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Sein Debüt feierte das Caledonia vor vier Jahren. Alleinstellungsmerkmal war die vergleichsweise sportliche Ausrichtung. Die Carbonrohre waren windschnittig geformt, das Cockpit verzichtete auf Kabel und Kurven ließen sich direkt ansteuern. Die neue Version greift diese Tugenden nahtlos auf, erweitert das Einsatzspektrum aber auch auf unbefestigte Wege. Kurzum: Das Caledonia-5 versteht sich als vielseitiges Allroad-Bike, das die Lücke zwischen Marathonrad und Gravelbike füllt.
Laut Cervélo lag der Schwerpunkt in der Entwicklung auf dem Fahrkomfort. Wie beim neuen Áspero setzen die Sitzstreben relativ tief am Sitzrohr an, wodurch das Heck besser federn soll. Zudem wächst die Reifenfreiheit von bislang 34 auf 36 Millimeter, womit das Caledonia-5 für Abstecher auf Feld- und Schotterwege bestens gewappnet ist. Ab Werk sind 30 Millimeter breite Pneus von Vittoria montiert. Bei “Schietwetter” lassen sich feste Schutzbleche am Rahmen-Set anbringen, die Halterungen sind abnehmbar.
Die markanteste Neuerung am Rahmen-Set, dessen Unterrohr laut Herstellerangabe etwas steifer sein soll, ist ein integriertes Staufach. Im Unterrohr lassen sich Mini-Tool, Ersatzschlauch, Reifenheber und CO₂-Kartusche “verstecken”. Damit auf ruppigem Geläuf nichts im Rahmeninneren klappert, findet das Pannen-Set in einer kleinen Tasche Platz. Den “Kofferraum” übernimmt das Caledonia-5 von den neuen Zeitfahr- und Triathlon-Maschinen (P-Serie). Auf dem Deckel lässt sich weiter ein Flaschenhalter anbringen.
Die Rahmengeometrie bleibt nahezu identisch, wobei der nominelle STR-Quotient von 1,50 in mittlerer Rahmengröße auf eine eher sportliche Sitzposition hindeutet. Auffällig: Für Rahmengröße 56 gibt Cervélo einen extrem steilen Sitzrohrwinkel von 77 Grad an, wodurch sich das Bike agiler als vergleichbare Allroad-Bikes steuern lassen dürfte. Bei allen anderen Größen ist der Sitzwinkel gemäßigter im Bereich von 73 Grad.
Zu den Komplettrad- und Einzelgewichten machte Cervélo keine Angaben. Das Vorgängermodell mit Shimano Ultegra Di2 (2x11) und flachen Carbonlaufrädern (Reserve 35) hing mit 8,1 Kilogramm an der TOUR-Waage. Das integrierte Staufach und die aerodynamisch optimierten Carbonlaufräder (Reserve 42/49) bei fast allen Ausstattungsvarianten deuten auf ein etwas höheres Gesamtgewicht hin.
Das neue Caledonia-5 schaut nicht nur aus wie ein Wettkampfrad, es orientiert sich auch preislich an den schnellen Rennmaschinen. Die Basisversion mit SRAM Rival AXS und einfachen Alu-Laufrädern von Vision ist für 5999 Euro erhältlich, das Top-Modell mit SRAM Red AXS und hochwertigen Carbon-Laufrädern der Eigenmarke Reserve kostet stolze 12999 Euro.
Alle Modelle zeichnen sich durch Lenker und Sattelstütze aus Carbon sowie ein Powermeter aus. Die Ausstattungsvarianten mit Shimano (52/36, 11-34 Zähne) sind etwas sportlicher übersetzt als die Räder mit SRAM (48/35, 10-36 Zähne), die im kleinsten Gang sogar eine Untersetzung ermöglichen und damit auch steile Rampen unter die Reifen nehmen sollten.

Redakteur