SchraubertippsMechanische Schaltung justieren

Unbekannt

 · 10.07.2011

Mechanische Schaltung justierenFoto: Dr. Michael Heidelbach

Mechanische Schaltungen bestechen durch Präzision und Leichtgängigkeit – wenn Sie richtig justiert sind. Im ersten Teil dieser Werkstatt lesen Sie, wie Sie das Schaltwerk einstellen. Teil zwei zum Umwerfer folgt im August-Heft.

Schwierigkeitsgrad für interessierte Einsteiger
Werkzeug Innensechskant-Schlüssel, Drehmoment-Schlüssel mit Bits, Schlitz- oder Kreuzschlitzschraubendreher

12. Drehen Sie zur Einstellung dieses Abstandes bei Shimano und SRAM an der Schraube, die sich auf der Stirnseite des Ausfallendes abstützt. Drehen Sie zur Kontrolle die Kurbeln rückwärts. Die Führungsrolle sollte die Ritzel auch bei dieser Bewegung nicht berühren.Foto: Dr. Michael Heidelbach
12. Drehen Sie zur Einstellung dieses Abstandes bei Shimano und SRAM an der Schraube, die sich auf der Stirnseite des Ausfallendes abstützt. Drehen Sie zur Kontrolle die Kurbeln rückwärts. Die Führungsrolle sollte die Ritzel auch bei dieser Bewegung nicht berühren.
1. Schalten Sie die Kette aufs kleine Kettenblatt und das kleinste Ritzel – oder bis beim Herunterschalten keine Raststufen mehr ausgelöst werden. Drehen Sie alle Zugspannschrauben vollständig zurück. Der Schaltzug muss vollständig entspannt sein.Foto: Dr. Michael Heidelbach
1. Schalten Sie die Kette aufs kleine Kettenblatt und das kleinste Ritzel – oder bis beim Herunterschalten keine Raststufen mehr ausgelöst werden. Drehen Sie alle Zugspannschrauben vollständig zurück. Der Schaltzug muss vollständig entspannt sein.
2. Blick von hinten aufs Schaltwerk: Die Führungsrolle muss exakt unter dem kleinsten Ritzel stehen und mit der Kette eine Linie bilden. Wenn nicht, müssen Sie die Position mit der Endanschlagschraube einrichten. Steht der Käfig der Schaltwerksrollen insgesamt schräg, sind Schaltauge oder Schaltwerk verbogen. Die Reparatur erfordert Spezialwissen und -werkzeug.Foto: Dr. Michael Heidelbach
2. Blick von hinten aufs Schaltwerk: Die Führungsrolle muss exakt unter dem kleinsten Ritzel stehen und mit der Kette eine Linie bilden. Wenn nicht, müssen Sie die Position mit der Endanschlagschraube einrichten. Steht der Käfig der Schaltwerksrollen insgesamt schräg, sind Schaltauge oder Schaltwerk verbogen. Die Reparatur erfordert Spezialwissen und -werkzeug.
3. Die Endanschlagschrauben sind meist mit „H“ für High Gear und „L“ für Low Gear gekennzeichnet. „H“ steht für die große Übersetzung, also das kleine Ritzel. Bei nicht markierten Schrauben müssen Sie ausprobieren. Dreht man die Schraube rechts herum, wandert das Schaltwerk nach innen, dreht man nach links, wandert es nach außen. Zählen Sie die Umdrehungen mit.Foto: Dr. Michael Heidelbach
3. Die Endanschlagschrauben sind meist mit „H“ für High Gear und „L“ für Low Gear gekennzeichnet. „H“ steht für die große Übersetzung, also das kleine Ritzel. Bei nicht markierten Schrauben müssen Sie ausprobieren. Dreht man die Schraube rechts herum, wandert das Schaltwerk nach innen, dreht man nach links, wandert es nach außen. Zählen Sie die Umdrehungen mit.
4. Kontrollieren Sie vorsichtig (!) den inneren Endanschlag. Drehen Sie langsam die Kurbel und drücken Sie mit der anderen Hand das Schaltwerk nach innen, bis die Kette auf dem größten Ritzel läuft. Der Kettenwechsler darf sich jetzt nicht weiter nach innen drücken lassen, sonst kann die Kette zwischen Zahnkranz und Speichen fallen.Foto: Dr. Michael Heidelbach
4. Kontrollieren Sie vorsichtig (!) den inneren Endanschlag. Drehen Sie langsam die Kurbel und drücken Sie mit der anderen Hand das Schaltwerk nach innen, bis die Kette auf dem größten Ritzel läuft. Der Kettenwechsler darf sich jetzt nicht weiter nach innen drücken lassen, sonst kann die Kette zwischen Zahnkranz und Speichen fallen.
5. Das kann das Schaltwerk beschädigen, im schlimmsten Fall stürzt man. Begrenzen Sie den Weg des Schaltwerks mit der Schraube für den inneren Endanschlag, bis die Kette zuverlässig auf dem größten Ritzel läuft. Drehen Sie die Kurbel weiter und lassen Sie das Schaltwerk los, damit die Kette wieder auf das kleinste Ritzel wandert.Foto: Dr. Michael Heidelbach
5. Das kann das Schaltwerk beschädigen, im schlimmsten Fall stürzt man. Begrenzen Sie den Weg des Schaltwerks mit der Schraube für den inneren Endanschlag, bis die Kette zuverlässig auf dem größten Ritzel läuft. Drehen Sie die Kurbel weiter und lassen Sie das Schaltwerk los, damit die Kette wieder auf das kleinste Ritzel wandert.
6. Die Außenhülle des Zuges muss sauber in den Anschlägen liegen, der Zug darf nicht beschädigt oder korrodiert sein. Zupfen Sie am Schaltzug – er sollte leicht gespannt sein.Foto: Dr. Michael Heidelbach
6. Die Außenhülle des Zuges muss sauber in den Anschlägen liegen, der Zug darf nicht beschädigt oder korrodiert sein. Zupfen Sie am Schaltzug – er sollte leicht gespannt sein.
7. Wenn nicht, lösen Sie die Klemmschraube am Schaltwerk (nicht rausdrehen!) und halten dabei den Schaltzug fest. Ziehen Sie den Zug straff und achten Sie darauf, dass er in der Führungsrille in Schaltwerk und Beilagscheibe der Schraube läuft. Klemmen Sie den Zug wieder mit dem vom Hersteller vorgegebenen Drehmoment fest.Foto: Dr. Michael Heidelbach
7. Wenn nicht, lösen Sie die Klemmschraube am Schaltwerk (nicht rausdrehen!) und halten dabei den Schaltzug fest. Ziehen Sie den Zug straff und achten Sie darauf, dass er in der Führungsrille in Schaltwerk und Beilagscheibe der Schraube läuft. Klemmen Sie den Zug wieder mit dem vom Hersteller vorgegebenen Drehmoment fest.
8. Drehen Sie an der Kurbel, schalten Sie einen Gang hoch. Die Kette sollte unmittelbar aufs nächste Ritzel klettern. Tut sie das nicht, müssen Sie den Zug straffen: Schalten Sie zurück und drehen Sie die Schraube, durch die der Zug ins Schaltwerk läuft, eine halbe Umdrehung links herum heraus. Der Innenzug gewinnt an Spannung.Foto: Dr. Michael Heidelbach
8. Drehen Sie an der Kurbel, schalten Sie einen Gang hoch. Die Kette sollte unmittelbar aufs nächste Ritzel klettern. Tut sie das nicht, müssen Sie den Zug straffen: Schalten Sie zurück und drehen Sie die Schraube, durch die der Zug ins Schaltwerk läuft, eine halbe Umdrehung links herum heraus. Der Innenzug gewinnt an Spannung.
9. Klettert die Kette nicht, müssen Sie noch eine halbe Umdrehung spannen. Klettert die Kette, schalten Sie zurück, um zu prüfen, ob die Kette auch abwärts wandert. Schalten Sie alle Gänge durch. Läuft die Kette auf dem dritten oder vierten Ritzel, schauen Sie von hinten aufs Schaltwerk: Die Kette sollte vom Ritzel gerade auf die Leitrolle laufen.Foto: Dr. Michael Heidelbach
9. Klettert die Kette nicht, müssen Sie noch eine halbe Umdrehung spannen. Klettert die Kette, schalten Sie zurück, um zu prüfen, ob die Kette auch abwärts wandert. Schalten Sie alle Gänge durch. Läuft die Kette auf dem dritten oder vierten Ritzel, schauen Sie von hinten aufs Schaltwerk: Die Kette sollte vom Ritzel gerade auf die Leitrolle laufen.
10. Schalten Sie vorsichtig aufs größte Ritzel, damit die Kette nicht darüber hinausläuft, falls die Endanschlagschraube noch nicht optimal justiert wurde. Dann prüfen Sie zur Sicherheit ein weiteres Mal die Begrenzung des Schwenkbereichs, indem Sie das Schaltwerk in Richtung Speichen drücken und das Laufrad drehen.Foto: Dr. Michael Heidelbach
10. Schalten Sie vorsichtig aufs größte Ritzel, damit die Kette nicht darüber hinausläuft, falls die Endanschlagschraube noch nicht optimal justiert wurde. Dann prüfen Sie zur Sicherheit ein weiteres Mal die Begrenzung des Schwenkbereichs, indem Sie das Schaltwerk in Richtung Speichen drücken und das Laufrad drehen.
11. Für die optimale Funktion der Schaltung muss zwischen der oberen Führungsrolle und der Unterseite der Ritzel stets ein Abstand von einem Kettenglied vorhanden sein, eine bis zwei Laschen müssen also frei liegen.Foto: Dr. Michael Heidelbach
11. Für die optimale Funktion der Schaltung muss zwischen der oberen Führungsrolle und der Unterseite der Ritzel stets ein Abstand von einem Kettenglied vorhanden sein, eine bis zwei Laschen müssen also frei liegen.
12. Drehen Sie zur Einstellung dieses Abstandes bei Shimano und SRAM an der Schraube, die sich auf der Stirnseite des Ausfallendes abstützt. Drehen Sie zur Kontrolle die Kurbeln rückwärts. Die Führungsrolle sollte die Ritzel auch bei dieser Bewegung nicht berühren.Foto: Dr. Michael Heidelbach
12. Drehen Sie zur Einstellung dieses Abstandes bei Shimano und SRAM an der Schraube, die sich auf der Stirnseite des Ausfallendes abstützt. Drehen Sie zur Kontrolle die Kurbeln rückwärts. Die Führungsrolle sollte die Ritzel auch bei dieser Bewegung nicht berühren.
1. Schalten Sie die Kette aufs kleine Kettenblatt und das kleinste Ritzel – oder bis beim Herunterschalten keine Raststufen mehr ausgelöst werden. Drehen Sie alle Zugspannschrauben vollständig zurück. Der Schaltzug muss vollständig entspannt sein.Foto: Dr. Michael Heidelbach
1. Schalten Sie die Kette aufs kleine Kettenblatt und das kleinste Ritzel – oder bis beim Herunterschalten keine Raststufen mehr ausgelöst werden. Drehen Sie alle Zugspannschrauben vollständig zurück. Der Schaltzug muss vollständig entspannt sein.
1. Schalten Sie die Kette aufs kleine Kettenblatt und das kleinste Ritzel – oder bis beim Herunterschalten keine Raststufen mehr ausgelöst werden. Drehen Sie alle Zugspannschrauben vollständig zurück. Der Schaltzug muss vollständig entspannt sein.
2. Blick von hinten aufs Schaltwerk: Die Führungsrolle muss exakt unter dem kleinsten Ritzel stehen und mit der Kette eine Linie bilden. Wenn nicht, müssen Sie die Position mit der Endanschlagschraube einrichten. Steht der Käfig der Schaltwerksrollen insgesamt schräg, sind Schaltauge oder Schaltwerk verbogen. Die Reparatur erfordert Spezialwissen und -werkzeug.
3. Die Endanschlagschrauben sind meist mit „H“ für High Gear und „L“ für Low Gear gekennzeichnet. „H“ steht für die große Übersetzung, also das kleine Ritzel. Bei nicht markierten Schrauben müssen Sie ausprobieren. Dreht man die Schraube rechts herum, wandert das Schaltwerk nach innen, dreht man nach links, wandert es nach außen. Zählen Sie die Umdrehungen mit.
4. Kontrollieren Sie vorsichtig (!) den inneren Endanschlag. Drehen Sie langsam die Kurbel und drücken Sie mit der anderen Hand das Schaltwerk nach innen, bis die Kette auf dem größten Ritzel läuft. Der Kettenwechsler darf sich jetzt nicht weiter nach innen drücken lassen, sonst kann die Kette zwischen Zahnkranz und Speichen fallen.
5. Das kann das Schaltwerk beschädigen, im schlimmsten Fall stürzt man. Begrenzen Sie den Weg des Schaltwerks mit der Schraube für den inneren Endanschlag, bis die Kette zuverlässig auf dem größten Ritzel läuft. Drehen Sie die Kurbel weiter und lassen Sie das Schaltwerk los, damit die Kette wieder auf das kleinste Ritzel wandert.
6. Die Außenhülle des Zuges muss sauber in den Anschlägen liegen, der Zug darf nicht beschädigt oder korrodiert sein. Zupfen Sie am Schaltzug – er sollte leicht gespannt sein.
7. Wenn nicht, lösen Sie die Klemmschraube am Schaltwerk (nicht rausdrehen!) und halten dabei den Schaltzug fest. Ziehen Sie den Zug straff und achten Sie darauf, dass er in der Führungsrille in Schaltwerk und Beilagscheibe der Schraube läuft. Klemmen Sie den Zug wieder mit dem vom Hersteller vorgegebenen Drehmoment fest.
8. Drehen Sie an der Kurbel, schalten Sie einen Gang hoch. Die Kette sollte unmittelbar aufs nächste Ritzel klettern. Tut sie das nicht, müssen Sie den Zug straffen: Schalten Sie zurück und drehen Sie die Schraube, durch die der Zug ins Schaltwerk läuft, eine halbe Umdrehung links herum heraus. Der Innenzug gewinnt an Spannung.
9. Klettert die Kette nicht, müssen Sie noch eine halbe Umdrehung spannen. Klettert die Kette, schalten Sie zurück, um zu prüfen, ob die Kette auch abwärts wandert. Schalten Sie alle Gänge durch. Läuft die Kette auf dem dritten oder vierten Ritzel, schauen Sie von hinten aufs Schaltwerk: Die Kette sollte vom Ritzel gerade auf die Leitrolle laufen.
10. Schalten Sie vorsichtig aufs größte Ritzel, damit die Kette nicht darüber hinausläuft, falls die Endanschlagschraube noch nicht optimal justiert wurde. Dann prüfen Sie zur Sicherheit ein weiteres Mal die Begrenzung des Schwenkbereichs, indem Sie das Schaltwerk in Richtung Speichen drücken und das Laufrad drehen.
11. Für die optimale Funktion der Schaltung muss zwischen der oberen Führungsrolle und der Unterseite der Ritzel stets ein Abstand von einem Kettenglied vorhanden sein, eine bis zwei Laschen müssen also frei liegen.
12. Drehen Sie zur Einstellung dieses Abstandes bei Shimano und SRAM an der Schraube, die sich auf der Stirnseite des Ausfallendes abstützt. Drehen Sie zur Kontrolle die Kurbeln rückwärts. Die Führungsrolle sollte die Ritzel auch bei dieser Bewegung nicht berühren.

TIPPS

• Schmierung
Arbeitet das Schaltwerk in keiner Einstellung zufriedenstellend, ist meistens zu viel Reibung im System. Reinigen und schmieren Sie Schaltwerk und Züge. Möglicherweise müssen die Bowdenzüge neu verlegt werden.
• Sturz
Ist das Rad auf die Schaltungsseite gekippt, müssen Sie unbedingt kontrollieren, ob das Schaltauge noch gerade ist und der innere Endanschlag den Schwenkbereich noch ausreichend begrenzt.
• Campagnolo
Zweierlei unterscheidet Campagnolo-Schaltwerke in der Einstellung von Shimano und SRAM: Die Endanschlagschrauben liegen auf der Außenseite. Und: Den Abstand der Führungsrolle zu den Ritzeln regeln Sie mit der Schraube auf der Unterseite des Schaltwerks, nahe der Führungsrollenachse.
• Probefahrt
Machen Sie eine Probefahrt abseits des Straßenverkehrs und kontrollieren Sie die Funktion sorgfältig. Wenn sich die Züge im Betrieb längen, können Sie das beim nächsten Halt an den Anschlagschrauben am Steuer- oder Unterrohr korrigieren.

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