen gleich gut oder besser als normalgewichtige Butyl-Schläuche und halten mehr aus als die extraleichten Butyl-Schläuche. Tubolito schlägt Revoloop im Duell der TPU-Schlauch-Hersteller. Wer aber das Maximum an Speed und Fahrgefühl rauskitzeln will, braucht weiterhin Naturgummi, also Latex. Damit lassen sich sogar Tubeless-Systeme überholen.

Alle 12 Produkte in der Einzelbewertung und detaillierte Testgrafiken zu Pannenschutz und Rollwiederstand finden SIe im PDF-Download für nur 0,99 Euro am Seitenende. Für alle Leser mit TOUR-Jahresabo sind die Downloads natürlich kostenfrei!

So testet TOUR

Die Lightweight-Schläuche im TOUR-Stichtest.Foto: Robert KühnenDie Lightweight-Schläuche im TOUR-Stichtest.

Alle Tests wurden unabhängig von herstellern auf eigenen Prüfmaschinen durchgeführt. Den Rollwiderstand haben wir auf schnellem Beton-Untergrund ermittelt - für 85 Kilogramm Systemgewicht und 35 km/h. Den Durchschlag haben wir mit einem Fallbeil simuliert, als Schlagkörper wurde ein Rohr mit 20 Millimetern Durchmesser verwendet. Im Stichtest haben wir einen 2-Millimeter-Metalldorn mit konstantem Vorschub durch einen präparierten Mantel auf den aufgepumpten Schlacuh gedrückt und den Kraft-Weg-Verlauf aufgezeichnet.

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Robert wurde 1964 in Düsseldorf geboren und fuhr seine ersten Straßenrennen mit 17 Jahren. Zum Spitzenrennfahrer reichte es nicht, aber zu späten Nischenerfolgen. 2011 gelang es Robert, Zeitfahrweltmeister der Journalisten zu werden. Nach seinem Maschinenbaustudium in Essen führte ihn sein Weg bereits 1993 zur TOUR, wo er anfangs mit der Legende Hans Christian Smolik zusammenarbeitete. Heute ist Robert freiberuflich für TOUR und BIKE unterwegs, mit den Schwerpunktthemen Aerodynamik, Messtechnik und Entwicklung neuer Prüfmethoden. Motto: Geht nicht? Gibt‘s nicht. Robert berät auch die Radindustrie und Profiteams, coacht Athleten und kümmert sich um den Radsportnachwuchs. Als Radsportler mag es Robert kurz und schnell, auf schmalen wie auf breiten Reifen.

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