Rund um die Rennrad-TechnikReifendruck

Unbekannt

 · 10.06.2003

Rund um die Rennrad-Technik: ReifendruckFoto: Daniel Simon

Neulich habe ich vor einem RTF-Start die Reifen meines Rades (23 Millimeter) auf 7 bar aufgepumpt. Darauf nörgelte mein Mitradler, ich solle mal ordentlich Druck geben, sonst würde es ja gar nicht richtig rollen. Hat er Recht? Chr. Hein, Pfaffenhofen

Neulich habe ich vor einem RTF-Start die Reifen meines Rades (23 Millimeter) auf 7 bar aufgepumpt. Darauf nörgelte mein Mitradler, ich solle mal ordentlich Druck geben, sonst würde es ja gar nicht richtig rollen. Hat er Recht?

Christian Hein, Pfaffenhofen

Nicht wirklich. Zu diesem Thema kursieren selbst unter erfahrenen Radlern eine Menge Halbwahrheiten. Der Reifendruck regelt den Kompromiss aus möglichst geringem Rollwiderstand, Fahrkomfort, Pannensicherheit und Reifenhaftung. Je höher der Druck, umso schneller rollt der Reifen auf ebener Fahrbahn, in diesem Punkt hat Ihr Mitradler Recht. Auf unebenem, rauem Untergrund – eigentlich der Normalfall auf den meisten Straßen – lässt zu hoher Druck den Reifen jedoch nicht mehr sauber abrollen, die Haftung in Kurven oder beim Bremsen sinkt und der Komfort nimmt ab. Die Höhe des Drucks hängt von Reifenbreite und Fahrergewicht ab. Bei 23 Millimeter breiten Falt- oder Drahtreifen ist ein Druck an der Obergrenze des vom Reifenhersteller angegebenen Wertes (meist 8 bis 9 bar) für schwere Fahrer empfehlenswert. Fahrer um 75 Kilo erzielen mit etwa 7 bar gute Laufeigenschaften der Reifen. Leichtere Fahrer können solche Reifen mit 6 bar oder weniger fahren.

Verlagssonderveröffentlichung
Foto: Daniel Simon