Die Carbon-Experten von Bike Ahead sind bekannt für leichte, hochwertige Carbon-Bauteile made in Germany. Bislang gehörte auch die unlackierte und stattdessen versiegelte Carbon-Oberfläche zur Firmenidentität. Fürs High-End-Gravelbike The Superfast wird nun erstmals die Option auf Farbe geschaffen.
Wer nicht auf den Look der klassischen True-Carbon-Oberfläche steht, kann das Bike Ahead The Superfast nun in der Deep-Green-Edition-Speziallackierung oder als Ready-To-Paint-Rahmenset bestellen, um das Gravelbike mit einem Lackierer der eigenen Wahl in Farbe erstrahlen zu lassen. Wir haben uns die neuen Optionen genauer angeschaut.
Die Variante „True Carbon“ zeigt den Rahmen des Bike Ahead The Superfast im unverfälschten Produktionszustand. Die unlackierte Oberfläche legt die Carbon-Struktur offen und unterstreicht die Fertigungsqualität. Eine transparente Schutzversiegelung soll das Material vor Kratzern bewahren. Der Verzicht auf zusätzliche Lackschichten spart Gewicht – ein Vorteil für Performance-orientierte Fahrer.
Mit der „Deep Green Edition“ richtet sich Bike Ahead an alle, die eine exklusive Farboption bevorzugen. Die Lackierung entsteht in einem zwölf Schichten umfassenden Verfahren. Je nach Lichteinfall changiert das Grün zwischen intensivem Funkeln und dezentem Schimmer, weiße Bereiche setzen mit Perleffekt Akzente. Aufgetragen wird die Beschichtung von einem spezialisierten Fahrrad-Lackierer in Deutschland. Die Lieferzeit des The Superfast mit Speziallackierung beträgt rund zwölf Wochen, der Aufpreis liegt bei 1500 Euro.
Die dritte Option für die Oberfläche des Bike Ahead The Superfast heißt „Ready to Paint“. Technisch entspricht sie dem Finish-Prozess der True-Carbon-Version, wird jedoch zusätzlich für eine Weiterlackierung vorbereitet und angeschliffen. Lackierbetriebe können so direkt mit der individuellen Gestaltung beginnen. Diese Variante bietet maximale Freiheit bei der Farbwahl.
Kernstück des Bike Ahead The Superfast ist der in einem Stück gefertigte Hauptrahmen. Bei der One-Piece-Monocoque-Bauweise verbinden sich sämtliche Carbon-Prepreg-Lagen während des Aushärtens unter Druck zu einer Einheit.
Im Unterschied zur Großserie, bei der häufig einzelne Segmente verklebt werden, entsteht hier eine durchgängige Struktur. Auch Gabel und Cockpit werden in One-Piece-Monocoque-Bauweise gefertigt. Rahmen, Gabel und Cockpit der Bike Ahead The Superfast Baureihe sind konstruktiv aufeinander abgestimmt und bilden eine technische Einheit. Die vollintegrierte Zugführung verlegt sämtliche Leitungen durch den Lenker in den Vorbau und weiter in Rahmen und Gabel. Jedes Bauteil folgt dem Prinzip des funktionellen Leichtbaus. Selbst die Flaschenhalterschrauben aus hohlgebohrtem Titan bringen lediglich 1,06 Gramm pro Stück auf die Waage. Der The Superfast Gravelbike-Rahmen wiegt in Größe M ohne Staufach 789 Gramm. Ein Komplettaufbau in Top-Ausstattung kommt auf 6,85 Kilogramm.
Das optionale, abgedichtete Staufach im Unterrohr lässt sich bei der Bestellung wählen oder weglassen. Es ist herausnehmbar und wird werkzeuglos über einen Verschlusshebel auf der Oberseite des Unterrohrs geöffnet. Im Fach finden Werkzeuge und ein Ersatzschlauch Platz. Beim Tretlager können Kunden zwischen einer geschraubten T47-Version und Pressfit-Lagern wählen. Laut Hersteller sorgt die hohe Fertigungspräzision dafür, dass typische Pressfit-Geräusche durch Toleranzen vermieden werden.
Ein patentierter, variabler Umwerfer-Sockel erlaubt den Wechsel zwischen 1-fach-Antrieb und Umwerfer-Lösung – ohne technische oder optische Nachteile. Die Konfiguration kann auch nachträglich angepasst werden. Zum Lieferumfang gehört zudem ein 80-seitiges Buch zur Entstehungsgeschichte des Bikes mit exklusivem Bildmaterial. Das Rahmenset des Bike Ahead The Superfast startet bei 4449 Euro.
Das Bike Ahead The Superfast fand ich schon immer sexy. Die neuen Oberflächen-Optionen machen das superleichte Gravelbike aus Deutschland jetzt noch attraktiver. So technisch-faszinierend die schwarze Carbon-Oberfläche auch ist: Ich persönlich stehe an meinen Bikes einfach auf Farbe. Dank Ready-To-Paint-Option sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Deep Green Edition ist ein absoluter Hingucker! - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur

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