Das Rennen Eschborn-Frankfurt ist neben den Cyclassics der wichtigste Termin im deutschen Profikalender. Und darin liegt auch der Reiz für Hobbyradsportler: im Windschatten des Profirennens den 1. Mai sportlich zu feiern. 10.000 Radsportler haben sich 2024 auf eine der drei Runden begeben. Große Teile der Strecke kennt man aus der TV-Übertragung, und daher kommen schnell Profigefühle auf. Erster Höhepunkt des Tages ist die Fahrt durch die gesperrte Innenstadt der Bankenmetropole Frankfurt am Main. Kurz nach dem Start sortieren sich die großen Felder noch, und es dominiert die Nervosität des Auftakts. Anfeuerungen vom Streckenrand erschallen auf der Runde an der Alten Oper in Frankfurt trotzdem schon. Die Vorfreude auf den Großen Feldberg ist bei allen Teilnehmern groß – er ist der Höhepunkt der ADAC-Velotour.
Mit einer durchschnittlichen Steigung knapp unter fünf Prozent ist die Auffahrt von Oberursel angenehm zu fahren. Wer das richtige Hinterrad hat, kann die 580 Höhenmeter im Windschatten gut wegdrücken. Wenn die Beine auf dem letzten Kilometer zur Passhöhe langsam brennen, wird die Vorfreude auf die Abfahrt immer größer. Acht Prozent Steigung stehen vor dem erlösenden Downhill an.
Das Kopfsteinpflaster in Eppstein lockert kurz die Beine, bevor der Stimmungshöhepunkt des Tages erreicht wird. Fans des Profiradsports werden nicht nur aufgrund der Anstrengungen einen hohen Puls am Mammolshainer Stich haben. Dicht gedrängt stehen die Zuschauer an der Strecke, und Straßenbemalungen erhöhen zusätzlich die Motivation. Der Anstieg steht symbolhaft für den hessischen Klassiker: super Stimmung am Straßenrand und gleichzeitig ein hoher sportlicher Anspruch. Während John Degenkolb hier im Vorjahr mit 29 km/h hochgeflogen ist, werden im Feld der Hobbysportler dankbar die kleinen Gänge gewählt. Das Finale in Eschborn ist wenig spektakulär.
Der Klassiker am Rhein hat für 2025 zahlreiche Änderungen angekündigt: Sowohl die Startzeiten als auch die Strecken wurden überarbeitet. Im Vorjahr gab es Radfahrer-Stau am Bensberger Schloss – auf die Änderungen darf man gespannt sein.
Die Cyclassics haben eine lange Tradition im Hobbyradsport. Für die Radszene in Hamburg ist der Termin ebenso gesetzt wie für die ambitionierten Jedermänner und -frauen.
Zum ersten Mal findet der GFNY Bremen am 31. August statt – das bietet die Chance, in überschaubaren Starterfeldern Rennluft zu saugen. Der Parcours führt über Landstraßen und dürfte daher deutlich stressfreier sein als die meisten Stadtrennen.