“Aerodynamik auf höchstem Niveau” versprechen die Nordspanier für die neueste Version des RS1, dessen Vorgänger bereits eigene Wege ging und eine aerodynamische Rahmenform mit einer langstreckentauglichen Geometrie kombinierte. Konkrete Zahlen zur Aero-Leistung - wie auch zu Gewichten - teilte BH allerdings nicht mit. Zur offiziellen Vorstellung hieß es lediglich, dass der Carbonrahmen des RS1 auf denselben Kammtail-Profilen wie beim schnellen Aerolight basiert.
Die Sitzposition bleibt unverändert, wie der Geometrietabelle zu entnehmen ist. Für eine mittlere Rahmengröße ergibt sich ein STR-Quotient von 1,50, der gleichbedeutend mit einer leicht aufrechten Sitzposition ist. Insgesamt fällt das Update gegenüber dem alten Modell dezent aus. Eine der wenigen Neuerungen ist die minimal größere Reifenfreiheit von 32 Millimetern, bislang war bei 30 Millimetern Schluss. Damit ist das RS1 weiter für den Einsatz auf der Straße konzipiert und grenzt sich von vergleichbaren Endurance-Neuheiten ab, die durch Reifenfreiheiten bis 40 Millimeter auch Schotterpisten schaffen.
Auf Anschraubpunkte für Gepäck oder Schutzbleche verzichtet BH ebenfalls, spendiert der Neuheit aber ein praktische Halterung für ein optional erhältliches Rücklicht (31,95 Euro). Dieses lässt sich wie beim geländetauglichen GravelX per Magnet an die Carbonstütze klipsen. Dank Quick-Release-Steckachsen ist für den Laufradausbau kein Werkzeug nötig.
Das neue BH ist in fünf Ausstattungsvarianten erhältlich. Bis auf das Basismodell schalten alle Versionen elektronisch mit Gruppen von Shimano (105, Ultegra) oder SRAM (Rival). Die Übersetzungen sind dabei tendenziell etwas sportlicher als bei der Konkurrenz. Nur das Top-Modell kommt in den Genuss von Cockpit und Laufrädern aus Carbon. Alle anderen Modelle rollen auf einfachen Alu-Laufrädern und sind mit einer robusten Lenker-Vorbau-Kombi aufgebaut.

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