Campagnolo-Fahrer, die einen kleinen Rahmen besitzen, kennen ein Problem, das Shimano-Radlern fremd ist: Unter dem Vorbau bilden die kurzen und steifen Schaltzüge zusammen mit den Bremszügen ein Knäuel, das dazu führt, dass sich der Lenker nicht wirklich frei drehen lässt. Freihändig fahren ist oft völlig ausgeschlossen. Der Grund dafür ist, dass Drähte die Außenhülle der Schaltzüge verstärken, damit sie sich nicht der Länge nach stauchen lässt – ein Muss für exakte Schaltbefehle. Die Drähte versteifen den Zug jedoch nicht nur in Längsrichtung, sondern auch quer dazu. Deshalb kann man den Zug nicht in engen Radien verlegen, ohne dass er abknickt.
Nokon-Züge dagegen besitzen eine Außenhülle aus Hülsen und durchbohrten Kugeln, die längs absolut steif und dennoch sehr beweglich ist. Darunter ummantelt eine Kunststoffhülle den geölten Zug . Hülle und Öl vermindern die Reibung. Die Möglichkeit dieses flexiblen, nicht ganz preisgünstigen Systems zu engsten Radien, hilft auch Fahrern von Shimanos Dual-Control-Hebeln: Sie können die Schaltzüge direkt an den Lenker legen, wenn sie die Züge vor dem Lenker als störend empfinden.
Vor dem Kauf muss man beachten, dass die Nokon-Züge typgebunden sind: Es gibt Schaltzüge für Campagnolo, für Shimano und für Shimano zur Lenkerverlegung, STI genannt. Die Shimano-Züge zur freien Verlegung sind etwas kürzer und der Innenzug ist etwas dicker, damit die Züge in gleichmäßigen Bögen ohne Wellen vor dem Lenker verlaufen. Die wesentlichen Montageschritte sind jedoch bei allen drei Zug-Typen gleich – wir zeigen sie am Beispiel der Verlegung direkt am Lenker. Hülsen und Kugeln sind schon ab Werk auf die Kunststoff-Röhrchen aufgefädelt.
Schwierigkeitsgrad: für begabte Hobby-Mechaniker
Sie benötigen dafür:
Produktname: Nokon KonkavexProduktinfos: www.nokon.de
Vertrieb über RABBITCycles GmbH & Co. KG, Telefon 08152/925025
www.rabbit.de
Die Preise für die verschiedenen Schaltsets liegen zwischen 58,79 Euro für das MTB-Set und 73,50 Euro für die Shimano-STI-Verlegung.