Schweiz: EmmentalFoto: Jörg Wenzel

SchweizSchweiz: Emmental

Das Emmental, ein Mittelgebirge im Kanton Bern, ist zwar klein, doch dafür gibt es dort die dritte Dimension in verschiedensten Varianten.

Das Emmental, östlich von der Stadt Bern gelegen, umfasst auf einer Fläche von rund 700 Quadratkilometern das Einzugsgebiet der Emme und ihrer Zuflüsse, vom Berg Hohgant im Süden über das Unteremmental, von Burgdorf bis hin zur Grenze zum Kanton Solothurn im Norden. Diese hügelige, zuweilen dramatische Landschaft mit steilen Flanken ist von Weiden, Äckern und Wäldern geprägt. Die Bauern treiben vor allem Viehzucht, der einheimische Käse wird in zahlreichen Dorfkäsereien produziert. Ebenso markant wie die Landschaft sind die stattlichen Bauernhäuser mit Walmdächern, die auf den Seiten fast bis auf den Boden reichen. Trotz all dem und einer ansehnlichen Dichte an untadeligen Gasthäusern ist der große Tourismus noch nicht ausgebrochen, das gute Straßennetz über weite Strecken wenig befahren. Die größten Orte sind Burgdorf, Langnau, Huttwil und Sumiswald – letzteren haben wir als Ausgangsbasis gewählt.

Bauernhaus am Anstieg zur Hinteren Blapbach (Tour 3)Foto: Jörg Wenzel
Bauernhaus am Anstieg zur Hinteren Blapbach (Tour 3)
Hügel vor den Berner Alpen – die Lüderenalp (1.141 m) ist einer der schönsten Aussichtspunkte des Emmentals.Foto: Jörg Wenzel
Hügel vor den Berner Alpen – die Lüderenalp (1.141 m) ist einer der schönsten Aussichtspunkte des Emmentals.
Tour 3 führt durch das ländliche Idyll im Hochtal von Arni.Foto: Jörg Wenzel
Tour 3 führt durch das ländliche Idyll im Hochtal von Arni.
In der Abfahrt von der Fritzenfluh (Tour 2) fliegt man vorbei an Höfen und Linden.Foto: Jörg Wenzel
In der Abfahrt von der Fritzenfluh (Tour 2) fliegt man vorbei an Höfen und Linden.
Arbeit und Vergnügen auf der fast autofreien Radroute 99Foto: Jörg Wenzel
Arbeit und Vergnügen auf der fast autofreien Radroute 99
Reiches Emmental: Wiesen, Felder, HöfFoto: Jörg Wenzel
Reiches Emmental: Wiesen, Felder, Höf
Bernhard Meier veredelt in der Käserei Hüpfen­boden die Milch (Tour 3)Foto: Jörg Wenzel
Bernhard Meier veredelt in der Käserei Hüpfen­boden die Milch (Tour 3)
Bauernhaus am Anstieg zur Hinteren Blapbach (Tour 3)Foto: Jörg Wenzel
Bauernhaus am Anstieg zur Hinteren Blapbach (Tour 3)
Hügel vor den Berner Alpen – die Lüderenalp (1.141 m) ist einer der schönsten Aussichtspunkte des Emmentals.Foto: Jörg Wenzel
Hügel vor den Berner Alpen – die Lüderenalp (1.141 m) ist einer der schönsten Aussichtspunkte des Emmentals.
Hügel vor den Berner Alpen – die Lüderenalp (1.141 m) ist einer der schönsten Aussichtspunkte des Emmentals.
Tour 3 führt durch das ländliche Idyll im Hochtal von Arni.
In der Abfahrt von der Fritzenfluh (Tour 2) fliegt man vorbei an Höfen und Linden.
Arbeit und Vergnügen auf der fast autofreien Radroute 99
Reiches Emmental: Wiesen, Felder, Höf
Bernhard Meier veredelt in der Käserei Hüpfen­boden die Milch (Tour 3)
Bauernhaus am Anstieg zur Hinteren Blapbach (Tour 3)

Bei aller Bescheidenheit der geografischen Ausdehnung bietet ein vielfältiges topografisches Angebot dem radsportlichem Spieltrieb einige Nahrung. Die Fahrt von Burgdorf durch das Lindental bis Worb ist lang und großzügig und die lichtüberfluteten Kretenstraßen im Norden von Sumiswald lassen die Schwerkraft vergessen. Das Emmental hält aber auch ein Dutzend Pässe bereit. Die Anstiege sind nie sehr lang, zum Teil aber recht giftig. Innerhalb von ein paar Tagen lässt sich dort eine Form aufbauen, die sich dann bald im angrenzenden Entlebuch ausprobieren lässt. Die Pässe Glaubenbielen und Glaubenberg, mit Abstecher zum Sarnersee, sind eine schöne Vorstufe zu den großen Alpenpässen.

Den gesamten Artikel und die GPS-Daten zu diesen Touren finden Sie unten als Download:

• Tour 1: Zur Fritzenfluh (100 Kilometer, 1.400 Höhenmeter, max. 12 Prozent Steigung)
• Tour 2: Herz-Route (85 Kilometer, 1.510 Höhenmeter, max. 14 Prozent Steigung)
• Tour 3: Steil zum Chuderhüsi (94 Kilometer, 2.350 Höhenmeter, max. 17 Prozent Steigung)
• Tour 4: Glaubensfrage (157 Kilometer, 2.700 Höhenmeter, max. 13 Prozent Steigung)