Die schönsten Anstiege des Piemonts: Der Colle del Nivolet - Colle del Nivolet: Ein Riese im DämmerschlafFoto: Matthias Rotter

ItalienDie schönsten Anstiege des Piemonts: Der Colle del Nivolet - Colle del Nivolet: Ein Riese im Dämmerschlaf

Am Nordrand des Piemonts liegt ein Pass-Riese im Dämmerschlaf: der Colle del Nivolet mit 2.612 Metern ist nur einseitig befahrbar und daher weitgehend unbekannt.

Mit 2.320 Metern Höhenunterschied zählt der Colle del Nivolet zwar zu den gewaltigsten Anstiegen der Alpen, trotzdem fristet er ein Schattendasein, weil nur seine Südostrampe vollendet wurde. Geplant war einst, eine Verbindung aus dem Großraum Turin ins obere Aostatal zu schaffen, doch die Errichtung des Gran-Paradiso-Nationalparks vereitelte das Projekt. Und so endet die Straße etwa zwei Kilometer hinter der Passhöhe, unweit des Rifugio Savoia, an einem rostigen Schlagbaum. Erst 600 Höhenmeter tiefer im Weiler Pont, am hintersten Ende des Valsavarenche-Tals, beginnt wieder eine asphaltierte Straße. Dazwischen verläuft für einige Meter eine angedeutete Trasse, die bald zum Saumpfad schrumpft.

Lediglich durch eine Bergkette getrennt, liegt elf Kilometer Luftlinie entfernt vom Nivolet der prominente französische Nachbarpass Col de l’Iséran. Landschaftlich hat der Italiener deutlich die Nase vorn. Keine Lifte verunstalten seine Hochgebirgswelt.

Alle Informationen über den Colle del Nivolet erhalten Sie unten im PDF-Download.

   	Auf rund 2.000 Meter endet die Straße in Pont am Fuß des Gran Paradiso. Ab hier gibt es nur einen Saumpfad zum Pass.
Foto: TOUR Magazin
Auf rund 2.000 Meter endet die Straße in Pont am Fuß des Gran Paradiso. Ab hier gibt es nur einen Saumpfad zum Pass.