Kurz vor Mitternacht ist mir kalt, alles ist nass. Bei jeder Kurbeldrehung spüre ich Wasser in meinem Schuh hin und her schwappen. Wir radeln im Licht unserer Lampen auf einem Schotterband irgendwo im Grenzgebiet zwischen Österreich und Deutschland. Permanent schießt mir das Hinterrad meines Vordermanns Steinchen ins Gesicht. Die weißen Verbände an meinem Bein sind mittlerweile grau vom Regenwasser. Es ist so weit: Zum ersten Mal auf dieser Tour, nach mehr als 16 Stunden und 300 Kilometern, stelle ich mir die Sinnfrage – oder wie Mitfahrer Max sagen würde: die Frage nach dem Inn des Lebens. Warum diese Quälerei, freiwillig, von niemandem dazu gezwungen? Öffnet sich hinter der Leidensgrenze ein Land der Freude? Ich weiß es nicht.
Nur eines ist klar: Das alles hat eine Vorgeschichte. Vor einem Jahr war ich mit ein paar Kumpels die Isar von der Quelle bis zur Mündung entlanggegravelt, 300 Kilometer von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Emotional davon besoffen, dachten wir, das lässt sich doch noch toppen. Schnell kamen wir auf den Inn, mit 517 Flusskilometern einer der längsten und mächtigsten Flüsse der Alpen. Die Strecke könnte in 24 Stunden machbar sein. Und obwohl ich nach einem an Skitouren reichen Winter nicht viel Rad gefahren war, war ich mir trotzdem sicher, dass meine Kondition schon irgendwie reichen wird. Andere Dinge bereiteten mir mehr Kopfzerbrechen. Was, wenn das Wetter nicht mitspielt? Wie kämpfe ich gegen die Müdigkeit in der Nacht? Wird der Körper die Strapazen mitmachen oder werden Rücken, Knie oder Hintern streiken? Ich legte mir Strategien zurecht, um im Fall der Fälle meine Motivation hoch zu halten.
Maloja, 7.30 Uhr, Ende Juni. Endlich ist es so weit: In freudiger Erwartung der nächsten 24 Stunden rollen wir los. Malerisch geht es vorbei am vom Inn gespeisten Silsersee und durch St. Moritz. Das Wetter ist perfekt, vielleicht etwas zu warm. Auf schmalen Pfaden und Forststraßen begleiten wir den jungen Inn, der am Oberlauf noch so wild und ursprünglich durchs Engadin rauscht wie die Begeisterung aus Jan: „Männer, ich sag’s ja, mit dem Rennrad kann man nicht, mit dem Mountainbike will man nicht. Das ist pure Gravelfreude!“ Er hat recht, viele Wege sind mit dem Rennrad nicht zu bewältigen, aber zu anspruchslos, um mit dem Mountainbike Spaß zu haben.
Obwohl es prinzipiell bergab geht, fordern uns einige kurze, aber steile Anstiege. Auf der Straße geht’s sogar zweimal etwas länger bergauf, dort zeigen sich zum ersten Mal die Leistungsunterschiede in der Gruppe. Vorne macht Felix das Tempo, für ihn scheint sich die Steigung nur nach leichtem Gegenwind anzufühlen. Der Rest reiht sich hinter ihm auf. Max, ein Ex-Mountainbike-Enduro-Profi, der in seinem Leben erst einmal eine Distanz von mehr als 200 Kilometern mit dem Rad gefahren ist. Ganz anders Tom, Besitzer eines Bikeshops in München, der bei Distanzen jenseits der 200 Kilometer erst in Fahrt kommt. Dazu noch Jan, der trotz wenig Training – aber mit umso mehr mentaler Stärke – wahrscheinlich jede Herausforderung auf dem Rad annimmt und meistert. Auch Achim und ich haben dieses Jahr wenig mit dem Rad trainiert, hoffen aber, dass uns die vielen Kilometer aus alten Zeiten retten – Achim und ich sind früher zusammen Amateurrennen gefahren. Dazu noch Paddy Graham, ein Red-Bull-Freeski-Profi, der die Tour als Abschluss und Höhepunkt seines Ausdauertrainings für den nächsten Winter eingeplant hat, und Fotograf Baschi, der in vielen Sportarten zu Hause ist.
Im Schweizer Ort Martina verlassen wir Graubünden und überqueren die Grenze nach Tirol. Dort, nach etwas mehr als hundert Kilometern, steht die erste lange Pause an. Danach bleibt die Strecke abwechslungsreich. Felix hält mit einer beeindruckenden Leistungsfähigkeit das Tempo hoch. Auf flachen Abschnitten fahren wir fast 40 km/h. Nach und nach verliert der Inn, der an unserer Seite fließt, seine ursprüngliche Wildheit. Von Kilometer zu Kilometer wirkt der mittlerweile stattliche Fluss zahmer und zahmer. Hinter Landeck biegen wir ein auf eine Baustellenstraße parallel zur Inntalautobahn. Durch den Regen der vergangenen Wochen haben die Zwillingsreifen der LKW grobe Spurrillen im Untergrund hinterlassen, der jetzt trocken, hart und staubig ist, aber hohes Tempo erlaubt. Achim und ich fahren ganz am Schluss der hetzenden Meute, die so viel Staub aufwirbelt, dass wir fast nichts sehen, nur die Hinterräder unserer Vordermänner. Um den Windschatten nicht zu verlieren, kleben wir an den Hinterrädern wie Kleinkinder an der Mutter. Dicht an dicht holpern wir über die Staubpiste, als plötzlich mein Vorderrad in eine tiefe Spurrille einfädelt. Ich gehe unsanft zu Boden, spüre beim Aufprall ein Knacken in der Brust und rutsche ein gutes Stück über den Boden.
Schnell bin ich wieder auf den Beinen. Hose und Trikot sind kaputt, einiges an „Tapete“ ist auch zerfetzt. Zum Glück ist das Rad nahezu unbeschädigt. Ich bitte Achim, meine Wunden anzusehen. Als er mir auf den Brustkorb drückt: ein stechender Schmerz. Ich bin ich mir sicher, dass eine Rippe gebrochen ist. Meine Atmung ist zum Glück nicht eingeschränkt. Wir versuchen die Wunden zu reinigen. Nach der Desinfektion der Blessuren mit einem Handdesinfektionsmittel wird mir schlecht vor Schmerz. Ich spüre einen leichten Blutgeschmack im Mund. Trotzdem will ich nicht aufgeben, ich will die Tour zu Ende fahren! Allerdings liegen noch 320 Kilometer vor uns, eine realistische Einschätzung, ob ich es schaffe, scheint mir jetzt völlig unmöglich. Deshalb fahren wir erst einmal weiter. Noch stören die Verletzungen nicht beim Treten und wenn es mit den Schmerzen so bleibt, sollte es gehen …
Etwa eine Stunde später erreichen wir Innsbruck, wo die nächste Pause geplant ist. Am Begleitfahrzeug gibt es an Verpflegung alles, was das Radlerherz begehrt. Auf mich wartet Paddys Frau, sie ist Ärztin und kümmert sich um meine Wunden. Mein Sturz und die Nachbehandlung kosten uns insgesamt rund eine Stunde, das ärgert mich sehr. Umso dankbarer bin ich für die Gelassenheit und das Verständnis meiner Mitfahrer.
Die Sonne steht mittlerweile tief und wir genießen das Licht und die milden Temperaturen in den frühen Abendstunden. Innsbruck liegt jetzt schon fast zwei Stunden hinter uns, als Baschi nach vorne prescht und bittet, das Tempo zu reduzieren: Ihm gehe es nicht gut. Seine Gesichtsfarbe unterstreicht seine Bitte. Kurze Zeit später muss er sich mehrfach übergeben. Auf eine blumigere Beschreibung dessen, was er durchlebt, verzichte ich. Keiner möchte mit ihm tauschen, eine Weiterfahrt scheint unmöglich. Aber Baschi ist ein Kämpfer mit eisernem Willen. Nach ein paar Minuten schwingt er sich wieder in den Sattel. Keine 500 Meter später muss er sich erneut übergeben. Jetzt wird klar, dass Wille allein nicht reicht, dass sein Körper zu geschwächt ist.
Die positive Stimmung in der Gruppe verschwindet wie der blaue Himmel, den jetzt dunkle Wolken am Horizont verdecken. Ein Gewitter zieht auf. Dramatischer hätte es auch ein Blockbuster nicht darstellen können. Achim und Max bleiben bei Baschi, bis das Begleitfahrzeug eintrifft. Der Rest rollt langsam weiter, um in Bewegung zu bleiben. Nach einiger Zeit schließen die Baschi-Kümmerer wieder zu uns auf, und wir nehmen Tempo auf. Langsam bessert sich die Stimmung – und auch das Gewitter ist an uns vorübergezogen.
Dafür haben wir einen beachtlichen Knick im Zeitplan. Deshalb muss das geplante Abendessen ausfallen und wir müssen uns eine Alternative überlegen. Also wird kurzerhand unser Begleitfahrzeug zum Pizza-Lieferdienst umfunktioniert. Um 22 Uhr erreichen wir einen Parkplatz und das Begleitfahrzeug. Selten hat mir eine Pizza so gut geschmeckt! Nach dem Essen beginnen wir mit den Vorbereitungen für die Fahrt durch die Nacht.
Während ich die kaputte Hose und das Trikot wechsele, merke ich, dass mir meine Bewegungen immer schwerer fallen. Meine linke Seite ist ordentlich mitgenommen, aber noch sind die Beine gut. Ich bin motiviert, weiterzufahren, aber ein anderer hat sich während der Pause entschieden, dass das Abenteuer Inn hier für ihn zu Ende ist. Felix! Unsere Zugmaschine? Felix war in den Tagen zuvor krank gewesen und hat schon seit einigen Kilometern gemerkt, dass ihm die Krankheit doch mehr in den Knochen steckt, als er es sich eingestehen wollte. „Jetzt sind wir schon zwei weniger, hoffentlich geht es nicht so weiter!“, sagt Achim mit sorgenvollem Blick.
Wir fahren zu sechst weiter. Um uns herum ist es schwarz, vor uns leuchtet der Schotter hell im Schein unserer Lampen. Plötzlich zucken Blitze am Himmel, es donnert. In der Dunkelheit hat sich ein Gewitter angeschlichen wie der Löwe an die Gazelle. Wir sind vollkommen überrascht und wenige Minuten später mitten im Wolkenbruch, irgendwo auf einem Deich am Inn. Es ist kalt und windig. Achim entdeckt eine Hütte, an der wir uns, komplett durchnässt, unterstellen. Als der Regen nachlässt, fahren wir weiter, geraten aber eine halbe Stunde später erneut in ein starkes Gewitter.
Meine Stimmung ist auf dem Nullpunkt. Jetzt scheint der Augenblick gekommen, vor dem ich mich gefürchtet hatte. Vor der Fahrt habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich mich in einem solchen Moment motivieren könne. Jetzt schießt mir einiges durch den Kopf. Vor allem: meine Familie. Meine Frau und mein Sohn mussten viele Stunden auf mich verzichten, als ich für dieses Abenteuer trainierte. Weil ich der Meinung war, dass ich unbedingt in 24 Stunden durch die Schweiz über Tirol nach Deutschland radeln muss. Wertvolle Familienzeit. Würde ich jetzt aufgeben, wäre das alles umsonst gewesen. Zwei bis drei weitere sehr persönliche Gründe hatte ich mir noch zurechtgelegt. Sie helfen: Nach und nach komme ich mit mir ins Reine. Meine Strategie geht auf, ich spüre wieder Motivation, mehr als zuvor.
In den nächsten Stunden merke ich, dass ich nicht der Einzige bin, der mit Problemen zu kämpfen hat. Neben mir fährt Jan. Ich blicke in ein Gesicht, das um zehn Jahre gealtert scheint. Seit mehreren Stunden hat er starkes Sodbrennen, ihm geht es gar nicht gut. So hat jeder von uns sein Päckchen zu tragen: Die Knie schmerzen, der Rücken, der Hintern oder der Magen macht Probleme. Aber alle ziehen es bislang durch.
Als der Tag anbricht und es am Horizont langsam dämmert, verlassen wir den hellen Tunnel der Lampen und nehmen wieder mehr von unserer Umwelt war. Zum wiederholten Mal wechseln Rehe die Wegseite und geben mir das Gefühl, eins zu sein mit der Natur. Die ersten Sonnenstrahlen wärmen unsere Gesichter. Wir schauen auf unseren Tacho: 400 Kilometer. Schon seltsam, wenn man sich freut, dass es nur noch um die hundert Kilometer bis zum Ziel sind.
Bald ist es neun Uhr, bei strahlendem Sonnenschein sind die ersten Spaziergänger am Ufer des Inn unterwegs. „Wenn die wüssten: Im Gegensatz zu uns sind sie ausgeschlafen und haben sicher gut gefrühstückt“, sagt Max und beißt genüsslich in den letzten Riegel, den er gerade aus seiner Trikottasche gekramt hat. Die Vorfreude auf das Ende der Tour lässt uns genüsslich dahinrollen. Bis wir anhalten müssen – Wegsperrung, sechs Flusskilometer von der Mündung entfernt. Drei Kilometer Umweg und einige extra steile Höhenmeter bewältigen wir mit brennenden Oberschenkeln. Eine letzte Hürde, die das Glücksgefühl nicht schmälert, das ich auf diesen Metern entlang des Inn empfinde. Der Inn, der uns so lange begleitet hat, jetzt doch etwas mehr als die geplanten 24 Stunden.
Nachtrag: Zu Hause stellte sich heraus, dass ich mir nicht nur die Haut abgeschürft hatte; das Becken war stark geprellt und eine Rippe gebrochen.
Die Tour entlang des 517 Kilometer langen Inn ist abwechslungsreich und eindrucksvoll. Zum malerischen Auftakt entlang der Bergseen zwischen Maloja und St. Moritz führt die Strecke über breite Forststraßen oder Radwege – Zeit, sich einzustimmen und die Landschaft zu genießen. Danach werden die Wege entlang des jungen und wilden Inn schmaler. Kurze, steile Anstiege, gefolgt von anspruchsvollen wie gemütlichen Abfahrten, lassen die Zeit wie im Flug vergehen. Immer wieder passiert man urige Schweizer Bergdörfer mit kleinen Brunnen, an denen wir die Flaschen auffüllen.
Hinter der Grenze zu Österreich ändert die Tour ihren Charakter. Der Inn ist mittlerweile ein stattlicher Fluss, die Wege sind meist breite Forststraßen. In Tirols quirliger Hauptstadt Innsbruck teilen wir uns die Radwege mit Pendlern, Studenten und Familien; das fordert konzentriertes Fahren. Hinter der Stadt weitet sich das Inntal mit jedem Kilometer. Mit Einbruch der Nacht wechselt die weite Sicht in den engen Fokus unserer Lampen. Am Horizont sind anfangs noch schemenhaft die Bergketten erkennbar, bald versinken sie im Schwarz der Nacht. Schöne Trailpassagen bereiten große Freude, fordern aber im Licht der Scheinwerfer volle Konzentration.
Auch die zweite Hälfte der Tour bleibt abwechslungsreich. Die Fahrt führt uns durch Vogelschutzgebiete, kleine Städte und Orte, immer im Wechsel mit Forstwegen und schmalen Pfaden. Passau, wo der Inn in die Donau mündet, ist ein schöner Endpunkt.
Wer unsere Tour nicht an einem Tag fahren möchte, findet unter innradweg.com viele Unterkunftsempfehlungen und Möglichkeiten, die lange Strecke in kürzere Etappen einzuteilen.
Von Frankfurt am Main mit zwei bis drei Umstiegen in sieben bis acht Stunden nach St. Moritz. Radmitnahme kostet im Fernverkehr 9 Euro und ist reservierungspflichtig; die Züge haben nur eine begrenzte Zahl an Radstellplätzen. Die 18 Kilometer bis zum Startort Maloja fährt man entweder mit dem Rad oder in 30–40 Minuten per Bus (B 4); Radmitnahme möglich. Der Zielort Passau ist ans ICE-Netz angeschlossen.
Für eine Nacht bekommt man in der Hochsaison keine Ferienwohnung. Ein Hotel sollte lange im Voraus gebucht werden.
Telefon 0041/818382828
Moderne Zimmer in traditionellem Holzhaus. Nach Engadiner Nusstorte und großem Frühstücksbuffet kann es an den Start gehen. Doppelzimmer mit Frühstück ab umgerechnet 210 Euro.
Telefon 0041/818366111
Schlichte, schöne Doppelzimmer kosten mit Frühstück ab umgerechnet 150 Euro, im 4-Bett-Zimmer zahlt eine Person rund 50 Euro inklusive Frühstück.
Wer eine Strecke von mehr als 500 Kilometern am Stück fahren möchte, sollte seine Trainings-Hausaufgaben gemacht haben, zumal der Großteil der Strecke über Schotter führt und nicht über gut rollenden Asphalt. Um die körperliche Belastung durch das Gerüttel und die Vibrationen wegzustecken, sollte man vorher schon viele Kilometer auf Schotter trainieren. Auch Ernährung, Sitzposition und Bekleidung sollten im Training schon so oft getestet worden sein, dass man sicher ist: Alles passt! Neue Dinge bitte nicht zum ersten Mal auf einer so langen Fahrt ausprobieren! Besonders wichtig ist eine gute Sitzposition, damit nicht Knie- oder Rückenschmerzen zum Abbruch der Tour zwingen. Zudem ist die mentale Stärke bei so langen Strapazen nicht zu unterschätzen, am Ende entscheidet der Kopf, ob man durchhält oder abbricht.
Man sollte sich genau überlegen, was unterwegs sofort gebraucht wird und was bei Zwischenstopps umgepackt werden kann. Lenkerrolle und Satteltasche sind beim Fahren nicht zugänglich. In eine Tasche auf dem Oberrohr (für Riegel und Gels) oder im Rahmendreieck kann man greifen, ohne anhalten zu müssen. Tipp: An Beleuchtung sollte nicht gespart werden.
Eine gute Ausleuchtung trägt wesentlich bei zu einer entspannteren Fahrt in der Nacht. Ein großes Sichtfeld ist auf Langstrecken besonders wichtig, weil durch die Müdigkeit die Reaktionsfähigkeit nachlässt. Lieber einen Ersatzakku mehr einpacken als zu wenig.
Um Sitzprobleme zu vermeiden, empfehlen wir eine zweite Radhose einzupacken. Gerade an langen, heißen Tagen kann ein Hosentausch unterwegs helfen, ebenso eine Sitzcreme, die aber schon im Vorhinein auf Verträglichkeit getestet werden sollte!