Matthias Borchers
· 16.05.2026
Monate nach der Markteinführung bleibt das Origine Newton[e] das leichteste elektrische Rennrad seiner Klasse. Das französische Modell demonstriert, welche Gewichtswerte möglich werden, wenn Leichtbau von Beginn der Systementwicklung an im Fokus steht. Die Kombination aus Rahmendesign und Antriebstechnik führt zu einem Gesamtgewicht, das konventionelle E-Bikes deutlich unterbietet.
Der Mahle-X20-Motor bildet das Herzstück des Antriebskonzepts. Mit 1,39 Kilogramm Eigengewicht und 65 Newtonmeter Drehmoment erreicht er nach Herstellerangaben eines der besten Leistungsgewichtsverhältnisse am Markt. Diese Werte ermöglichen Herstellern die Entwicklung elektrischer Plattformen, die natürliches Fahrverhalten und authentisches Tretgefühl bewahren sollen. Die Integration erfolgt rahmenintern, was die Optik kaum vom klassischen Rennrad unterscheidet.
Das Ponomarets Eidolon nutzt ebenfalls den Mahle-Motor X20 und gibt ein Startgewicht von 9,9 Kilogramm an. Das ukrainische Modell verbindet minimalistisches Design mit klarer Ausrichtung auf Straßenperformance. Das Wilier Filante Hybrid erreicht mit Topausstattung 10,3 Kilogramm und gehörte zu den ersten E-Rennrädern, die sich der 10-Kilogramm-Marke realistisch näherten. Unterschiedliche Konzepte nutzen dieselbe technische Basis: ein leichtes System, das diese Gewichtswerte erst ermöglicht.
Die Gewichtswerte von Newton[e] und anderen Leichtbau-E-Bikes bestätigen einen Branchentrend: Leistung entsteht aus Systemintegration, nicht allein aus Motorleistung. Wenn das elektrische System harmonisch mit dem Fahrrad entwickelt wird, wird Leichtbau zum entscheidenden Vorteil. Diese Philosophie prägt die Mahle-X-Series und formt die nächste Generation von E-Road- und E-Gravel-Bikes. Die X Series etabliert sich als Referenz für leichte elektrische Systeme im Rennrad- und Gravelsegment.

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