Johnny Hoogerland erlangte einst Weltruhm, als er während der Tour de France 2011 von einem Auto angefahren wurde und brutal in den Stacheldraht krachte. Heute beherbergt der ehemalige Radprofi in seiner Pension in Velden am Wörthersee Radsportler aus aller Welt - und zeigt TOUR die schönsten Touren in seiner neuen Heimat
Die Deutschen, so klärt das Ferienportal „Ab in den Urlaub“ auf, reisen in den Flitterwochen entweder nach Mauritius oder auf die Malediven. Und unsere netten Nachbarn aus Holland? Sie radeln von Passau nach Kärnten. So zumindest machte das der ehemalige Radprofi Johnny Hoogerland mit seiner Frau Gerda Koops. 2017 radelten die Frischverliebten erst nach Zell am See, dann nach Lofer, weiter nach Bad Gastein. In Velden am Wörthersee war Schluss. Denn dort gefiel es vor allem Gerda, die mit ihrer Eislauf-begeisterten Familie schon etliche Male im Winter auf dem nahen Weissensee zum Schlittschuhlaufen gewesen war. Der liegt auf 930 Metern Höhe. Damit ist er Österreichs höchstgelegener Badesee – aber Ende Januar immer auch Schauplatz des alternativen Elf-Steden-Tocht, eines der größten Eissportspektakel, organisiert von Holländern. Johnny und Gerda einigten sich auf den Wörthersee, damit ihre Kinder besseren Anschluss haben würden. Wenn aber Gerda die Sehnsucht nach dem Eis packt, fährt sie an den Weissensee.
Schlittschuhlaufen ist aber nicht so das Ding von Johnny Hoogerland. Lieber bleibt er in seinem „Rennrad-Paradies“. Moment mal. Der Wörthersee ein Rennrad-Paradies? „Die Pyrenäen, die Dolomiten und auch die französischen Klassiker wie Mont Ventoux oder Col du Galibier kennt doch nun wirklich jeder“, sagt Johnny, während wir im Garten seiner „Pension Hoogerland“ sitzen. Im Jahr 2018 haben er und seine Frau das Urlaubsdomizil eröffnet, und seither beherbergen sie Radsportler aus der ganzen Welt.
Viele Hobbysportler wollen einmal mit dem Mann Rad fahren, der 2011 bei der Tour de France Weltruhm erlangte – wenn auch leider nicht mit einer sportlichen Bestleistung. Es geschah während der 9. Etappe, als Hoogerland vom Begleitfahrzeug eines TV-Senders angefahren wurde: Er kam von der Straße ab, krachte in einen Stacheldrahtzaun und überschlug sich. Es ging so schnell, erinnert sich Hoogerland, dass er nicht mal schreien konnte. Obwohl ihm kotzübel wurde, als er die tiefen Risse in seinem Fleisch sah, fuhr er weiter. „Das war meine erste Tour de France, da lasse ich mich doch nicht von einem Crash aufhalten“, sagt der heute 42-Jährige. Natürlich hatte er Schmerzen, in die Pedale konnte er aber noch treten. Im Ziel haben sie ihn dann erstmal zusammengeflickt. Mit insgesamt 33 Stichen. Danach streifte er sich im Ziel in Saint-Flour das Bergtrikot über. „Der härteste Profi der Tour“, lautete am nächsten Tag die „Bild“-Schlagzeile.
Der Holländer ist wirklich keiner, der sich von irgendetwas aufhalten lässt. Auch 2013 nicht, als er im Training an der spanischen Costa Blanca erneut von einem Auto abgeschossen wurde: die Lunge perforiert, fünf Rippen gebrochen, dazu eine Gehirnerschütterung und ein fünf Zentimeter langer Riss in der Leber. So stand es in der Krankenakte. Heute sind das die Geschichten, die Radsport-Fans immer wieder von ihm hören wollen. Aber reicht das aus als Grund, warum so viele Menschen zum Radfahren an den Wörthersee kommen? Er holt tief Luft, als würde seine Antwort etwas länger dauern. Erstens sei das Wetter hier wirklich überragend. Johnny hat Recht. 2.184 Stunden scheint die Sonne im Schnitt pro Jahr am Wörthersee.
Dann seien die Touren so abwechslungsreich wie nirgendwo sonst. „Hier kannst Du 100 Kilometer mit 500 Höhenmetern fahren, aber auch 50 mit 3.000 Höhenmetern“, sagt er. Einfach um den See herum, immer wieder rauf und runter ballern. Hoogerland nennt das die „härtesten Zick-Zack-Touren der Welt“. Ich wusste das nicht. Ich wusste über den Wörthersee vor allem, dass hier Promis wie Fiona Swarovski, der Volksrocker Andreas Gabalier und Milliardärin Ingrid Flick residieren. Sie lieben den wärmsten Alpensee Europas, wie auch Hollywood-Star John Travolta oder Schauspielerin Liz Hurley.
Wie viele Kilometer der ehemalige Radprofi auf den „Zick-Zack-Touren“ noch selbst fährt? Nicht mehr so viele wie in seiner aktiven Zeit. Das seien meist so 32.000 Kilometer im Jahr gewesen. „Diese Zeiten sind vorbei“, sagt er. Heute sei er nur noch Hobbyfahrer, komme auf „lediglich 27.000 Kilometer“. What? 27.000 Kilometer? Das reiche, sagt Hoogerland, um wie im Jahr 2021 den Ötztaler Radmarathon zu gewinnen und ebenso, um bei einigen anderen Granfondos noch mitzuhalten. Allerdings sei er nicht mehr so asketisch wie früher unterwegs, schließlich habe sein Leben nun andere Prioritäten. Um halb sechs in der Früh steht er auf, bereitet seinen Gästen das Frühstück. Fragen die ihn dann, ob er vielleicht eine Runde mitfahren wolle, sagt er selten nein. „Ich liebe Radfahren“, meint er. „Noch mehr liebe ich Radfahren ohne Druck“, fügt er lachend hinzu. Und dem ehemaligen Träger des Bergtrikots der Tour de France haben es am Wörthersee vor allem die steilen Anstiege angetan.
Damit weiß er sich einer Meinung mit dem österreichischen Alpenrocker Hubert von Goisern. Sowohl Hoogerland als auch von Goisern könnten es sich nicht vorstellen, in einem flachen Land zu leben. „Holland ist zwar nett. Aber der Landschaft fehlt die dritte Dimension. Ich habe gemerkt, dass mich eine vollkommen flache Landschaft depressiv macht. Ohne Berge werde ich auf Dauer schwermütig“, sagte der Musiker einst. Das liege sicher daran, dass er in den Bergen aufgewachsen sei. Sie ziehen seinen Geist in die Höhe. Ebenso findet Hoogerland es befreiend, wenn er „da oben“ über den Dingen steht, um sich einen Überblick über „das da unten“ zu verschaffen.
Nun will Johnny mir endlich einer seiner „Zick-Zack“-Tour zeigen. Ich will ganz genau wissen, wohin wir nun fahren. „Nichts da“, sagt er. Er verspricht mir eine einzigartige Tour, ich soll mich einfach überraschen lassen. Das gelingt ihm. Kaum verlassen wir seine Pension, geht es nach 50 Metern schon steil nach oben. „Was soll das jetzt?“, frage ich ihn. Johnny lacht: „Das hättest du nicht gedacht, oder?“ Nein, das habe ich nicht erwartet. Das gibt es doch gar nicht, denke ich. Wir fahren, so zeigt es sein Computer, mit zehn Stundenkilometern bergwärts. Ich will von Johnny wissen, mit welchem Speed er hier normalerweise hoch fährt. „Mei, nicht viel schneller. Meist so 20, 22 Sachen“, sagt er. Das ist doppelt so schnell, wie wir gerade fahren. Danke!
Mitten im Kurbeln erklärt er mir, dass er das High-Tech-Zeug für die Routenplanung zwar alles ganz okay finde, dennoch hat er extra einen Leitz-Ordner mit den besten Touren am Wörthersee angelegt. Darin seien die „absoluten Leckerbissen“, behauptet Johnny. Nicht auf Strava und Komoot. Warum solle er auch, fragt Hoteldirektor Hoogerland, seine besten Touren, die er sich über all die Jahre selbst erarbeitet hat, kostenlos zur Verfügung stellen? Ich solle ihn nicht falsch verstehen, meint er. Natürlich teile er gerne sein Radglück mit anderen. Dennoch müsse er ja auch von etwas leben. Und das seien nun mal seine Gäste. Ich lasse nicht locker. Wenn er mir nicht seine vier besten Routen verrät, breche ich die Tour ab und fahre nach Hause, drohe ich. „Okay, okay. Weil Du es bist“, sagt er. Und lacht sich schlapp. Wir fahren weiter. Wir lachen weiter. Wobei ich, je steiler die Rampe wird, immer mehr nach Luft schnappe. Heute – zumindest verrät er das – fahren wir das Nordufer entlang, immer rauf und runter.
Und was ist mit dem Drei-Länder-Giro?, will ich von ihm wissen. Das ist eine Tour, die von Johnnys Heimat, also Velden am Wörthersee, durch Österreich, Italien und Slowenien führt. Die kürzere Variante ist 105 Kilometer lang und überwindet 1.100 Höhenmeter – über den Wurzenpass, Tarvisio und den Alpe-Adria-Radweg wieder zurück. Die längere Variante geht über 162 Kilometer und 2.804 Höhenmeter. Die Touren seien schon okay, sagt er. Allerdings sei ihm da meist viel zu viel los. „Bumsvoll“, vor allem im Sommer. Wie viele Autos wir in den letzten zwei Stunden gesehen hätten, will er von mir wissen. Kaum welche, antworte ich. Siehst, sagt er. Und gibt Vollgas. Ich hechle hinterher.
Man kann machen, was man will, Hoogerland ist von Routen, die vom Wörthersee weiter wegführen, einfach nicht zu überzeugen. Also kurbeln wir Kerschberg hoch, dann St. Martin am Techelsberg, Untergöriach, Goritschen. Alles rauf und runter. Ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht. Sobald wir oben sind, geht es wieder runter. Sobald wir unten sind, geht es sofort wieder hoch. Dann sind wir unten. Zum Glück. Endlich gibt’s mal was zu futtern. Wir kehren in das Seehotel Dr. Jilly ein. Das Fleisch und der Fisch kommen aus maximal 100 Kilometern Entfernung. Wir essen Lachs mit Kartoffeln und Gemüse. Nach der Rückfahrt gehen noch auf ein schnelles Bier. Dabei erzählt er mir, wohin ich am nächsten Tag fahren soll. Er schickt mich auf den Pyramidenkogel. „Is subbr“, sagt er. Er muss zum Handball. Seine Tochter spielt sonntags immer Handball.
Also fahre ich am nächsten „subbr“ Tag den See entlang. Die Strecke ist ein Traum. Dann biege ich rechts ab. Was ist denn jetzt schon wieder los? Wieder geht es steil nach oben. „Dass es auch am Wörthersee Berge gibt, beweist diese Etappe“, sagt Peter zu mir. Peter Peschel ist der Tourismus-Direktor, der hier gerade alles auf Nachhaltigkeit trimmt. Noch bevor es auf den Pyramidenkogel geht, so der Peter, müsse ich den Rupertiberg „bezwingen“. Es klappt. Oben angekommen ist der Blick herrlich, die Karawanken wirken zum Greifen nah. Der Anstieg zum Pyramidenkogel, 851 Meter hoch, ist zwar wirklich nicht lang. Aber: „Zeit, dass Du dich bei dem Anstieg irgendwo mal schnell erholen kannst, hast Du keine. Gar keine“, sagt Peter. Und lächelt.
Mir knurrt der Magen. Also fahre ich in den “See.Stern”. Das hat mir Peter empfohlen. Als ich reingehe, bin ich überrascht. Man hat nicht das Gefühl, als würde man seine Spaghetti in Kärnten bestellen. Es kommt mir vor, als wäre ich irgendwo in Cannes. Schnell noch einen Espresso, dann geht es weiter. Wie es mir Johnny befohlen hat. Rauf und runter. Nur die Südseite des Wörthersees entlang. Bis zu meinem Ausgangspunkt, Velden. Dann schieße ich weiter ins Hinterland. Auf Empfehlung fahre ich in die “Sternberg Gasthaus Messnerei”. Um in das Lokal von Stefan Sternad zu kommen, muss man jedoch wieder mal so einen unfassbar steilen Anstieg erklimmen. Das glaubt mir doch wirklich kein Mensch, dass es hier schon wieder so steil nach oben geht. Und das an einem See!
Dann bleibt mir die Spucke weg. Wie schön es doch hier mit dem Blick auf die Karawanken – den Gebirgsstock der Südlichen Kalkalpen – ist. Stefan wartet schon bei seinem Kraftplatz auf mich. Der Mann, dessen Lokal vom „Gault Millau“ schon zum „Wirtshaus des Jahres“ gewählt wurde, macht alles richtig. Schließlich kommen zu dem Hobby-Triathleten Gäste aus der gesamten Alpe-Adria-Region, also Slowenien, Italien – aus der ganzen Welt. Warum? Der Gastronom hat das nachhaltigste Lokal hier. Beispiele gefällig? Der Fisch kommt von Markus Payr, Brokkoli vom Gailtaler Gemüsebauer Stefan Bachmann. Stefans Säfte und sein Gin stammen von Brigitte Fischer, der Wein von Alexander Egger vom Weingut Sternberg. Ein Auto bräuchten Brigitte und Alexander eigentlich nicht. Beide können ihren Holundersaft und Sauvignon Blanc in Stefan Sternads Lokal hochtragen.
Stefan lebt hier im Naturparadies Wörthersee. Noch krasser ist seine Wohnung, genau neben dem See.Stern. Die gesamte Glasfassade öffnet sich zum See. Während andere Menschen auf dieser Welt jeden Morgen einen Anzug anziehen und sich in ihren stinkigen Verbrenner setzen, zieht Stefan einen Neoprenanzug an und springt von seiner Terrasse aus in den See. Warum? Stefan will 2026 am Wörthersee-Triathlon teilnehmen. Für ihn muss also kein Schwimmbad geheizt werden. Er muss auch nirgendwo hinfahren. Er muss nur von seiner Terrasse springen. In den nächsten Wochen muss er aber auch mal Rad fahren. Mit wem er fährt? Mit Johnny. Wohin sie fahren? Das verrät der mal wieder nicht. Nur so viel: Er kenne da eine Zick-Zack-Strecke mit ein paar Tausend Höhenmetern ...
Nachhaltiger geht es nicht: Erst mit der Bahn zum wunderschönen Wörthersee, dann mit dem „Bahnhof-Shuttle Kärnten“ zur Unterkunft. „Der Service funktioniert denkbar einfach“, erklärt Tourismusdirektor Peter Peschel. Bis 18.00 Uhr am Vortag der Reise kann man auf der Website den Shuttle-Service vom Bahnhof zum Hotel buchen; eine Reservierungsbestätigung erhält man entweder per SMS oder E-Mail. In der Region Wörthersee kann man das Bahnhof-Shuttle an den Bahnhöfen Velden, Pörtschach und Klagenfurt nutzen.
Smart, urban und auch noch stylish: Das Rocket Rooms-Hotel in Velden am Wörthersee. Zwei Seezugänge, große Sonnenterrasse, Indoor-Wellnessbereich Und „Fancy-Frühstück“ – empfehlenswert!
Mit dem Rennrad lässt sich vom Wörthersee aus Kärnten sowie der gesamte Alpe-Adria-Raum entdecken. Bei fast allen, insbesondere den längeren Touren, finden sich Varianten, um die Strecke auch mal zu verkürzen.
Ausdauersport kann man am Wörtersee auch im Winter betreiben: beim „Wörthersee Extrem“-Ultratrail. Das Wander-Event führt über 62 Kilometer und 1.800 Höhenmeter, bei jedem Wetter. Gestartet wird nachts im Kurpark Velden, dann geht’s ohne Halt durch die Nacht bis zur Labestation beim Restaurant Karawankenblick am Abstieg vom Pyramidenkogel. Von dort aus weiter nach Klagenfurt zum zweiten Frühstück. Auf der weiteren Strecke warten Aufwärm- und Labestationen beim Gut Draßing in Krumpendorf und beim Thaddäushof in Sekull.
Wellness mit Blick aufs Wasser ist ein besonderes Kennzeichen der Hotellerie am und um den Wörthersee. Zu nennen sind das beheizte Seebad im Hotel Schloss Seefels mit dem Felsen-Spa, Werzers Badehaus, die See-Sauna im Hotel Villa Rainer sowie das Aquapura SPA im Falkensteiner Schlosshotel Velden. Im Hotel Balance folgt man der Jahrtausende alten Gesundheitslehre der Kelten und Römer. In Krumpendorf steht der Jägerhof für ein umfassendes Spa-Angebot. Umfangreiche Wellness- und Gesundheitsangebote findet man ebenfalls im Mayr&more-Golfhotel, dem Seehotel Dr. Jilly und dem Vivamayr.
Das Wörthersee Gravel Race findet am 12. April 2026 statt, ist Teil der UCI-Gravel World Series und ein Qualifikationsrennen für die Gravel-Weltmeisterschaft. Neben dem Rennen für Profis werden auch Wettbewerbe für Hobbysportler angeboten. Es gibt zwei Strecken über 84 Kilometer und 1.000 Höhenmeter bzw. 136 Kilometer und 1.500 Höhenmeter.
Der 851 Meter hohe Pyramidenkogel liegt südlich des Wörthersees auf dem Gebiet der Gemeinde Keutschach. Den Gipfel überragt ein 2013 neu erbauter, 100 Meter hoher Holzturm. Von zwei übereinanderliegenden Aussichtsplattformen eröffnet sich ein einzigartiger Rundblick über Kärnten und seine Seenlandschaft. Der Turm beherbergt auch eine 120 Meter lange Rutsche, die 52 Höhenmeter überwindet. Auf die Aussichtsplattformen gelangt man mittels Aufzug oder über eine Treppe mit 441 Stufen.
Vom Wasser aus auf die umliegenden Berge und die Landschaft zu schauen, ist mindestens so faszinierend wie der Blick von den Bergen ins Tal und auf den See. Die Flotte aus fünf Schiffen, darunter Österreichs letztes Schrauben-Dampfschiff Thalia, verkehrt im Linienbetrieb zwischen Klagenfurt und Velden von Mitte April bis Ende Oktober.
Das Gasthaus Messnerei am Sternberg ist ein kulinarisches Kleinod an einem besonderen Ort. Verarbeitet werden bodenständige Produkte aus der Regionzu einer leichten, gesunden Küche, inspiriert von der Natur und mit Zutaten aus den Wäldern und Wiesen der Umgebung.
Der See.Stern liegt malerisch direkt am Wörthersee, inklusive Marina. Die Lage ist hervorragend erreichbar – egal, ob mit dem Boot, Rad oder Auto (Parkplätze direkt vor der Haustüre). Das Besondere: Hier teilt man gerne. „Bestellt euch einfach, was ihr wollt, wir stellen euch alles in die Mitte und bringen euch die Teller dazu“, steht auf der Speisekarte.
Für seine Feinschneckerei züchtet Christoph Salanda jedes Jahr rund 80.000 Weinbergschnecken. Sie sind nahezu cholesterinfrei, enthalten wenig Fett und viel Eiweiß. „Das Fleisch der Zukunft“, prognostiziert Salanda, „Schneckenfleisch ist Superfood.“ Wer’s probieren will:
Die frischen Fischbrötchen von Christian Pontasch-Müller, Berufsfischer am Wörthersee. Zubereitet von seiner 89-jährigen Mutter, zu finden am Benediktinermarkt in Klagenfurt.
Alle vier Touren entstammen dem „Leitz-Ordner“ von Johnny Hoogerland, die er uns freundlicherweise überlassen hat. Tour 1 führt über den Höhenrücken zwischen Wörthersee und Ossiacher See bis auf knapp 1000 Meter Höhe.
Durchs südliche Hinterland des Wörthersees, vorbei am Keutschacher See; es folgt der Abstecher auf den Pyramidenkogel, bevor es über Reifnitz, Keutschach und Viktring am Südufer des Sees zurück nach Velden geht.
Seefahrt mit Hinterland-Erkundung: Von Velden über Pörtschach bis Krumpendorf; dann dreht die Tour nordwärts über Seigbichl, Klein St. Veit und Sankt Bartlmä, weiter nach St. Martin am Techelsberg und über Dröschitz, Wurzen und Oberjeserz wieder nach Velden.
Im Süden des Wörthersees führt diese Tour in einer Schleife nördlich bzw. ab Freistritz im Rosental wieder südlich der Drau durchs österreichisch-slowenische Grenzgebiet, wo viele Orte schon zweisprachige Namen tragen.