Matthias Borchers
· 28.03.2026
Zwischen 5 und 15 Grad wird es für Radfahrende knifflig: Zu warm für Winterhandschuhe, zu kalt und zu windig für Sommermodelle. Genau hier müssen Übergangshandschuhe überzeugen. Entscheidend ist der Wetterschutz – sie müssen Wind zuverlässig blocken, kurze Schauer abhalten und gleichzeitig ein angenehmes Klima im Handschuh bewahren. Ein zu dichter Handschuh führt schnell zu Hitzestau, ein zu dünner lässt die Finger auskühlen.
Ebenso wichtig ist die Passform: Nur wenn der Handschuh faltenfrei sitzt, bleibt das Feingefühl für Bremsen, Schalten und Lenken erhalten. Eine griffige Innenhand sorgt für sicheren Halt, auch bei Nässe. Moderne Touch‑Zonen an Daumen und Zeigefinger sind heute unverzichtbar, denn kaum jemand möchte für GPS‑ oder Smartphone‑Bedienung die Handschuhe ausziehen.
Im Test zeigte sich, dass hochwertige Materialien, winddichte Membranen und wasserabweisende Oberstoffe den Unterschied machen. Ein langer Bund schützt zusätzlich vor eindringendem Wind. Doch erst das Zusammenspiel aus Wetterschutz, Grip, Passform und Touch‑Funktion entscheidet darüber, ob ein Handschuh im Alltag wirklich überzeugt.
Der stärkste Wetterschützer unter den Markenhandschuhen. Für 40 Euro bietet der Cube spürbar guten Schutz vor Wind und Kälte, hält die Hände angenehm warm und überzeugt mit sicherem Grip am Lenker. Der Bund schützt gut, sollte aber unter dem Ärmel getragen werden, damit sich das Strickmaterial nicht vollsaugt. Die Touch‑Funktion ist eingeschränkt, da nur die Daumen leitend sind – für Wetterschutz aber ein klarer Sieger.
Der leichteste Handschuh im Test überrascht mit starkem Wetterschutz. Er isoliert gut gegen Wind und hält selbst Regen für seine Leichtbauweise erstaunlich effektiv ab. Sitzt nach dem etwas engen Einstieg perfekt und bietet hervorragende Kontrolle am Lenker. Die Touch‑Funktion arbeitet präzise, alle Gesten werden sauber erkannt. Fällt eher klein aus – eine Nummer größer lohnt sich.
Der Perfetto Light überzeugt mit hervorragender Passform und sehr gutem Windschutz. Regen perlt ordentlich ab, auch wenn das Abperlverhalten noch etwas stärker sein dürfte. Touch‑Funktion und Grip sind top. Insgesamt ein sehr ausgewogener Handschuh, der in der Kategorie Wetterschutz knapp hinter Cube und Sportful landet.
Der wärmste Handschuh im Test – ideal für kalte, windige Tage. Das Fleecefutter isoliert stark, kann bei über 15 Grad aber zu warm werden. Materialqualität und Verarbeitung sind erstklassig, der lange Bund schützt hervorragend. Sechs Touch‑Finger und Reflexdetails runden das Paket ab. Für kühles Wetter ein starker Wetterschützer.
Die Übergangszeit stellt hohe Anforderungen an Handschuhe – und nur wenige Modelle erfüllen sie wirklich gut. Cube, Sportful, Castelli und Hestra zeigen, wie überzeugend Wetterschutz, Passform und Touch‑Funktion zusammenspielen können. Während Castelli über alle Kategorien die Messlatte setzt, bieten Sportful und Cube starke Alternativen, Hestra punktet vor allem bei Kälte. Entscheidend bleibt: Der Handschuh muss perfekt sitzen und zum persönlichen Temperaturempfinden passen. Wer hier sorgfältig auswählt, fährt in der Übergangszeit deutlich komfortabler.

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