Frankreich liebt und lebt den Radsport: Im ganzen Land gibt es Hunderte große und kleine Events für Hobbyradsportler. Die Cyclosportives, Gran Fondos und Randos führen über legendäre Anstiege der Tour de France wie Alpe d’Huez, Col du Galibier, Mont Ventoux oder den Ballon d’Alsace. Ballern auf Strecken, die durch die Geschichte des Radsports geprägt sind – ein Muss für alle Tourfans. Diesmal: La Madelaine.
La Madelaine ist ein kleineres Event mit vier verschiedenen Strecken. Beim Rennen Le Sapey über 125 Kilometer gilt es, stolze 4000 Höhenmeter wegzudrücken bei der Version La Madelaine geht es über 80 Kilometer und 2800 Höhenmeter und das dritte Rennen la Montvernier bietet 2400 Höhenmeter verteilt auf 60 Kilometer. Wer keine sportärztliche Bescheinigung hat, kann die kleinste Distanz auch als Cyclorando ohne Zeitmessung fahren. Das Ziel bei allen Varianten ist an der Passhöhe des Col de la Madelaine auf 1993 m. Den Startplatz gibt es derzeit ab 60 Euro inkl. des Radtrikots, das zur Veranstaltung getragen werden muss.
Info: www.cyclomadeleine.com
Der Col de la Madelaine ist ein Stammgast im Streckenplan der Tour. Er gilt als einer der härtesten Anstiege der Tour de France und hat oft eine entscheidende Rolle im Kampf um das Gelbe Trikot gespielt. 1975 hat Eddy Merckx am Madelaine sein Gelbes Trikot verloren. Bei der Tour de France Femmes 2025 war er sogar Zielort: Pauline Ferrand-Prévot gewann die Etappe und legte den Grundstein für ihren Toursieg.
Die Bezeichnungen von Veranstaltungen können verwirren. Immer öfter wird der internationale Begriff Gran Fondo für Events mit Zeitnahme genutzt. Traditionell unterscheidet man in sportliche Rennen Cyclosportives (Cyclo) mit Zeitnahme und Randonnées (Rando) bzw. Cyclotourisme ohne Zeitnahme. Bei Rennen mit Rangliste muss in Frankreich eine Rennlizenz oder eine aktuelle ärztliche Bescheinigung über die Sporttauglichkeit vorgelegt werden. Wer bei den Rennen von La Madelaine starten will, muss das beachten!

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