Fidlock-Helmschnalle mit NFCMedizinische Infos und Notfallkontakte einfach teilen

Sandra Schuberth

 · 04.03.2026

Sicherheitsfeature, das man hoffentlich nie braucht: Notfallinformationen, die mittels NFC direkt aus der Helmschnalle ausgelesen werden können
Foto: Fidlock
Fidlock baut in Zusammenarbeit mit Twiceme Technology NFC-Chips in Helmschnallen. Dadurch sollen Ersthelfer Zugriff auf medizinische Informationen und Notfallkontakte direkt über den Helm erhalten. Die neuen Schnallensysteme werden ab der zweiten Jahreshälfte für Helmhersteller verfügbar sein. Erste Anwendungen sind für Radsport- und Wintersporthelme geplant.

Fidlock arbeitet mit dem schwedischen Unternehmen Twiceme Technology zusammen, um NFC-basierte Sicherheitsfunktionen in Kinnriemenschnallen einzubauen. Die Technologie nutzt Near Field Communication, eine Funktechnik für kurze Distanzen, die auch in kontaktlosen Bankkarten zum Einsatz kommt. Der Chip in der Schnalle benötigt keine Batterie und muss nicht aufgeladen werden.

Relevante Informationen für Ersthelfer

Ersthelfer können mit einem Smartphone die Schnalle scannen und erhalten Zugriff auf hinterlegte Notfallinformationen. Dazu gehören medizinische Daten wie Allergien oder Vorerkrankungen sowie Kontaktdaten von Angehörigen. Der Nutzer hinterlegt diese Informationen vorab in der Twiceme-App. Die Technologie funktioniert auch ohne aktive Internetverbindung des Helms.

Die mit NFC-Chips ausgestatteten Fidlock-Schnallen kommen in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt. Helmhersteller können die Systeme in ihre Produkte integrieren, ohne die Helmkonstruktion grundlegend ändern zu müssen. Der Fokus liegt zunächst auf Helmen für Radsport und Wintersport. Fidlock-Gründer Joachim Fiedler sieht die Integration als Erweiterung der mechanischen Verschlusstechnologie um digitale Funktionen.

Einschätzung aus der Redaktion

Man könnte meinen, dass Notfallinformationen über NFC nicht notwendig sind. Schließlich lassen sich auch am Smartphone Notfallinformationen einrichten, die sich auch mit gesperrtem Display abrufen lassen. Doch was ist im Falle eines Unfalls? Wo finden Ersthelfer das Smartphone? In der Trikottasche, in der Rahmentasche oder in der Cargo-Radhose? Vielleicht ist es sogar kaputt.

Das eigene Smartphone an die Schnalle des Kinnriemens zu halten, um an die relevanten Notfallinformationen zu gelangen, erscheint eine sinnvolle Alternative. Vorausgesetzt, man weiß, dass die Infos dort zu finden sind.

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Kurz zusammengefasst

  • Technologie: NFC-Chip (Near Field Communication)
  • Integration: Kinnriemenschnalle
  • Stromversorgung: Keine Batterie erforderlich
  • Funktion: Zugriff auf medizinische Notfallinformationen
  • Einsatzbereiche: Radsport, Wintersport, professionelle Anwendungen
Sandra Schuberth

Sandra Schuberth

Redakteurin

Sandra Schuberth, mal Feierabendrunde, mal Trainingsride, mal unsupported Bikepacking-Challenge. Hauptsache sie und ihr Gravelbike – abseits vom Verkehr. Seven Serpents, Badlands oder Bright Midnight: Sie hat anspruchsvolle Bikepacking-Rennen gefinisht. Gravel und Bikepacking sind ihre Herzensthemen, ihr Anspruch an Equipment ist hoch. Was sie fährt, nutzt und empfiehlt, muss draußen bestehen: nicht im Marketing, sondern im echten Leben.

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