Neues Colnago: Prototipo für Pogačar & Co.Foto: Nicola Vettorello

Profi / Rennsport Neues Colnago: Prototipo für Pogačar & Co.

Julian Schultz

 6/9/2022, Lesezeit: 2 Minuten

Knapp drei Wochen vor dem Auftakt der Tour de France in Dänemark hat Colnago ein neues Wettkampfrad präsentiert. Das Prototipo ist - wie es der Name vermuten lässt - aber nur ein Prototyp, der vorerst ausschließlich vom Team UAE Emirates um Tour-Favorit Tadej Pogačar gefahren wird. Auch bei der Frankreich-Rundfahrt?

Ähnlichkeiten mit dem Colnago V3Rs

Das neue Modell der italienischen Traditionsschmiede ähnelt optisch dem High-End-Renner V3Rs, auf dem der slowenische Radsport-Star Tadej Pogačar zweimal in Folge die Tour de France gewann. Bei genauem Hinsehen fällt auf, dass Steuerrohr, Sitzrohr, Sitzstreben und Unterrohr des Prototipo etwas aerodynamischer sein könnten.

Zudem soll der Tretlagerbereich beim Colnago Prototipo steifer geworden sein. Genaue Angaben dazu machte der italienische Radhersteller aber nicht. Nur so viel ist dazu zu hören: “Es war unser Ziel, die technischen Ergebnisse mit den ästhetischen Ergebnissen zu kombinieren.”

Zum Durchklicken: So sieht das neue Colnago Prototipo aus

Das vorgestellte Prototipo ist mit Campagnolos Super Record ausgestattet. Auch die Laufräder kommen vom italienischen Komponentenspezialisten.Foto: Nicola Vettorello
Das vorgestellte Prototipo ist mit Campagnolos Super Record ausgestattet. Auch die Laufräder kommen vom italienischen Komponentenspezialisten.
Verwechslungsgefahr: Das Prototipo ähnelt dem V3Rs, mit dem Tadej Pogačar & Co. bislang unterwegs sind.Foto: Nicola Vettorello
Verwechslungsgefahr: Das Prototipo ähnelt dem V3Rs, mit dem Tadej Pogačar & Co. bislang unterwegs sind.
Gute Aerodynamik? Das schlanke Steuerrohr soll dem Gegenwind weniger Angriffsfläche bieten.Foto: Nicola Vettorello
Gute Aerodynamik? Das schlanke Steuerrohr soll dem Gegenwind weniger Angriffsfläche bieten.
In der Frontansicht ist die konkave Form des Steuerrohrs noch besser zu erkennen.Foto: Nicola Vettorello
In der Frontansicht ist die konkave Form des Steuerrohrs noch besser zu erkennen.
Laut Colnago wurden alle Bauteile unabhängig voneinander entwickelt. Das Sitzrohr wirkt insgesamt etwas aerodynamischer als beim bisherigen Wettkampf-Allrounder V3Rs.Foto: Nicola Vettorello
Laut Colnago wurden alle Bauteile unabhängig voneinander entwickelt. Das Sitzrohr wirkt insgesamt etwas aerodynamischer als beim bisherigen Wettkampf-Allrounder V3Rs.
Das vorgestellte Prototipo ist mit Campagnolos Super Record ausgestattet. Auch die Laufräder kommen vom italienischen Komponentenspezialisten.Foto: Nicola Vettorello
Das vorgestellte Prototipo ist mit Campagnolos Super Record ausgestattet. Auch die Laufräder kommen vom italienischen Komponentenspezialisten.
Verwechslungsgefahr: Das Prototipo ähnelt dem V3Rs, mit dem Tadej Pogačar & Co. bislang unterwegs sind.Foto: Nicola Vettorello
Verwechslungsgefahr: Das Prototipo ähnelt dem V3Rs, mit dem Tadej Pogačar & Co. bislang unterwegs sind.
Verwechslungsgefahr: Das Prototipo ähnelt dem V3Rs, mit dem Tadej Pogačar & Co. bislang unterwegs sind.
Gute Aerodynamik? Das schlanke Steuerrohr soll dem Gegenwind weniger Angriffsfläche bieten.
In der Frontansicht ist die konkave Form des Steuerrohrs noch besser zu erkennen.
Laut Colnago wurden alle Bauteile unabhängig voneinander entwickelt. Das Sitzrohr wirkt insgesamt etwas aerodynamischer als beim bisherigen Wettkampf-Allrounder V3Rs.
Das vorgestellte Prototipo ist mit Campagnolos Super Record ausgestattet. Auch die Laufräder kommen vom italienischen Komponentenspezialisten.

Die Italiener griffen dafür auf die Expertise des norwegischen Designers Torgny Fjeldskaar (früher BMC und Cannondale) und eine “völlig neue Konstruktionsmethode” zurück. Demnach seien die einzelnen Carbon-Bauteile des Monocoque-Rahmens einzeln entwickelt und getestet worden. Herausgekommen sind fünf Prototypen mit jeweils unterschiedlich dicken Carbon-Laminierungen, die ab sofort vom Team UAE Emirates um Tour-Sieger Tadej Pogacar im Rennbetrieb einer Härteprobe unterzogen werden sollen. Erst danach geht die finale Version in die Serienproduktion.

“Es war unser Ziel, die technischen Ergebnisse mit den ästhetischen Ergebnissen zu kombinieren.”

“Das ultimative Ziel ist es, die beste Mischung für einen Rahmen zu erreichen, der so vielseitig wie möglich sein muss, um den Bedürfnissen von Sprintern, Rouleuren und Kletterern gleichermaßen gerecht zu werden”, so Colnago-Ingenieur Davide Fumagalli, “und in den verschiedenen Phasen eines Rennens an der Spitze zu sein.”

Ab wann das neue Modell erhältlich sein wird und vor allem zu welchen Preisen, ist bislang nicht bekannt geworden. Zum Vergleich: Das V3Rs (TOUR 3/2022) liegt bei einem Preis von rund 14.000 Euro. Das kürzlich vorgestellte C68 (TOUR 6/2022) startet bei etwa 13.000 Euro.