Schraubertipps

Werkstatt – das optimale Winterrad

Unbekannt

 · 13.12.2005

Werkstatt – das optimale WinterradFoto: Georg Grieshaber

Es gibt kein schlechtes Wetter – höchstens ein fürs Wintertraining ungeeignetes Rad. TOUR gibt Tipps für einen ebenso funktionalen wie schicken Winterrenner.

Wer schon im Frühjahr schnell Rad fahren will, kommt ums Wintertraining nicht herum. Zwar gibt’s durchaus Alternativen zum Radtraining auf der Straße, aber gelegentlich die Beine kreisen zu lassen, ist sinnvoll. Radprofis beginnen Ihre Saisonvorbereitung auch schon im November, und bei weitem nicht jeder Berufspedaleur verbringt den gesamten Winter im warmen und trockenen Süden. Familie und Freunde, die vertraute Umgebung statt karger Hoteleinsamkeit – schlagkräftige Argumente, um sich dem hiesigen Wetter auszusetzen.

Fest montierte Schutzbleche gehören unbedingt an ein wintertaugliches Rad. Sie halten im Gegensatz zu den Ansteckblechen nicht nur den Hintern trocken, sondern auch Schuhe und Beine. Zusätzlicher Trick: Schneiden Sie sich aus einem abgefahrenen Reifen einen Spritzlappen zurecht, mit dem das vordere Schutzblech bis fast zur Straßenoberfläche verlängert wird. Das Reifenstück passt in der Breite besser zu Rennradschutzblechen als käufliche Lappen, die für Stadträder ausgelegt sind. Fürs Training in der Gruppe empfiehlt es sich, auch das hintere Schutzblech bis zur Straße zu verlängern, damit der Hintermann von der Dreckwasser-Fontäne des Hinterreifens verschont bleibt.

Da Wintertraining in unseren Breiten auch häufig in der Dämmerung, wenn nicht gar bei Dunkelheit stattfindet, ist Sehen und gesehen werden ein lebenswichtiges Bedürfnis für Radsportler. Das TOUR-Winterrad trägt deswegen zusätzlich Beleuchtung.

Schwierigkeitsgrad: für begabte Hobby-Mechaniker

Sie benötigen dafür:

  • Werkzeug: Innensechskante, Gabelschlüssel, Säge, Seitenschneider, Bolzenschneider, Schraubendreher, Kabelbinder, Kupferdraht, Kriechöl, Sprüh- und Hartwachs.

Das TOUR-Winterrad im Detail

18. Wachsen Sie flächige Teile wie Rahmen und Kurbeln mit Hartwachs. Dies gilt für alle Oberflächenarten wie Pulverbeschichtung, Nasslack, Eloxal, Chrom und andere.
18. Wachsen Sie flächige Teile wie Rahmen und Kurbeln mit Hartwachs. Dies gilt für alle Oberflächenarten wie Pulverbeschichtung, Nasslack, Eloxal, Chrom und andere.
1. Stellen Sie sicher, dass die Bleche Ihrer Wahl sich bestmöglich an Gabel und Hinterbau Ihres Rades anpassen. Der Schützer muss sich anschmiegen, sonst verschenken Sie Reifenfreiheit. Schrauben Sie die Bremse ab, legen Sie das gewinkelte Halteblech unter den Bremsbolzen auf der Gabelvorderseite.
1. Stellen Sie sicher, dass die Bleche Ihrer Wahl sich bestmöglich an Gabel und Hinterbau Ihres Rades anpassen. Der Schützer muss sich anschmiegen, sonst verschenken Sie Reifenfreiheit. Schrauben Sie die Bremse ab, legen Sie das gewinkelte Halteblech unter den Bremsbolzen auf der Gabelvorderseite.
2. Schieben Sie einen hinteren (langen) Schützer durch. Biegen Sie die Laschen zuerst nur so weit zu, dass Sie das Laufrad montieren und das Blech noch verschieben können. Der Schützer sollte hinten etwa zehn Zentimeter über dem Boden enden, nach vorne mindestens 15 Zentimeter über die Laufradmitte hinausragen. Drücken Sie die Laschen vollständig zu.
2. Schieben Sie einen hinteren (langen) Schützer durch. Biegen Sie die Laschen zuerst nur so weit zu, dass Sie das Laufrad montieren und das Blech noch verschieben können. Der Schützer sollte hinten etwa zehn Zentimeter über dem Boden enden, nach vorne mindestens 15 Zentimeter über die Laufradmitte hinausragen. Drücken Sie die Laschen vollständig zu.
3. Schrauben Sie die Bremse ab, legen Sie das gewinkelte Halteblech unter den Bremsbolzen auf der Gabelvorderseite. Schrauben Sie die Streben des vorderen Schützers nur mit so genannten Schutzblech-Sicherungen an, die den Schützer in kritischen Situationen freigeben. Erst wenn alles sitzt und festgeschraubt ist, zwicken Sie die am Schutzblech überstehenden Strebenenden ab. Verwenden Sie bei Rahmen ohne Gewindeösen Klemmschellen wie in Bild 11 beschrieben.
3. Schrauben Sie die Bremse ab, legen Sie das gewinkelte Halteblech unter den Bremsbolzen auf der Gabelvorderseite. Schrauben Sie die Streben des vorderen Schützers nur mit so genannten Schutzblech-Sicherungen an, die den Schützer in kritischen Situationen freigeben. Erst wenn alles sitzt und festgeschraubt ist, zwicken Sie die am Schutzblech überstehenden Strebenenden ab. Verwenden Sie bei Rahmen ohne Gewindeösen Klemmschellen wie in Bild 11 beschrieben.
4. Um Spritzlappen zu ergänzen, müssen Sie am Ende des Schützers Löcher anbringen. Schmelzen Sie die mit der erhitzten Klinge eines Schraubendrehers hinein; bei dieser Methode wird der Lochrand gleich verstärkt, es entstehen keine scharfen Grate. Für schmale Kabelbinder kann man sogar ein genau ausgerichtetes Loch in der richtigen Größe erzeugen.
4. Um Spritzlappen zu ergänzen, müssen Sie am Ende des Schützers Löcher anbringen. Schmelzen Sie die mit der erhitzten Klinge eines Schraubendrehers hinein; bei dieser Methode wird der Lochrand gleich verstärkt, es entstehen keine scharfen Grate. Für schmale Kabelbinder kann man sogar ein genau ausgerichtetes Loch in der richtigen Größe erzeugen.
5. Schneiden Sie von einem abgefahrenen Reifen ein rund zehn Zentimeter langes Stück ab. Markieren Sie die gewünschten Löcher im Reifen. Falten Sie den Reifen genau an der markierten Stelle über Kreuz und schneiden Sie mit der Schere die Ecken ab – fertig sind die Befestigungslöcher.
5. Schneiden Sie von einem abgefahrenen Reifen ein rund zehn Zentimeter langes Stück ab. Markieren Sie die gewünschten Löcher im Reifen. Falten Sie den Reifen genau an der markierten Stelle über Kreuz und schneiden Sie mit der Schere die Ecken ab – fertig sind die Befestigungslöcher.
6. Befestigen Sie den Spritzlappen entweder mit Kabelbindern oder einem Stück ummantelten Kupferdrahts. Letzterer lässt sich ohne Werkzeug schnell und mehrfach auf und zu zwirbeln.
6. Befestigen Sie den Spritzlappen entweder mit Kabelbindern oder einem Stück ummantelten Kupferdrahts. Letzterer lässt sich ohne Werkzeug schnell und mehrfach auf und zu zwirbeln.
7. Der Spritzschutz sollte erst etwa drei Zentimeter über der Fahrbahn enden, um die Füße bestmöglich zu schützen. Anstelle des Lappens das Schutzblech weit nach unten zu ziehen, ist nicht empfehlenswert – der Schützer könnte beim Überfahren von Bordsteinen aufsetzen und beschädigt werden.
7. Der Spritzschutz sollte erst etwa drei Zentimeter über der Fahrbahn enden, um die Füße bestmöglich zu schützen. Anstelle des Lappens das Schutzblech weit nach unten zu ziehen, ist nicht empfehlenswert – der Schützer könnte beim Überfahren von Bordsteinen aufsetzen und beschädigt werden.
8. Moderne Gabeln und Hinterbauten lassen wenig Platz zum Reifen, da passt kein kompletter Schützer durch. Der hintere Schützer muss dann auf Höhe der Bremse (des Bremsstegs), der vordere kurz hinter dem Gabelkopf abgetrennt werden. Halten Sie die Schützer parallel zum Reifen und zeichnen Sie die Schnittkanten so an, dass der Schützer sauber abschließt. Mit einer scharfen Eisensäge lässt sich das Material gut bearbeiten.
8. Moderne Gabeln und Hinterbauten lassen wenig Platz zum Reifen, da passt kein kompletter Schützer durch. Der hintere Schützer muss dann auf Höhe der Bremse (des Bremsstegs), der vordere kurz hinter dem Gabelkopf abgetrennt werden. Halten Sie die Schützer parallel zum Reifen und zeichnen Sie die Schnittkanten so an, dass der Schützer sauber abschließt. Mit einer scharfen Eisensäge lässt sich das Material gut bearbeiten.
9. Um den hinteren Bremssteg zu überwinden, können Sie eine Brücke aus Nirostablech herstellen. Bleche gibt’s beim Radhändler, der damit Gepäckträger befestigt. Biegen Sie ein Blech im Schraubstock, so dass es um den Bremssteg herumreicht und parallel zum Reifen verläuft. Je nach Ausführung des Grundbleches müssen Sie oben ein Loch bohren, damit der hintere Ausleger angeschraubt werden kann und ein zweites vorne auf Höhe der Hülsenmutter, welche die Bremse befestigt.
9. Um den hinteren Bremssteg zu überwinden, können Sie eine Brücke aus Nirostablech herstellen. Bleche gibt’s beim Radhändler, der damit Gepäckträger befestigt. Biegen Sie ein Blech im Schraubstock, so dass es um den Bremssteg herumreicht und parallel zum Reifen verläuft. Je nach Ausführung des Grundbleches müssen Sie oben ein Loch bohren, damit der hintere Ausleger angeschraubt werden kann und ein zweites vorne auf Höhe der Hülsenmutter, welche die Bremse befestigt.
10. An der montierten Brücke können vorne und hinten die abgetrennten Stücke des Schützers angeschraubt werden. Verwenden Sie zur Montage Nirosta-Schrauben und Sicherungsmuttern (mit Kunststoffeinlage). Große Beilegscheiben erlauben eine großflächige, materialschonende Auflage. Zur schnellen Demontage führen Sie das Loch für den Bremsbolzen als unten offenes Langloch aus. So kann nach dem Öffnen der Hülsenmutter die Brücke nach oben vom Bremsbolzen abgezogen werden.
10. An der montierten Brücke können vorne und hinten die abgetrennten Stücke des Schützers angeschraubt werden. Verwenden Sie zur Montage Nirosta-Schrauben und Sicherungsmuttern (mit Kunststoffeinlage). Große Beilegscheiben erlauben eine großflächige, materialschonende Auflage. Zur schnellen Demontage führen Sie das Loch für den Bremsbolzen als unten offenes Langloch aus. So kann nach dem Öffnen der Hülsenmutter die Brücke nach oben vom Bremsbolzen abgezogen werden.
11. Wichtig: Die Hülsenmutter muss noch auf genügend Gewindegänge des Bremsbolzens greifen, damit die Bremse sicher sitzt. Nehmen Sie eventuell eine Beilegscheibe vom Bremsbolzen ab. Weist Ihr Rennrad keine Gewindeösen auf, brauchen Sie Adapter. Beim Radhändler gibt’s kunststoffummantelte Stahlblechschellen, wie sie vielen Gepäckträgern beiliegen. Sie werden um Gabel oder Strebe gebogen und von einer Schraube gehalten, die gleichzeitig die Streben des Schützers befestigt.
11. Wichtig: Die Hülsenmutter muss noch auf genügend Gewindegänge des Bremsbolzens greifen, damit die Bremse sicher sitzt. Nehmen Sie eventuell eine Beilegscheibe vom Bremsbolzen ab. Weist Ihr Rennrad keine Gewindeösen auf, brauchen Sie Adapter. Beim Radhändler gibt’s kunststoffummantelte Stahlblechschellen, wie sie vielen Gepäckträgern beiliegen. Sie werden um Gabel oder Strebe gebogen und von einer Schraube gehalten, die gleichzeitig die Streben des Schützers befestigt.
12. Plastikschellen von Radcomputern oder für Druckluftleitungen (aus dem Baumarkt) können ebenfalls als Halter dienen. Legen Sie Gummiunterlagen bei, das erhöht die Rutschsicherheit und vermeidet Lackschäden.
12. Plastikschellen von Radcomputern oder für Druckluftleitungen (aus dem Baumarkt) können ebenfalls als Halter dienen. Legen Sie Gummiunterlagen bei, das erhöht die Rutschsicherheit und vermeidet Lackschäden.
13. Ist das hintere Schutzblech montiert, schrauben Sie das Rücklicht so an, dass der Reflektor senkrecht steht. Ein kleiner Spritzlappen schützt das Licht vor direktem Wasserbeschuss. Im Gruppentraining schaffen Sie sich Freunde, wenn Sie einen zweiten langen Lappen nach dem vorderen Vorbild anfertigen.
13. Ist das hintere Schutzblech montiert, schrauben Sie das Rücklicht so an, dass der Reflektor senkrecht steht. Ein kleiner Spritzlappen schützt das Licht vor direktem Wasserbeschuss. Im Gruppentraining schaffen Sie sich Freunde, wenn Sie einen zweiten langen Lappen nach dem vorderen Vorbild anfertigen.
14. An einige Pedale passen Rückstrahler, die es als Zubehör gibt, beispielsweise für Shimanos SPD-System und die MTB-Pedale von Time. Sie sind sehr effektiv, da sie beim Treten in Bewegung und nahe über der Fahrbahn im Scheinwerferlicht der Autos reflektieren.
14. An einige Pedale passen Rückstrahler, die es als Zubehör gibt, beispielsweise für Shimanos SPD-System und die MTB-Pedale von Time. Sie sind sehr effektiv, da sie beim Treten in Bewegung und nahe über der Fahrbahn im Scheinwerferlicht der Autos reflektieren.
15. Verkabeln Sie die Beleuchtung sehr sorgfältig und grundsätzlich doppelt, verbinden Sie also Plus- und Minuspol der Lampen direkt mit dem Dynamo. Die früher Methode, den Rahmen als Stromleiter (Masse) zu verwenden, führt häufig zu Problemen. Achten Sie darauf, dass man nirgends an den Kabeln hängen bleiben kann.
15. Verkabeln Sie die Beleuchtung sehr sorgfältig und grundsätzlich doppelt, verbinden Sie also Plus- und Minuspol der Lampen direkt mit dem Dynamo. Die früher Methode, den Rahmen als Stromleiter (Masse) zu verwenden, führt häufig zu Problemen. Achten Sie darauf, dass man nirgends an den Kabeln hängen bleiben kann.
16. Behandeln Sie nach der Montage und nach jeder Radwäsche Spalte wie etwa an Zuganschlägen, Nabenflanschen, Schaltwerk und Umwerfer zum Schutz vor Korrrosion mit Sprühwachs.
16. Behandeln Sie nach der Montage und nach jeder Radwäsche Spalte wie etwa an Zuganschlägen, Nabenflanschen, Schaltwerk und Umwerfer zum Schutz vor Korrrosion mit Sprühwachs.
17. Shimano offeriert in seiner Pflegeserie eine ölgefüllte Pipette namens „Hypospitt“, die beim zielgenauen Schmieren von Gelenken gute Dienste leistet. Sprays hingegen verteilen den Schmierstoff meist nur großflächig, was Schmutz anzieht.
17. Shimano offeriert in seiner Pflegeserie eine ölgefüllte Pipette namens „Hypospitt“, die beim zielgenauen Schmieren von Gelenken gute Dienste leistet. Sprays hingegen verteilen den Schmierstoff meist nur großflächig, was Schmutz anzieht.
18. Wachsen Sie flächige Teile wie Rahmen und Kurbeln mit Hartwachs. Dies gilt für alle Oberflächenarten wie Pulverbeschichtung, Nasslack, Eloxal, Chrom und andere.
18. Wachsen Sie flächige Teile wie Rahmen und Kurbeln mit Hartwachs. Dies gilt für alle Oberflächenarten wie Pulverbeschichtung, Nasslack, Eloxal, Chrom und andere.
1. Stellen Sie sicher, dass die Bleche Ihrer Wahl sich bestmöglich an Gabel und Hinterbau Ihres Rades anpassen. Der Schützer muss sich anschmiegen, sonst verschenken Sie Reifenfreiheit. Schrauben Sie die Bremse ab, legen Sie das gewinkelte Halteblech unter den Bremsbolzen auf der Gabelvorderseite.
1. Stellen Sie sicher, dass die Bleche Ihrer Wahl sich bestmöglich an Gabel und Hinterbau Ihres Rades anpassen. Der Schützer muss sich anschmiegen, sonst verschenken Sie Reifenfreiheit. Schrauben Sie die Bremse ab, legen Sie das gewinkelte Halteblech unter den Bremsbolzen auf der Gabelvorderseite.
1. Stellen Sie sicher, dass die Bleche Ihrer Wahl sich bestmöglich an Gabel und Hinterbau Ihres Rades anpassen. Der Schützer muss sich anschmiegen, sonst verschenken Sie Reifenfreiheit. Schrauben Sie die Bremse ab, legen Sie das gewinkelte Halteblech unter den Bremsbolzen auf der Gabelvorderseite.
2. Schieben Sie einen hinteren (langen) Schützer durch. Biegen Sie die Laschen zuerst nur so weit zu, dass Sie das Laufrad montieren und das Blech noch verschieben können. Der Schützer sollte hinten etwa zehn Zentimeter über dem Boden enden, nach vorne mindestens 15 Zentimeter über die Laufradmitte hinausragen. Drücken Sie die Laschen vollständig zu.
3. Schrauben Sie die Bremse ab, legen Sie das gewinkelte Halteblech unter den Bremsbolzen auf der Gabelvorderseite. Schrauben Sie die Streben des vorderen Schützers nur mit so genannten Schutzblech-Sicherungen an, die den Schützer in kritischen Situationen freigeben. Erst wenn alles sitzt und festgeschraubt ist, zwicken Sie die am Schutzblech überstehenden Strebenenden ab. Verwenden Sie bei Rahmen ohne Gewindeösen Klemmschellen wie in Bild 11 beschrieben.
4. Um Spritzlappen zu ergänzen, müssen Sie am Ende des Schützers Löcher anbringen. Schmelzen Sie die mit der erhitzten Klinge eines Schraubendrehers hinein; bei dieser Methode wird der Lochrand gleich verstärkt, es entstehen keine scharfen Grate. Für schmale Kabelbinder kann man sogar ein genau ausgerichtetes Loch in der richtigen Größe erzeugen.
5. Schneiden Sie von einem abgefahrenen Reifen ein rund zehn Zentimeter langes Stück ab. Markieren Sie die gewünschten Löcher im Reifen. Falten Sie den Reifen genau an der markierten Stelle über Kreuz und schneiden Sie mit der Schere die Ecken ab – fertig sind die Befestigungslöcher.
6. Befestigen Sie den Spritzlappen entweder mit Kabelbindern oder einem Stück ummantelten Kupferdrahts. Letzterer lässt sich ohne Werkzeug schnell und mehrfach auf und zu zwirbeln.
7. Der Spritzschutz sollte erst etwa drei Zentimeter über der Fahrbahn enden, um die Füße bestmöglich zu schützen. Anstelle des Lappens das Schutzblech weit nach unten zu ziehen, ist nicht empfehlenswert – der Schützer könnte beim Überfahren von Bordsteinen aufsetzen und beschädigt werden.
8. Moderne Gabeln und Hinterbauten lassen wenig Platz zum Reifen, da passt kein kompletter Schützer durch. Der hintere Schützer muss dann auf Höhe der Bremse (des Bremsstegs), der vordere kurz hinter dem Gabelkopf abgetrennt werden. Halten Sie die Schützer parallel zum Reifen und zeichnen Sie die Schnittkanten so an, dass der Schützer sauber abschließt. Mit einer scharfen Eisensäge lässt sich das Material gut bearbeiten.
9. Um den hinteren Bremssteg zu überwinden, können Sie eine Brücke aus Nirostablech herstellen. Bleche gibt’s beim Radhändler, der damit Gepäckträger befestigt. Biegen Sie ein Blech im Schraubstock, so dass es um den Bremssteg herumreicht und parallel zum Reifen verläuft. Je nach Ausführung des Grundbleches müssen Sie oben ein Loch bohren, damit der hintere Ausleger angeschraubt werden kann und ein zweites vorne auf Höhe der Hülsenmutter, welche die Bremse befestigt.
10. An der montierten Brücke können vorne und hinten die abgetrennten Stücke des Schützers angeschraubt werden. Verwenden Sie zur Montage Nirosta-Schrauben und Sicherungsmuttern (mit Kunststoffeinlage). Große Beilegscheiben erlauben eine großflächige, materialschonende Auflage. Zur schnellen Demontage führen Sie das Loch für den Bremsbolzen als unten offenes Langloch aus. So kann nach dem Öffnen der Hülsenmutter die Brücke nach oben vom Bremsbolzen abgezogen werden.
11. Wichtig: Die Hülsenmutter muss noch auf genügend Gewindegänge des Bremsbolzens greifen, damit die Bremse sicher sitzt. Nehmen Sie eventuell eine Beilegscheibe vom Bremsbolzen ab. Weist Ihr Rennrad keine Gewindeösen auf, brauchen Sie Adapter. Beim Radhändler gibt’s kunststoffummantelte Stahlblechschellen, wie sie vielen Gepäckträgern beiliegen. Sie werden um Gabel oder Strebe gebogen und von einer Schraube gehalten, die gleichzeitig die Streben des Schützers befestigt.
12. Plastikschellen von Radcomputern oder für Druckluftleitungen (aus dem Baumarkt) können ebenfalls als Halter dienen. Legen Sie Gummiunterlagen bei, das erhöht die Rutschsicherheit und vermeidet Lackschäden.
13. Ist das hintere Schutzblech montiert, schrauben Sie das Rücklicht so an, dass der Reflektor senkrecht steht. Ein kleiner Spritzlappen schützt das Licht vor direktem Wasserbeschuss. Im Gruppentraining schaffen Sie sich Freunde, wenn Sie einen zweiten langen Lappen nach dem vorderen Vorbild anfertigen.
14. An einige Pedale passen Rückstrahler, die es als Zubehör gibt, beispielsweise für Shimanos SPD-System und die MTB-Pedale von Time. Sie sind sehr effektiv, da sie beim Treten in Bewegung und nahe über der Fahrbahn im Scheinwerferlicht der Autos reflektieren.
15. Verkabeln Sie die Beleuchtung sehr sorgfältig und grundsätzlich doppelt, verbinden Sie also Plus- und Minuspol der Lampen direkt mit dem Dynamo. Die früher Methode, den Rahmen als Stromleiter (Masse) zu verwenden, führt häufig zu Problemen. Achten Sie darauf, dass man nirgends an den Kabeln hängen bleiben kann.
16. Behandeln Sie nach der Montage und nach jeder Radwäsche Spalte wie etwa an Zuganschlägen, Nabenflanschen, Schaltwerk und Umwerfer zum Schutz vor Korrrosion mit Sprühwachs.
17. Shimano offeriert in seiner Pflegeserie eine ölgefüllte Pipette namens „Hypospitt“, die beim zielgenauen Schmieren von Gelenken gute Dienste leistet. Sprays hingegen verteilen den Schmierstoff meist nur großflächig, was Schmutz anzieht.
18. Wachsen Sie flächige Teile wie Rahmen und Kurbeln mit Hartwachs. Dies gilt für alle Oberflächenarten wie Pulverbeschichtung, Nasslack, Eloxal, Chrom und andere.

Rahmen: Marschall „Alamo“, gebürsteter Edelstahl; Gabel für längeren Radstand, mit größerer Reifenfreiheit und Schutzblechösen. Alle Anbauteile mit Edelstahlschrauben montiert.

• Beleuchtungsanlage: Shimano-Nabendynamo DH-3N71 mit 6 Volt/3 Watt, läuft mit wenig Widerstand und nahezu geräuschlos. Im abgeschalteten Zustand ist der Lagerlauf von einer normalen hochwertigen Nabe nicht zu unterscheiden. Auch mit 2,4 Watt lieferbar, dann muss nur das Vorderlicht verkabelt werden. Am Fahrradheck sollte dann eine Batterie-LED-Leuchte die Fahrt absichern.

• Scheinwerfer: „Lumotec oval sensoplus“ von Busch&Müller; mit Einschaltautomatik und LED-Standlicht.

• Rücklicht: LED-Leuchte „Seculite plus“, ebenfalls mit Standlichtautomatik, zweiadrig verkabelt, um Störungen vorzubeugen.

• Lenker/Vorbau: Syntace VRO. Ideal, um für das Wintertraining eine gemäßigte Sitzposition zu wählen und sich im Frühjahr wieder schrittweise der Wettkampfhaltung zu nähern.

• Reifenschützer: SKS, Kunststoff, vorne Modell „Bluemels“ – aber das Exemplar fürs Hinterrad, weil es mehr vom Reifenumfang abdeckt als der eigentliche Frontschützer. Passt mit runder Kontur gut in die Gabel. Hinten das Modell „Chromoplastics“ mit passender eckiger Form.

• Reifen: Continental „Grand Prix 4000“. Faltreifen, 25 mm breit, mit seitlichen Reflexstreifen.

• Pedale: Shimano-Systempedal PD-A520. Eignet sich für Renn- und (im Winter empfehlenswerte) MTB-Schuhe. Sehr schmutzresistent. Mit zusätzlichem Reflektoren-Set SM-PD59 für mehr passive Sicherheit.

• Flaschenhalter: Elite „Ciussi“. Bleibt bei Kälte aber leer – dann kommt das Getränk angewärmt aus dem Trinkrucksack unter der Jacke.

Das individuelle Winterrad – Tipps und Tricks