Drei Vereine aus der Region zwischen Rheinebene und Kaiserstuhl organisieren einen Etappenwettbewerb, der unterschiedliche Streckencharaktere in einer punktbasierten Gesamtwertung zusammenführt. Das Format etabliert sich in der süddeutschen Amateur- und Nachwuchsszene als fester Termin im Mai. Jede der drei Etappen bringt eigene Anforderungen mit und spricht verschiedene Fahrertypen an. Wer keine Rennlizenz hat, kann auf den ersten beiden Etappen bei Hobbyrennen starten.
Das 52. Wyhler Radrennen eröffnet den Cup am 23. Mai auf einem 1,25 Kilometer langen Rundkurs im Industriegebiet. Die flache Strecke erlaubt hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten und endet auf einer 200 Meter langen Zielgeraden. Das kompakte Layout macht das Rennen für Zuschauer gut verfolgbar, die Rennatmosphäre lässt sich von nahezu jeder Position entlang der Strecke erleben.
Für Jedermänner und -frauen ohne Lizenz gibt es ein Hobbyrennen über 24 Runden und 30 Kilometer auf abgesperrter Strecke. Der Start erfolgt um 16:30 Uhr, Nachmeldungen sind am Renntag bis 16:00 Uhr möglich. Das Format erlaubt auch kurzfristig Entschlossenen die Teilnahme.
Der GP der Winzergenossenschaft Achkarren am 24. Mai gilt als anspruchsvollste Etappe des Wochenendes. Der Kurs durch die Weinberge des Kaiserstuhls kombiniert kurvenreiche Passagen mit giftigen Anstiegen und technisch anspruchsvollen Abfahrten. Die Streckenführung macht die zweite Etappe zu einem Selektionsrennen, das eine Schlüsselrolle im Kampf um die Leadertrikots einnehmen dürfte. Wer am Samstag Körner gespart hat, muss hier liefern.
Das 65. Leo-Wirth-Gedächtnisrennen in Merdingen beschließt den Cup am Pfingstmontag. Der wellige Rundkurs mit permanenten Tempowechseln gilt als Klassiker im südbadischen Rennkalender. Bei Punktgleichheit entscheidet die Merdinger Platzierung über den Gesamtsieg, was der letzten Etappe strukturell besonderes Gewicht verleiht. Im Anschluss findet die Gesamtsiegerehrung statt.
Die Gesamtwertung basiert auf Punkten aus allen drei Etappen. Das Streckenkonzept verlangt über drei Tage nach Vielseitigkeit: Ein flaches Kriterium, eine Bergetappe und ein klassisches Straßenrennen fordern unterschiedliche Fähigkeiten. Wer nur auf einer Etappe stark ist, wird es schwer haben. Der Cup wendet sich an Fahrerinnen und Fahrer von U15 bis zu Elite- und Masterklassen.
Die Rennen führen durch eine der bekanntesten Weinregionen Deutschlands und verbinden ambitionierten Rennsport mit regionalem Charakter. Für Zuschauer bietet das Pfingstwochenende kurze Wege, zuschauerfreundliche Strecken und ein Rahmenprogramm mit Bewirtung an allen drei Renntagen.
Vereine, Helfer und Zuschauer verwandeln das Pfingstwochenende Jahr für Jahr in ein Radsportfest. Regelmäßig geben sich bekannte Radsportgrößen aus der Region die Ehre, sei es als Zuschauer, Unterstützer oder Gratulanten bei den Siegerehrungen. Die Nähe zwischen Nachwuchs-, Amateur- und Profisport verleiht der Veranstaltung ihre Authentizität und macht den überregionalen Reiz des Cups aus. Mit seinem Mix aus Nachwuchsförderung, Amateurspitzensport und traditionsreichen Veranstaltungsorten entwickelt sich der Kaiserstuhl-Tuniberg Cup zu einem festen Termin im badischen Radsportkalender.
| 23. Mai | 52. Wyhler Radrennen (Kriterium) |
| 24. Mai | GP der Winzergenossenschaft Achkarren |
| 25. Mai | 65. Leo-Wirth-Gedächtnisrennen Merdingen |
| Klassen | U15, U17, U19, Amateure, Masters, Elite |
| Web | kaiserstuhl-tuniberg-cup.de |

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