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Im März 2023 hat Specialized zwei brandneue Gravelschuhe präsentiert. Der Specialized Recon ADV ist speziell für Abenteuer und Bikepacking konzipiert, während der S-Works Recon eher auf Rennen und Performance ausgerichtet ist. In diesem Testbericht dreht sich alles um den Gravelschuh fürs Abenteuer: den Specialized Recon ADV.
Beim RadRace120, einem Rennrad-Team-Event, ist Online-Redakteurin und Schuh-Testerin Sandra Schuberth mit dem S-Works Recon angetreten. Am Tag zuvor hat Gore Wear das Distance Kit vorgestellt inklusive Testride - dabei ist ist dieses Foto entstanden.
Neben dem Renneinsatz wurden unsere zwei Testschuh-Paare auf Mountainbike-Touren, dem Arbeitsweg und vielen Graveltouren getragen.
Der erste Eindruck: hochwertig. Der Schuh kommt nicht nur in einem Pappkarton, es liegt auch ein Transportbeutel dabei - passend für die Schuhe, die für den Renneinsatz konzipiert sind.
Speziell, und im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, ist die ergonomische Anpassung im Fußbett. Ein Keil im Vorfußbereich, der sich unter den Großzehenballen schiebt, soll eine bessere Kraftübertragung vom Vorfuß auf das Pedal ermöglichen. Unser Eindruck: Nach kurzer Gewöhnungsphase fühlt man sich wohl und hat das Gefühl, mit dem Vorfuß gezielter Druck auf das Pedal ausüben zu können.
Der Schuh fällt etwas schmaler aus als der Specialized Recon ADV, aber vergleichbar etwa mit dem Quoc Grand Tourer XC. Wer schmalere Schuhe sucht, könnte bei Fizik ein passendes Modell finden, etwa den Fizik Vento Ferox Carbon. Etwas breiter hingegen fallen Schuhe von Shimano aus: Der Shimano RX8/SH-RX800 weist die höchste Sohlensteifigkeit aus.
Den S-Works Recon hat Specialized als Gravelschuh kreiert, der sich fast anfühlt wie ein Rennradschuh – auch beim Gehen. Damit ist auch sein Einsatzgebiet definiert: Schnelle Gravelrunden, Rennen und Touren, bei denen nicht viel geschoben wird.
Zwei Boa-Drehverschlüsse sorgen dafür, dass der Schuh gut am Fuß sitzt. Die Verschlüsse funktionieren zuverlässig und lassen auch eine Justierung während der Fahrt zu.
Das Obermaterial vom S-Works Recon schmiegt sich gut an den Fuß an. Keiner der Tester hatte Probleme mit Fersenschlupf oder einer verrutschenden Zunge. Die Schuhe sind luftig, gut für warme Tage, für kühle nicht so und für nasse gar nicht. Da helfen Überschuhe. Sind die Schuhe doch einmal dreckig geworden, lassen sie sich mit einem nassen Lappen schnell vom Schmutz befreien.
Die Sohle ist maximal steif – ein Performance-Schuh mit guter, nicht zu schmaler Passform. Die Carbonsohle ist empfindlich. Beim Gehen über Stock und Stein oder auch wenn man ungestüm ins Pedal einklickt, hat man schnell neue Kratzer gesammelt.
Der S-Works Recon hält, was er verspricht. Schon beim Reinschlüpfen fühlt er sich nach Geschwindigkeit an. Auch beim Gehen erinnert er durch das minimalistische Profil und die steife Sohle an einen Rennradschuh, aber er bietet mehr Grip. Er kann übrigens auch eine Alternative zu Rennradschuhen darstellen und kommt da für all diejenigen in Frage, die lieber mit MTB-Pedalen unterwegs sind. Auf dem Gravelbike oder Mountainbike eignet sich der Schuh besonders für schnelle Touren, auf denen keine oder nur wenige Schiebe- und Tragepassagen enthalten sind. Die Passform ist schmal bis mittelbreit, der Fuß wird gut umschlossen. Manko: Mit 390 Euro ist der S-Works Recon alles andere als ein Schnäppchen.
In unserem großen Gravelschuh-Artikel finden Sie weitere Schuhe im Test. Außerdem klären wir, welche Auswirkungen ein zu enger Schuh hat, warum es keine gute Idee ist, einfach ein oder zwei Nummern größer zu kaufen, und wie man den passenden Schuh findet.

Redakteurin