Keine mechanische Dura-Ace mehrDie neue Dura-Ace 12-fach Rennrad-Gruppe

Kristian Bauer

 · 31.08.2021

Keine mechanische Dura-Ace mehr: Die neue Dura-Ace 12-fach Rennrad-GruppeFoto: Shimano

Shimano hat die neue Dura-Ace R9200 vorgestellt. Die 12-fach Rennrad-Gruppe ist ab Oktober im Handel und wird für Felgen- und Scheibenbremsen angeboten. Eine mechanische Version gibt es hingegen nicht.

Die neue Top-Gruppe aus dem Hause Shimano wird nur noch als elektrische Zwölffach-Gruppe angeboten. Die Dura-Ace R9200 arbeitet teilweise Wireless und verspricht eine verbesserte Bremsleistung und Schaltperformance. So sollen Umwerfer, und Schaltwerk rund doppelt so schnell schalten. Ein großer Unterschied besteht in der Stromversorgung: Umwerfer und Schaltwerk bekommen via Kabel Strom aus einem Akku, der nach rund 1.000 Kilometern aufgeladen werden muss. Das Ladekabel wird direkt am Schaltwerk angeschlossen. Die Kommunikation mit den Schaltgriffen erfolgt über Funksignale. Die Schaltgriffe werden mit handelsüblichen CR1632-Einweg-Knopfzellen versorgt, sie sollen bis zu zwei Jahre durchhalten. Optional können sie ebenfalls mit Kabel an den zentralen Akku angeschlossen werden. Über die E-TUBE App kann das Schaltverhalten der Di2 auf Wunsch individuell angepasst werden.

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Optisch sichtbar ist eine ergonomische Veränderung am Cockpit: die Bremsschaltgriffe sind nach außen gebogen, was den Bedienkomfort erhöhen soll, die Bedienknöpfe lassen sich jetzt besser unterscheiden. Höhere, nach innen geneigte Griffhöcker bieten eine zusätzliche Griffposition.

Die Dura-Ace-Kassetten werden in den Optionen 11-30T und 11-34T angeboten. Die Kurbel wird entweder mit oder ohne eingebautem Leistungsmesser angeboten. Als Kettenblätter werden die Kombinationen 50-34, 52-36 oder 54-40 angeboten. Der Kurbelarm wird von 160 bis 177,5 mm verkauft. Bei seiner Scheibenbremse verspricht Shimano eine Geräuschreduktion und bessere Bremsperformance, sie arbeitet mit der Scheibe aus der Mountainbike-Gruppe XTR.

Die Komponenten der neuen Shimano Dura-Ace 12-fach Rennrad-Grupp im Detail.
Foto: Shimano

Eine Version für Felgenbremsen wird es ebenfalls geben, wobei sich die Bremshebel optisch an der Vorgängerin orientieren. Die Bremsen selbst bleiben unverändert.

Zeitgleich wurde die neue, preiswertere Shimano Ultegra R8100 mit gleicher Technologie vorgestellt. Im Handel sollen die Gruppen ab Oktober 2021 angeboten werden. Preislich sollen die Shimano Rennrad-Komponenten etwa zehn Prozent günstiger sein als bisher.