9 Rennräder aus Titan im TestFoto: Philipp Schieder

Rahmen9 Rennräder aus Titan im Test

Unbekannt

 9/23/2014, Lesezeit: 2 Minuten

Für einen Titanrahmen gibt es kaum technische Argumente. Trotzdem lebt eine Vielzahl von Anbietern gut von der besonderen Aura des Materials. Wir haben neun Rahmen von günstig bis teuer und von schlicht bis kunstvoll im Test.

Nüchtern betrachtet, gibt es im Carbonzeitalter wenig Gründe, sich für einen Rennradrahmen aus Titan zu entscheiden, denn modernen Carbonrahmen sind sie technisch unterlegen. Sie sind deutlich schwerer und zum Teil auch erheblich teurer. Doch die Rennradtechnik wäre nicht, was sie ist, wenn man sie nur nüchtern betrachten würde. Sie lebt von der Faszination für Mechanik und Material, und davon, dass das eigene Sportgerät für viele Besitzer auch eine Seele hat und eine Augenweide sein darf. Wer sich dann für Titan entscheidet, sucht Individualität, ohne nach den derzeit üblichen Sehgewohnheiten gleich groß aufzufallen; der sucht ein nachhaltiges Produkt, dem der Ruf der Unverwüstlichkeit anhaftet und das keinem Zeitgeschmack unterworfen ist. Dafür investieren Titan-Fans mitunter viel Geld. Dass die kostenintensive Entscheidung dann meist dezent, aber offen sichtbar zur Schau gestellt wird, lässt sich wohl am besten mit dem Begriff Understatement beschreiben. Unser breit gefächertes Testfeld verkörpert diese Ansprüche in unterschiedlichsten Schattierungen.

Seltenheitswert: Gabel aus Titan am Punch PalookaFoto: Philipp Schieder
Seltenheitswert: Gabel aus Titan am Punch Palooka
Van Nicholas: Kettenhalter für den Radwechsel innen an der rechten SitzstrebeFoto: Philipp Schieder
Van Nicholas: Kettenhalter für den Radwechsel innen an der rechten Sitzstrebe
Mit Herz: Detailverliebter Bremssteg bei De RosaFoto: Philipp Schieder
Mit Herz: Detailverliebter Bremssteg bei De Rosa
Schön schlicht: Oberflächenfinish und Schaltzuggegenhalter bei WiesmannFoto: Philipp Schieder
Schön schlicht: Oberflächenfinish und Schaltzuggegenhalter bei Wiesmann
Mit Ecken: Hinterbaustreben des Wiesmann P TitanFoto: Philipp Schieder
Mit Ecken: Hinterbaustreben des Wiesmann P Titan
Schön von unten: Das Tretlagergehäuse des Legend Il ReFoto: Philipp Schieder
Schön von unten: Das Tretlagergehäuse des Legend Il Re
Gut geführt: Di2-Kabel am Ausfallende des LegendFoto: Philipp Schieder
Gut geführt: Di2-Kabel am Ausfallende des Legend
Versteckte Details: Ausfallende des Legend von innenFoto: Philipp Schieder
Versteckte Details: Ausfallende des Legend von innen
Sauber: Innen verlegter Bremszug des LegendFoto: Philipp Schieder
Sauber: Innen verlegter Bremszug des Legend
Paar Gramm gespart: innen ausgehölte Ausfallenden am GTFoto: Philipp Schieder
Paar Gramm gespart: innen ausgehölte Ausfallenden am GT
Abgedunkelt: Die Oberfläche des Nevi ist brüniertFoto: Philipp Schieder
Abgedunkelt: Die Oberfläche des Nevi ist brüniert
Spieglein, Spieglein: Poliertes Dekor am GT Edge TiFoto: Philipp Schieder
Spieglein, Spieglein: Poliertes Dekor am GT Edge Ti
Seltenheitswert: Gabel aus Titan am Punch PalookaFoto: Philipp Schieder
Seltenheitswert: Gabel aus Titan am Punch Palooka
Van Nicholas: Kettenhalter für den Radwechsel innen an der rechten SitzstrebeFoto: Philipp Schieder
Van Nicholas: Kettenhalter für den Radwechsel innen an der rechten Sitzstrebe
Van Nicholas: Kettenhalter für den Radwechsel innen an der rechten Sitzstrebe
Mit Herz: Detailverliebter Bremssteg bei De Rosa
Schön schlicht: Oberflächenfinish und Schaltzuggegenhalter bei Wiesmann
Mit Ecken: Hinterbaustreben des Wiesmann P Titan
Schön von unten: Das Tretlagergehäuse des Legend Il Re
Gut geführt: Di2-Kabel am Ausfallende des Legend
Versteckte Details: Ausfallende des Legend von innen
Sauber: Innen verlegter Bremszug des Legend
Paar Gramm gespart: innen ausgehölte Ausfallenden am GT
Abgedunkelt: Die Oberfläche des Nevi ist brüniert
Spieglein, Spieglein: Poliertes Dekor am GT Edge Ti
Seltenheitswert: Gabel aus Titan am Punch Palooka

Individualität hat ihren Preis

Für den Test haben wir neun Modelle zwischen 1.550 und 5.300 Euro bestellt – der Preis gilt jeweils für den Rahmen mit Gabel. Die Preisspanne spiegelt das derzeitige Angebot im Markt wider. Titan muss nicht immer Luxus sein, das zeigen die Modelle von GT oder Van Nicholas. Sicher sind 1.500 beziehungsweise 2.000 Euro für ein Rennradrahmen-Set kein Schnäppchen. Aber drunter ist Titan einfach nicht zu bekommen. Die Rahmen werden in Fernost geschweißt, den Namen des Erbauers wird der Käufer wohl nie erfahren. Doch die Qualität kann sich sehen lassen, die Verarbeitung ist ohne Makel; die technischen Werte sind nicht spektakulär, aber in Ordnung. Die Grenzen des Materials sind ohnehin eng, die Noten im Testfeld liegen daher recht nah bei­einander.

Die Testergebnisse dieser Modelle finden Sie unten im PDF-Download:

• Alchemy Eros
• De Rosa Titanio 3/2.5
• GT Edge Ti
• Kocmo RR Disc
• Legend Il Re
• Nevi Spinas
• Punch Palooka
• Van Nicholas Chinook
• Wiesmann P Titan

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