Schnelles Marathonrad?BH präsentiert neues RS1

Julian Schultz

 · 04.06.2024

Das RS1 ist eine von fünf Rennrad-Plattformen des baskischen Herstellers BH.
Foto: BH
Aero-Optimierung trifft auf Komfortgeometrie: Das neue RS1 von BH will das vielseitigste Rad im Portfolio des baskischen Fahrradbauers sein. Während Marathonräder der Konkurrenz immer näher ans Gravelbike heranrücken, nimmt die Neuheit Anleihen am Wettkampfrad. Fünf Ausstattungsvarianten sind ab 3000 Euro erhältlich.

“Aerodynamik auf höchstem Niveau” versprechen die Nordspanier für die neueste Version des RS1, dessen Vorgänger bereits eigene Wege ging und eine aerodynamische Rahmenform mit einer langstreckentauglichen Geometrie kombinierte. Konkrete Zahlen zur Aero-Leistung - wie auch zu Gewichten - teilte BH allerdings nicht mit. Zur offiziellen Vorstellung hieß es lediglich, dass der Carbonrahmen des RS1 auf denselben Kammtail-Profilen wie beim schnellen Aerolight basiert.

BH RS1: Die wichtigsten Fakten

  • Gewicht Komplettrad: keine Angabe
  • Stack/Reach/STR: 583/388 Millimeter/1,50 (Größe L)
  • Maximale Reifenfreiheit: 32 Millimeter
  • Rahmengrößen: XS, S, M, L, XL, XXL
  • Preise: 3000 bis 6000 Euro

Die Sitzposition bleibt unverändert, wie der Geometrietabelle zu entnehmen ist. Für eine mittlere Rahmengröße ergibt sich ein STR-Quotient von 1,50, der gleichbedeutend mit einer leicht aufrechten Sitzposition ist. Insgesamt fällt das Update gegenüber dem alten Modell dezent aus. Eine der wenigen Neuerungen ist die minimal größere Reifenfreiheit von 32 Millimetern, bislang war bei 30 Millimetern Schluss. Damit ist das RS1 weiter für den Einsatz auf der Straße konzipiert und grenzt sich von vergleichbaren Endurance-Neuheiten ab, die durch Reifenfreiheiten bis 40 Millimeter auch Schotterpisten schaffen.

Auf Anschraubpunkte für Gepäck oder Schutzbleche verzichtet BH ebenfalls, spendiert der Neuheit aber ein praktische Halterung für ein optional erhältliches Rücklicht (31,95 Euro). Dieses lässt sich wie beim geländetauglichen GravelX per Magnet an die Carbonstütze klipsen. Dank Quick-Release-Steckachsen ist für den Laufradausbau kein Werkzeug nötig.

Ausstattungen und Preise

Das neue BH ist in fünf Ausstattungsvarianten erhältlich. Bis auf das Basismodell schalten alle Versionen elektronisch mit Gruppen von Shimano (105, Ultegra) oder SRAM (Rival). Die Übersetzungen sind dabei tendenziell etwas sportlicher als bei der Konkurrenz. Nur das Top-Modell kommt in den Genuss von Cockpit und Laufrädern aus Carbon. Alle anderen Modelle rollen auf einfachen Alu-Laufrädern und sind mit einer robusten Lenker-Vorbau-Kombi aufgebaut.

RS1 5.5

tour/la555-cco_6f719ddfb88abda66aa62043e24c9aebFoto: BH
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  • Antrieb/Schaltung: Shimano Ultegra Di2 (2x12; 52/36, 11-34 Z.)
  • Laufräder: Vision TC40 (Carbon)
  • Reifen: Hutchinson Challenger (28 mm)
  • Lenker/Vorbau: EVO Monocoque ACR (Carbon)
  • Preis: 5999,90 Euro

RS1 5.0

tour/la505-sns_792730c3712975fe6cba7687d4f5402fFoto: BH
  • Antrieb/Schaltung: Shimano Ultegra Di2 (2x12; 52/36, 11-34 Z.)
  • Laufräder: Vision Team35 (Alu)
  • Reifen: Hutchinson Fusion 5 (28 mm)
  • Lenker/Vorbau: FSA Energy Compact ACR/FSA NS ACR (Alu)
  • Preis: 5399,90 Euro

RS1 4.5

tour/la455-sns_f3e8696a72c83f10271c80e825aa7ddcFoto: BH
  • Antrieb/Schaltung: SRAM Rival AXS (2x12; 48/35, 10-36 Z.)
  • Laufräder: Vision TeamTC30 (Alu)
  • Reifen: Hutchinson Nitro (28 mm)
  • Lenker/Vorbau: FSA Gossamer Compact/FSA NS SMR (Alu)
  • Preis: 4599,90 Euro

RS1 4.0

tour/la405-rcr_89fbbf022d5d67c4e791f625d9f120baFoto: BH
  • Antrieb/Schaltung: Shimano 105 Di2 (2x12; 52/36, 11-34 Z.)
  • Laufräder: Vision Team35 (Alu)
  • Reifen: Hutchinson Nitro (28 mm)
  • Lenker/Vorbau: FSA Gossamer Compact/FSA NS SMR (Alu)
  • Preis: 3999,90 Euro

RS1 3.5

  • Antrieb/Schaltung: Shimano 105 (2x12; 52/36, 11-34 Z.)
  • Laufräder: Vision Team35 (Alu)
  • Reifen: BH (28 mm)
  • Lenker/Vorbau: FSA Energy Compact ACR/FSA NS ACR (Alu)
  • Preis: 2999,90 Euro

Julian Schultz ist studierter Sportwissenschaftler und gelernter Sportjournalist und zeichnet für Tests von Kompletträdern verantwortlich. Vom Wettkampfboliden bis zum Gravelbike testet er die neuesten Modelle und hält die Augen nach aktuellen Trends offen. So auch bei der Tour de France, wo sich der Test-Redakteur seit 2022 auf die Suche nach technischen Details und Geschichten aus dem Fahrerlager macht.

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