Der vergleichsweise kleine Kader umfasst grade einmal elf Fahrerinnen. Für das mit Abstand kleinste Team bei der diesjährigen Tour de France Femmes, wird es vor allem um die Präsenz für die Sponsoren gehen, aber auch die Chance auf eine Überraschung.
Als Kapitänin für die Gesamtwertung bei Etappenrennen hat das Team zwei Optionen. Karolina Perekitko belegte bei der Itzulia Women Rundfahrt den elften Platz, schnitt sonst im Gesamtklassement jedoch nicht sonderlich gut ab. Nadia Gontova hingegen wurde bei der Itzulia Women nur 15. im Gesamtklassement, überzeugte dafür aber mit ihrem starken zweiten Platz bei der Tour Féminin International des Pyrénées, einer zweitklassigen, dreitägigen Rundfahrt. Das Team könnte mit einer Doppelspitze in die Tour gehen und sich währenddessen auf eine Fahrerin festlegen.
Um Etappensiege bei der Tour de France Femmes soll vor allem Aurela Nerlo kämpfen. Die 27-jährige Polin zeigte beim Omloop Nieuwsblad WE, zu was sie in der Lage ist. Beim belgischen Eintagesrennen fuhr Nerlo mit Lotte Claes aus dem Peloton und wurde bis zum Ziel nicht mehr eingefangen. Sie musste sich am Ende nur Claes geschlagen geben, die im Sprint gewinnen konnte. Hinter ihr, kamen mit gehörigem Abstand, einige der größten Namen des Radsports ins Ziel. Auch bei der Tour de France Femmes könnte die Polin mit einer solchen Attacke überraschen und es in einer Gruppe versuchen. Die anderen Fahrerinnen des Teams werden eher in die Rolle der Helferin schlüpfen müssen.