Neues Wilier RapidaItalo-Renner für 2899 Euro

Jens Klötzer

 · 06.05.2026

Mit dem Rapida dringt Wilier in Preisregionen vor, die für italienische Rennräder ungewöhnlich sind
Foto: Wilier
Die italienische Traditionsmarke Wilier macht Einsteigern in den Rennsport ein attraktives Angebot: Das Rapida orientiert sich optisch an Profi-Boliden, kommt aber mit gemäßigter Geometrie und zu deutlich günstigeren Preisen. Schon ab 2.899 Euro ist das Rad zu haben.

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Der italienische Traditionshersteller positioniert das Rapida als “preislich zugängliches Modell” im eigenen Rennrad-Sortiment. Parallel zum technisch ausgereizten, aber teuren Flaggschiff Filante soll es ein Publikum anlocken, das eine Vorliebe für italienische Radmarken hat, aber aufs Budget achtet. Dabei orientiert sich das Rapida optisch ganz am sportlichen Erscheinungsbild des Profi-Renners: Moderne Rahmenform, eine aerodynamisch designte Carbon-Sattelstütze und sogar ein Carbon-Cockpit gehören zum Paket, das es als Komplettbike schon ab 2.899 Euro zu kaufen gibt. In der teueren Variante (3.999 Euro) sind auch Carbonfelgen und eine elektronische Schaltung mit an Bord. Die Sitzposition ist etwas gemäßigter, mit einem Stack-to-Reach-Verhältnis von 1,47 liegt sie zwischen den Race- und den Endurance-Modellen der Marke. Laut Wilier eignet sich das Rad damit auch für lange Ausfahrten mit sportlichem Charakter. Die großzügige Reifenfreiheit bis 36 mm erweitert den Einsatzbereich des Rades über asphaltierte Straßen hinaus.

Rahmen und Cockpit

Der Rahmen greift mit Aero-Profilen die Formensprache des Filante auf, verzichtet aber auf aufwendige Details wie die integrierten Aero-Flaschenhalter. Das Carbon-Monocoque-Cockpit integriert die Kabelführung vollständig. Die Carbon-Sattelstütze verwendet eine integrierte Klemmung, die sich in das Gesamtdesign einfügt. Das Press-Fit 86,5 mm Tretlager entspricht dem Standard der übrigen Road-Modelle von Wilier. Auch ein UDH-Schaltauge kann das Rapida bieten, die abnehmbare Umwerferhalterung erlaubt die Konfiguration mit Einfach- oder Doppelkettenblatt.

Zwei Ausstattungen, vier Farbvarianten

Die beiden verfügbaren Ausstattungen kommen mit Varianten von Shimanos 105-Gruppe: Für 2.899 Euro gibt es eine mechanische 2x12-Schaltung und Aluminiumfelgen von Miche. Für 1.100 Euro mehr bekommt man ein Upgrade auf die elektronische 105-Schaltung sowie Aero-Felgen aus Carbon. Beide Versionen sind mit 32 Millimeter breiten Vittoria Rubino-Reifen bestückt. Ein einzelnes Rahmenset bietet Wilier nicht an.

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Vier Farben stehen zur Auswahl. Neben schlichtem schwarz und weiß ist das Rad auch in Silbergrau oder einem frischen Leuchtorange erhältlich.

Technische Spezifikationen:

  • Rahmen: Carbon-Monocoque mit integrierter Kabelführung
  • Gabel: Carbon mit NACA-Profil
  • Cockpit: Carbon-Monocoque integriert
  • Sattelstütze: Carbon mit integrierter Klemmung, NACA-Profil
  • Tretlager: Press-Fit 86,5 mm
  • Reifenfreiheit: bis 36 mm
  • Schaltauge: UDH
  • Antrieb: Kompatibel mit 1x und 2x (abnehmbare Umwerferhalterung)
  • Farben: Dusk Grey, Midday Orange, Lastlight Black, Weekend White
  • Preis: ab 2.899 Euro

Jens Klötzer

Jens Klötzer

Redakteur

Jens Klötzer ist gelernter Wirtschaftsingenieur und bei TOUR der Experte für Komponenten aller Art: Bremsen, Schaltungen, Laufräder oder Reifen – alles testet Jens auf Herz und Nieren. Er sammelt historische Rennräder, besitzt sowohl ein modernes Zeitfahrrad wie ein Gravel-Reise-Rennrad aus Titan. Auf Reisen erkundet er gern unbekannte Straßen in Osteuropa – auf breiten, aber schnellen Reifen.

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