Kroatien – NorddalmatienRennradtouren rund um die Weltkulturerbe-Stadt Zadar

Christiane Bertelsmann

 · 11.11.2022

Kroatien – Norddalmatien: Rennradtouren rund um die Weltkulturerbe-Stadt ZadarFoto: Martin Kirchner
Landzunge oder Insel? Im Archipel rund um die Stadt Zadar ist die Adria zumindest immer nah

Feine Strecken im Hinterland von Zadar, davor das blaue Mittelmeer, aus dem Dutzende Inseln ragen – wunderschön und einige davon rennradtauglich. Warum sind Touren im Norden Dalmatiens eigentlich noch kaum bekannt?

Die Stadt Zadar an der kroatischen Adriaküste in Norddalmatien ist der Verwaltungssitz der gleichnamigen Gespanschaft, also einer regionalen Verwaltungseinheit. Viele kleine und größere langgestreckte Inseln und Inselchen an der Küste, eine zumindest zwischen Zadar und Nin fruchtbare Hochebene, im Norden angrenzend an das Velebit-Gebirge – so lässt sich die Region charakterisieren. Wer in den 60er- oder 70er-Jahren Kind und Fan der Winnetou-Filme war, kennt das Velebit-Gebirge – dort wurde damals gedreht. Der Archipel vor Zadar erstreckt sich von Nordwest nach Südost, als wären die Inseln mit einem schwungvollen Pinselstrich hingemalt. Die größte in der Gespanschaft Zadar ist die weitgehend baumlose, schmale, aber 60 Kilometer lange Insel Pag, die mit dem Festland durch eine eindrucksvolle Brücke verbunden ist. Gegenüber der auf einer Halbinsel gelegenen mittelalterlichen Stadt Zadar erweitern die Inseln Ugljan und Pašman unser Tourengebiet – man meint, mal eben hinschwimmen zu können, tatsächlich liegen sie fast eine halbe Fährstunde entfernt.

Verlagssonderveröffentlichung

Traumstraßen am Meer

Die Region ist eher hügelig als bergig, aber ein paar Höhenmeter kann man auch rund um Zadar sammeln. Lange, steile Anstiege finden sich wenige, dafür kurze, heftige, etwa auf der Insel Pak, auf Ugljan oder im Landesinneren. Der Weg zu Letzterem führt über lange, gerade Strecken – dafür versöhnen die oft einsamen Sträßchen direkt am Meer entlang mit tollen Blicken. Was die Infrastruktur für Rennradfahrer angeht, so ist gerade in Zadar noch Luft nach oben: Der Weg aus der Stadt führt oft über verkehrsreiche Straßen. Viele Radwege entlang der Hauptstraßen – so es überhaupt welche gibt – enden abrupt im Schotter oder an einer Gehwegkante. Gut ist, dass viele Straßen in den vergangenen Jahren frisch asphaltiert wurden, nur vereinzelt trafen wir auf raueren Belag und Baustellen. Und hat man Zadar verlassen, verebbt der Verkehr – überholt wird aber oft trotzdem sportlich. Tipp Außerhalb der Hochsaison im Juli und August, wenn’s sowieso zu heiß ist zum Radfahren, herrscht deutlich weniger Verkehr.

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