Auf’s Dach der TOUR Transalp 2022Foto: Uwe Geissler

EventAuf’s Dach der TOUR Transalp 2022

Lisa Gärtitz

 6/21/2022, Lesezeit: 3 Minuten

Bereits am zweiten Tag der TOUR Transalp 2022 stand der höchste Punkt der Rennrad-Alpenüberquerung auf dem Programm. Mit dem Ofenpass und dem Passo Stelvio hakten die Teilnehmenden auf der zweiten Etappe zwei große Rennrad-Klassiker ab.

Pünktlich um 9:00 Uhr fiel in Zernez der Startschuss zur zweiten Etappe der 18. TOUR Transalp, die mit dem 2757 Meter hohen Passo Stelvio auf das Dach des siebentägigen Rennrad-Etappenrennens führte. Mit ihren 102 Kilometern und 2760 Höhenmetern war das zweite Teilstück keine Spazierfahrt. Die erneut hohen Temperaturen erschwerten die Bedingungen zusätzlich.

Zwei beliebte Klassiker wurden heute von den Sportlerinnen und Sportlern erklommen. Da war der weniger steile, aber landschaftlich atemberaubende Ofenpass, der sich vor allem durch seine lichten Lärchenwälder auszeichnet. Nach einer berauschenden Abfahrt hinab ins Münstertal bis nach Santa Maria führte die Strecke weiter nach Südtirol. Am tiefsten Punkt in Prad angekommen, hieß es dann: auf zum anspruchsvollsten und beliebtesten Alpenpass-Klassiker, dem Stilfser Joch. 48 Kehren, knapp 25 Kilometer und rund 1900 Höhenmeter mit einer Durchschnittssteigung von acht Prozent waren hier zu erklimmen. Das erforderte kräftigen Beineinsatz und einen eisernen Willen. Aber die unglaublichen Ausblicke entschädigten diese Anstrengungen allemal. Und ganz oben angekommen war die Freude bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern groß; besonders für diejenigen, die diesen Klassiker heute zum ersten Mal bezwungen haben. Nach diesem Hammerritt folgte eine lange, kurvenreiche und spektakuläre Abfahrt bis ins Ziel in Bormio. Allen, die diese Etappe gemeistert haben, gebührt großer Respekt.

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„Der Passo Stelvio ist ein geradezu mystischer Klassiker.”

Respekt haben natürlich in besonderem Maße die Sieger des heutigen Tages verdient. Bei den Männer-Teams sind das Benjamin Witt und Philip Peitzmeier vom Team Strassacker 2/radsport-news.com mit einer Zeit von 3:25.30,1 h. Auch für die beiden Schnellsten war das Stilfser Joch eine große Herausforderung. „Der Passo Stelvio ist ein geradezu mystischer Klassiker. Hier in Gelb zu gewinnen, hätte ich mir nie erträumt“, so Peitzmeier. „Dabei waren wir heute nicht die Stärksten am Berg“, so Teamkollege Witt weiter. „Wir sind mit fünf Minuten Vorsprung in den Anstieg des Stelvio gefahren und mit anderthalb Minuten oben angekommen. Zum Glück verleiht das Führungstrikot Flügel.“ Erik Franssen und Stefan Verhaaf vom Team Stipbike Racing Team sicherten sich mit 3:26.56,6 h einen starken 2. Platz. Drittplatzierte sind mit einer Zeit von 3:28.53,9 h Nils Kessler und Moritz Palm vom Team Strassacker 1/radsport-news.com.

Bei den Damen-Teams siegten Kerstin Kaiser und Luisa Zimmermann vom Team Kartoffelclub mit einer Zeit von 4:54.37,2 h. Den 2. Rang belegten Gitta Fernau und Petra Marton vom Team Genussschnecken. Den 3. Platz sicherten sich Carmen Krebs und Karina Steffan vom TSV Karlstadt Mädels; sie erreichten das Ziel nach 5:36.47,6 h.

In der Mixed-Wertung fuhren Francesco Visconti und Chiara Doni vom Team Hypertech pb Castelli nach 3:39.48,2h heute als erste über die Ziellinie in Bormio, gefolgt von Jael Heinrich und Jonas Kahler vom Team Strassacker 3-mixed mit einer Zeit von 3:49.48,5 h. Den 3. Rang belegten Tina Büttner und Johannes Wagner vom Team drahtesel-lützelbach.de; sie benötigten für die heutige Etappe 3:50.28,1 h.

In der Gesamtwertung führen bei den Männern derzeit Benjamin Witt und Philip Peitzmeier vom Team Strassacker 2/radsport-news.com, bei den Damen Kerstin Kaiser und Luisa Zimmermann vom Team Kartoffelclub und bei den Mixed-Teams Francesco Visconti und Chiara Doni vom Team Hypertech pb Castelli.

Über zwei Pässe nach Livigno

Die dritte Etappe führt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Bormio nach Livigno. Auf den 47 Kilometern warten dennoch zwei Pässe: der Passo Foscagno und der Passo d’Eira. Nach der heutigen anspruchsvollen Etappe werden sich die ein oder anderen sicher auf die komprimiertere Etappe freuen.

Weitere Informationen sowie alle Ergebnisse finden Sie unter: https://tour-transalp.de