Neuheiten 2023Rennradhelme im TOUR-Praxistest

Tour Magazin

 · 23.10.2022

Neuheiten 2023: Rennradhelme im TOUR-PraxistestFoto: Kerstin Leicht

Die Entwicklung von Helmen schreitet immer weiter voran. TOUR hat mehrere neue Modelle getestet.

Immer mehr Helme sind mit dem Mips-­Sicherheitssystem ausgestattet, das die ­Gefahr von Gehirnerschütterungen nachweislich reduziert. In der Giro-Variante mit zwei Helmschalen, die sich gegeneinander verdrehen können, funktioniert das unseren Tests zufolge besonders gut. Specialized verwendet die neue, leichtere Mips-­Variante Air Mode, die wie ein Polster per Klettverschluss im Helm fixiert wird. Kask hat ein ähnliches System für die Zukunft angekündigt.

Giro Eclipse

Sicher

Der neue Eclipse (280 Gramm in Größe M) ist Giros drittes Modell der Spherical-Serie. Kennzeichen sind die zwei EPS-Helmschalen, die sich gegeneinander verdrehen. Diese Bauart bietet den ­Tragekomfort eines Standardhelms, da keine Mips-Plastikschale flächig auf dem Kopf liegt. Das Top-Modell Aether Mips* erzielte beim Helm-Test in TOUR 9/2020 Bestnoten in der Kategorie “Sicherheit” und war auch bei Belüftung und Einstellung unter den ­Besten. Kritikwürdig ist das kleine, etwas schwergängige Einstellrädchen zur Kopfweiten­verstellung. Erhältlich ist der Helm in vier Farbvarianten für 260 Euro >> hier erhältlich*.

Verlagssonderveröffentlichung
Giro EclipseFoto: Kerstin Leicht
Giro Eclipse

Specialized Evade 3 und Specialized Prevail 3

Schnell und luftig

Bei der diesjährigen Tour de France waren die beiden neuen Top-Modelle von Specia­lized bereits ausgiebig im Einsatz, zu sehen bei den Profiteams Bora-Hansgrohe*, Total­Energies* und Quick-Step-Alpha Vinyl*. Für welchen der Helme sich die Profis entschieden, hing maßgeblich vom Etappenprofil ab. Ausreißer und Tempomacher Nils Politt vom Team Bora beispielsweise sah man öfter mit dem aerodynamischen Evade* auf dem Kopf; bei Bergetappen trugen die Profis meist den Helm Prevail*, der besser belüftet ist. Unseren ­Testern gefielen bei beiden Helmen die gute Allroundpassform, die gute Einstellbarkeit, die flexiblen Riemen sowie die gute Belüftung; die sehr großen Schlitze des ­Prevail stellen allerdings perfekte Einflugschneisen für Insekten dar. Er wiegt 271 Gramm, der Evade 4 Gramm mehr (jeweils in Größe M). Beide Helme verfügen über die neue, leichtere Air-Mode-Variante des Mips-Systems.

Specialized Evade 3
Foto: Kerstin Leicht

Kask Protone Icon

Leicht

Markant V-förmig präsentiert sich der zentrale Lufteinlass beim neuen Protone Icon Helm von Kask, der auch bei sommerlichen Temperaturen reichlich Fahrtwind an den Kopf lässt. Bei der Verarbeitung überzeugt das neue Top-Modell aus italienischer Produktion, weder Formteilungs­spuren noch lose Fäden an den Klettverschlüssen der Polster trüben den Eindruck. Das Drehrad zur Weiteneinstellung ist fein gerastert und sehr griffig, die Höhenverstellung des Kopfbandes großzügig bemessen. Sein geringes Gewicht von 230 Gramm markiert einen Spitzenwert. Abzüge beim Tragekomfort gibt’s für den sehr steifen Kinnriemen, der sich nur wider­willig anschmiegt.

Kask Protone IconFoto: Kerstin Leicht
Kask Protone Icon

Bollé Avio

Luftig

Das neue Top-Modell Avio soll laut Hersteller besonders gut belüftet sein, gegen­wärtig der leichteste Helm mit Mips-System auf dem Markt und obendrein der windschnittigste. Zum ge­ringen Gewicht trägt die leichtere Air-Mode-Variante des Mips-Systems bei. Den ­Aerodynamik-Vorteil ­beziffert Bollé mit acht Watt Leistungsersparnis gegenüber dem Durchschnittswert der Konkurrenz, erklärt allerdings nicht genau, wie das gemessen wurde.

Bollé AvioFoto: Hersteller
Bollé Avio

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