Jens Klötzer
· 03.03.2026
Cervélo stellt das Caledonia für das Modelljahr 2026 vor. Das Endurance-Rennrad bietet Platz für 36-mm-Reifen (oder 34-mm-Reifen mit Schutzblechen) und integriert die Leitungen wartungsfreundlich am Cockpit. Vier Modellvarianten starten bei 2999 Euro.
Das neue Caledonia richtet sich laut Cervélo an Einsteiger in den Rennradsport, Ganzjahresfahrer und Gran-Fondo-Teilnehmerinnen. Die kanadische Marke positioniert das Rad als preislich attraktivere Alternative zum teureren Caledonia-5 mit identischer Ausrichtung, ähnlichem Gewicht und vergleichbaren Fahreigenschaften. So bietet auch das günstige Caledonia versteckte Gewindeaufnahmen für Schutzbleche. Verzichten muss man dafür auf das integrierte Staufach im Unterrohr, außerdem kommt das günstige Caledonia mit einer klassischen runden Sattelstütze statt der Carbonstütze mit dem D-förmigen Querschnitt, der beim Caledonia-5 mehr Komfort und bessere Aerodynamik bringen soll. Bis auf das Einstiegsmodell für 2999 Euro sind alle Caledonias mit einer Carbonstütze ausgestattet.
Der Rahmen des neuen Marathon-Renners soll rund 50 Gramm leichter geworden sein als sein Vorgänger. Neu ist ein D-förmiger Gabelschaft, der die Integration der Bremsleitungen im Steuerrohr ermöglicht. Dabei sollen verschiedene Lenker und Vorbauten aus dem Cervélo-Cockpit-System genutzt werden können, also auch vollintegrierte Lenkereinheiten. Alternativ funktioniert eine integrierte Kabelführung mit dem standardmäßig verbauten Vorbau mit geklemmtem Lenker, an dessen Unterseite die Leitungen in das Lenklager geführt werden. Die standardisierte 1-1/8-Zoll-Schnittstelle macht das System auch mit Aftermarket-Optionen anderer Hersteller kompatibel. Dank zweigeteilter Spacer ist ein Wechsel des Vorbaus oder Lenkers möglich, ohne die Bremsen zu trennen und neu entlüften zu müssen.
Die Geometrie entspricht weitestgehend dem aktuellen Caledonia-5. Der Reach beträgt in Größe M 387 mm, der Stack 580 mm, womit das Rad mit einem Stack-to-Reach-Verhältnis von 1,50 für Endurance-Verhältnisse noch vergleichsweise sportlich ausfällt. Der Gabelvorlauf wurde um die Winzigkeit von einem Millimeter angepasst, um das Handling auf den Einsatz 32-mm-Reifen zu optimieren, die serienmäßig verbaut sind. Das bisherige Caledonia wurde mit 30-Millimeter-Reifen ausgeliefert. Maximal passen 36 Millimeter breite Reifen in Rahmen und Gabel, mit verbauten Schutzblechen reduziert sich das Maß auf 34 Millimeter.
Das Caledonia 105 mit mechanischer Shimano-105-Schaltung und Vision Team i23 J-Bend-Laufrädern kostet 2999 Euro. Das Caledonia 105 Di2 und das Caledonia Rival AXS mit elektronischer Schaltung und Carbon-Sattelstütze kosten jeweils 3999 Euro. Alle drei Varianten verwenden Vision Team i23 SP-Laufräder. Das Topmodell Caledonia Force AXS für 6499 Euro kombiniert SRAM Force AXS mit Reserve 40|44 4LD-Carbon-Laufrädern. Jede Variante ist wahlweise in zwei Farben erhältlich: Einem tiefen Blau namens Nightshift oder einem Braunton mit der Bezeichnung Mocha.

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