EuropaRennrad-Touren in Fjord-Norwegen - Fjord-Norwegens dramatische Kulisse für Rennradfahrer

Rennrad-Touren in Fjord-Norwegen - Fjord-Norwegens dramatische Kulisse für RennradfahrerFoto: Martin Kirchner

Im Westen Norwegens, wo im milden Golfstrom-Klima sogar Äpfel und Birnen wachsen, schufen eiszeitliche Gletscher und das Meer eine grandiose, zerklüftete Landschaft aus Fels, Eis und Wasser.

Es gibt schlechtere Treffpunkte als die Terrasse des altehrwürdigen Sandven-Hotels in Norheimsund. Terje Ljones, Arve Øyri und Olav Byrkjeland – allesamt Mitglieder des Hardanger Radclubs – rühren dort in ihren Kaffeetassen und warten auf den Besuch aus Deutschland. Sie tragen schicke, blau-grüne Vereinstrikots, Hauptsponsoren sind eine Lachsfarm und ein Wasserkraftwerk. Die drei Radsportler schauen über den Hardangerfjord – den "König der Fjorde", wie man in Norwegen sagt. Und was sie sehen, ist unfassbar schön: sanft geschwungene Almen, die nördlichsten ­Apfelplantagen Europas, die das Fjordufer im späten Frühjahr in ein weiß-rosa Blütenmeer verwandeln, und sattgrüne Weiden, auf denen verstreut Holzhäuser stehen, in Dunkelrot, Weiß oder Gelb gestrichen. Über all dem ragen, eingerahmt von dunklen Wäldern, Felsen in den Himmel – mal zackig markant, wie in den Dolomiten, dann wieder rund wie Vulkankegel. Und zur Krönung des "Königs" glitzert weit oben das Eis des Folgefonna-Gletschers in der Morgensonne.

Gesäumt werden der Hardangerfjord und seine vielen ­verästelten Nebenarme von kaum befahrenen Nationalstraßen, die bisweilen so schmal sind wie ein Doppelbett. Und die hinter fast jeder Kurve Ausblicke bereithalten, die Besucher, wie meinen Kumpel Martin und mich, fast aus den Pedalen hauen. Als wir die Jungs vom Hardanger ­Sykkelklubb auf der Terrasse treffen, liegen bereits zwei Tagestouren in der Region Hordaland hinter uns. Zwei Tage, an denen wir uns öfters dabei erwischt haben, dass wir wie senile Männer vor uns hinbrabbelten: "Boah ey, Alter!" oder "Ist das geil!" oder gar "Alter Schwede!" – was ja ­blöder kaum sein kann, wenn man im norwegischen Fjordland unterwegs ist. Aber irgendwie musste unsere Begeisterung einfach ungefiltert raus.

Feines Plätzchen: das Rosendal TuristhotellFoto: Martin Kirchner
Feines Plätzchen: das Rosendal Turisthotell
Einmal tief durchatmen am Hardangerfjord zwischen Utne und JondalFoto: Martin Kirchner
Einmal tief durchatmen am Hardangerfjord zwischen Utne und Jondal
Nord-Äpfel:  Am Hardangerfjord finden sich die nördlichsten Apfelplantagen EuropasFoto: Martin Kirchner
Nord-Äpfel: Am Hardangerfjord finden sich die nördlichsten Apfelplantagen Europas
Baden, angeln, Bötchen fahren – man könnte ­ das Rad auch mal einen Tag stehen lassen ...Foto: Martin Kirchner
Baden, angeln, Bötchen fahren – man könnte ­ das Rad auch mal einen Tag stehen lassen ...
Da rauscht’s zu Tal: Wasserfall bei RosendalFoto: Martin Kirchner
Da rauscht’s zu Tal: Wasserfall bei Rosendal
Grandios Auf dem Weg zum ­Folgefonna-Gletscher, ­ im Hintergrund der Blådalsvatnet-StauseeFoto: Martin Kirchner
Grandios Auf dem Weg zum ­Folgefonna-Gletscher, ­ im Hintergrund der Blådalsvatnet-Stausee
Ein See am anderen auf dem Weg zum Folgefonna-GletscherFoto: Martin Kirchner
Ein See am anderen auf dem Weg zum Folgefonna-Gletscher
Das Städtchen Rosendal ­ist Ausgangspunkt erlebnisreicher FjordtourenFoto: Martin Kirchner
Das Städtchen Rosendal ­ist Ausgangspunkt erlebnisreicher Fjordtouren
Feines Plätzchen: das Rosendal TuristhotellFoto: Martin Kirchner
Feines Plätzchen: das Rosendal Turisthotell
Einmal tief durchatmen am Hardangerfjord zwischen Utne und JondalFoto: Martin Kirchner
Einmal tief durchatmen am Hardangerfjord zwischen Utne und Jondal
Einmal tief durchatmen am Hardangerfjord zwischen Utne und Jondal
Nord-Äpfel:  Am Hardangerfjord finden sich die nördlichsten Apfelplantagen Europas
Baden, angeln, Bötchen fahren – man könnte ­ das Rad auch mal einen Tag stehen lassen ...
Da rauscht’s zu Tal: Wasserfall bei Rosendal
Grandios Auf dem Weg zum ­Folgefonna-Gletscher, ­ im Hintergrund der Blådalsvatnet-Stausee
Ein See am anderen auf dem Weg zum Folgefonna-Gletscher
Das Städtchen Rosendal ­ist Ausgangspunkt erlebnisreicher Fjordtouren
Feines Plätzchen: das Rosendal Turisthotell

Ob Terje, Arve und Olav eigentlich wüssten, in was für einer paradiesischen Ecke sie leben und Rad fahren? "Ach ja", sagt Terje und rührt weiter in seinem Kaffee, "wir ­kennen es ja nicht anders." Auch Arve weiß nicht so recht, was er sagen soll: "Ja, wir haben schon viel Natur hier. Aber für uns ist das normal", sagt er. Und schiebt hinterher, als wolle er sich dafür entschuldigen: "Aber dafür ist das Wetter hier nicht so toll."

Da können wir ihm nicht widersprechen. Ein Sonnen­paradies ist Fjord-Norwegen nicht gerade. Bergen, die Hauptstadt des Hordalandes, gilt gar als regenreichste Stadt Europas. Als wir zwei Tage zuvor die freundliche ­Dame der Touristen-Information in Rosendal nach der Wettervorhersage fragen, strahlt sie übers ganze Gesicht und rattert die angesagten Werte für den kommenden Tag herunter: "Morgens gibt es ein paar Schauer, dann ist es heiter bis wolkig, am frühen Nachmittag kommt ein wenig Nieselregen, aber später scheint bis abends die ­Sonne." Was Radler im Süden Europas eher in Depressionen ­stürzen würde, ist im Norden Grund zur Freude. Dumm nur, dass die Vorhersage dann doch nicht stimmt und wir am nächsten Tag fünf Stunden durch den strömenden ­Regen pedalieren ...

Den gesamten Artikel und die GPS-Daten zu diesen Touren finden Sie unten als Download:

• Tour 1: Sykkelklubb-Hausrunde (113 Kilometer, 1.600 Höhenmeter, max. 11 % Steigung)
• Tour 2: Panoramatour (90 Kilometer, 1.170 Höhenmeter, max. 12 % Steigung)
• Tour 3: Bike & Boot (95 Kilometer, 1.320 Höhenmeter, max. 12 % Steigung)
• Tour 4: Gletscher-Tour (114 km, 1.900 Höhenmeter, max. 23 % Steigung)

  Den gesamten Artikel mit Infos zur Komfortgeometrie, dem Weg zum richtigen Rahmen und allen Testergebnissen im Überblick finden Sie in TOUR 5/2015: <a href="http://w<a href="https:<a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.pressmatrix.tourmagazin&hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">//itunes.apple.com</a>/de/app/tour-das-rennrad-magazin/id698586715?mt=8" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ww.delius-klas</a>ing.de/zeitschriften/TOUR+6%2F2015.210172.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heft bestellen-></a> TOUR IOS-App-> TOUR Android-App->Foto: Roth-Foto
Den gesamten Artikel mit Infos zur Komfortgeometrie, dem Weg zum richtigen Rahmen und allen Testergebnissen im Überblick finden Sie in TOUR 5/2015: //itunes.apple.com/de/app/tour-das-rennrad-magazin/id698586715?mt=8" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ww.delius-klasing.de/zeitschriften/TOUR+6%2F2015.210172.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heft bestellen-> TOUR IOS-App-> TOUR Android-App->