Mehr tote RadfahrendeVerkehrswacht fordert mehr E-Bike-Trainings und Helmtragequote

Matthias Borchers

 · 28.04.2026

Mehr tote Radfahrende: Verkehrswacht fordert mehr E-Bike-Trainings und HelmtragequoteFoto: iStock/Bobex-73
Immer mehr Verkehrstote unter den Radfahrenden
Die Deutsche Verkehrswacht reagiert auf steigende Unfallzahlen im Radverkehr. 462 Radfahrende starben 2024 laut Statistischem Bundesamt, ein Anstieg von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit 2015 nahmen die Verkehrstoten im Fahrradbereich um über 20 Prozent zu. Fast die Hälfte der tödlichen Unfälle ereignete sich 2025 mit E-Bikes. Die DVW fordert mehr Mobilitätstrainings und eine höhere Helmtragequote, besonders bei älteren Radfahrenden.

Das Statistische Bundesamt verzeichnete im vergangenen Jahr einen Anstieg der tödlichen Fahrradunfälle um 3,8 Prozent auf 462 Todesopfer. Während die Gesamtzahl der Verkehrstoten sinkt, entwickelt sich der Radverkehr gegenläufig. Die Zahl der getöteten Radfahrenden stieg seit 2015 um über 20 Prozent. Der wachsende Absatz von E-Bikes spiegelt sich in den Unfallstatistiken wider: Fast die Hälfte der tödlichen Fahrradunfälle ereignete sich 2025 mit Pedelecs.

Kirsten Lühmann, Präsidentin der Deutschen Verkehrswacht, betont die Notwendigkeit von Aufklärung und Trainingsangeboten. Sichere Radverkehrsnetze allein reichen nach ihrer Einschätzung nicht aus. Die Fahrsicherheit bei Pedelecs müsse durch gezielte Mobilitätstrainings verbessert werden. Die Helmtragequote bei Erwachsenen sei zu niedrig, um schwere Unfallfolgen zu verhindern.

Ältere E-Bike-Fahrende besonders gefährdet

Zwei Drittel der getöteten E-Bike-Fahrenden waren 65 Jahre oder älter. Die elektrische Tretunterstützung bringt viele Ältere zurück aufs Rad, gleichzeitig zeigen sich Probleme beim Handling. Der Anteil der Alleinunfälle mit Personenschaden liegt bei 31,1 Prozent. Die körperliche Widerstandskraft lässt im Alter nach, Unfallfolgen fallen schwerer aus.

Lühmann fordert vernünftige Einweisungen beim Pedelec-Kauf und ausgedehnte Probefahrten zur Übung der sicheren Handhabung. Die Helmtragequote nimmt mit zunehmendem Alter deutlich ab. Aufklärungskampagnen sollen die Quote erhöhen, da Stürze bei Seniorinnen und Senioren meist schwerere Kopfverletzungen nach sich ziehen.

Trainingsangebote der Verkehrswacht

Die Verkehrswacht stellt verschiedene Moderationsprogramme für Radfahrende bereit. Die Beratungs- und Trainingsangebote richten sich an Kinder und Ältere gleichermaßen. Die DVW setzt sich für einen Ausbau der Radfahrerziehung ein. Ein verpflichtendes Radfahrtraining für die Sekundarstufe soll an die Fahrradausbildung anschließen.

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Matthias Borchers ist im Test-Ressort von TOUR, Experte für Bekleidung und Zubehör. Als Hobbyradsportler hat er die TOUR-Transalp und die TOUR-Trans Austria absolviert. Prägend sind zudem Reportage-Reisen von San Francisco bis Sakai sowie 17 Trips zur Tour de France mit rund 30.000 Wohnmobilkilometern.

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