Die Gravel Trans Jura etabliert sich als neues Bikepacking-Format in der Schweiz und führt die Teilnehmer auf einer sorgfältig ausgearbeiteten Route über 400 Kilometer und 11.000 Höhenmeter von Baden nach Nyon. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bestimmt selbst Tempo und Tagesetappen. Gestartet wird am 5. oder 6. Juni 2026. Die Veranstalter betonen, dass es sich nicht um einen Wettkampf handelt, sondern um ein Radabenteuer, bei dem das Naturerlebnis im Vordergrund steht. Die Route bietet nach Angaben der Organisatoren spektakuläre Panoramen der unberührten Juralandschaft. Zugelassen sind sowohl Gravelbikes als auch Mountainbikes, während E-Bikes nicht erlaubt sind. Das Startgeld beträgt 260 Schweizer Franken (ca.280 Euro) bei einer Anmeldung bis zum 10. April 2026, danach erhöht es sich auf 310 Schweizer Franken. Die Teilnehmerzahl ist auf 400 Personen begrenzt.
Die Route der Gravel Trans Jura beginnt in der Bäderstadt Baden am Fuße des Juraausläufers "Lägern" und führt zunächst durch den Kanton Aargau mit seinen steilen Anstiegen und Abfahrten. Nach der Überquerung der Salhöhe wechselt die Strecke mehrfach zwischen den Kantonen Baselland und Solothurn. Ab Balsthal führt die Route in weniger besiedelte Gebiete und verläuft über den langgestreckten Rücken des Grenchnerbergs in den Berner Jura. Der Abschnitt durch den Kanton Neuenburg soll laut Veranstaltern besondere landschaftliche Highlights bieten. Über dem Neuenburgersee erreicht die Route den Kanton Waadt, den sechsten und letzten Kanton der Tour. Die Ortschaft Sainte-Croix auf 1100 Metern Höhe markiert einen der letzten größeren Siedlungspunkte, bevor die Strecke nahe der französischen Grenze zum Zielort Nyon am Genfersee führt.
Die Veranstalter haben die Strecke so konzipiert, dass etwa 75 Prozent auf Gravel- und Kiesstraßen verlaufen. Ergänzt wird die Route durch Asphaltabschnitte, Wiesenwege und einige wenige Singletrails. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten spätestens zwei Monate vor dem Event Zugang zum GPS-Track und einer Roadmap. Diese digitale Dokumentation enthält nicht nur die Streckenführung, sondern auch Informationen zu Unterkünften, Verpflegungsmöglichkeiten und Einkaufsgelegenheiten entlang der Route. Dies ermöglicht den Fahrerinnen und Fahrern, ihre Etappenplanung flexibel an die täglichen Bedingungen und das eigene Befinden anzupassen. Die Veranstalter betonen, dass die Route mit viel Liebe zum Detail designt wurde und die größten Highlights des gesamten Juras beinhaltet.
Neben der Beschränkung auf nicht-motorisierte Gravelbikes und Mountainbikes darf nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gefahren werden. Nachtetappen sind nicht erlaubt. Auch wenn es kein offizielles Ranking gibt, wird eine Zeitmessung durchgeführt, die für das Finisherdiplom relevant ist. Die Teilnahme am Openingevent am 4. oder 5. Juni 2026 ist für alle Teilnehmer obligatorisch. Für Verpflegung und Übernachtung sind die Fahrerinnen und Fahrer selbst verantwortlich, wobei die Roadmap alle notwendigen Informationen zu Versorgungsmöglichkeiten enthält.
Im Startgeld von 260 Schweizer Franken (rund 280 Euro) sind folgende Leistungen enthalten: GPS-Track der Strecke und Gravel Trans Jura App, die sowohl bei der Vorbereitung als auch während der Fahrt unterstützt. Die detaillierte Roadmap listet tabellarisch alle Unterkünfte, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten entlang der Route auf. Das gemeinsame Openingevent in Baden inklusive Abendessen, Empfang in Nyon sowie eine 24-Stunden-Hotline während des Events runden das Leistungspaket ab. Die Veranstalter betonen die Flexibilität des Konzepts: Ob luxuriöse Hotelübernachtungen oder Nächte im Schlafsack unter freiem Himmel – jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer kann das Abenteuer nach eigenen Vorstellungen gestalten.
Die Streckenführung mit 11.000 Höhenmetern auf 400 Kilometern und einem hohen Anteil an unbefestigten Wegen stellt gewisse Anforderungen an Mensch und Material. Gravelbikes oder Mountainbikes sollten entsprechend robust und für längere Touren ausgestattet sein. Da die Teilnehmer für ihre Verpflegung und Übernachtung selbst verantwortlich sind, ist je nach gewähltem Stil eine passende Bikepacking-Ausrüstung erforderlich. Die Organisatoren geben keine spezifischen Empfehlungen zur Reifenwahl oder anderen Ausstattungsdetails, jedoch lässt der hohe Anteil an Gravel- und Kiesstraßen auf die Notwendigkeit von geländetauglichen Reifen schließen. Die Möglichkeit, zwischen Hotelübernachtungen und Camping zu wählen, erlaubt es den Teilnehmern, die Menge des mitzuführenden Gepäcks selbst zu bestimmen.