Ein Ruhetag bei der Tour de France ist ein Tag ohne Etappe, an dem sich die Fahrer erholen können. Dieser Tag ist sehr wichtig, da die Teilnehmer der Tour de France 2024 täglich enormen physischen Belastungen ausgesetzt sind. Während des Ruhetags können sich die Fahrer regenerieren und ihre Energiereserven auffüllen. Zudem haben sie Zeit, um Verletzungen zu behandeln. Auch die Rennräder und das Equipment werden von den Mechanikern wieder auf Vordermann gebracht. Allerdings stehen die Räder in der Regel nicht still. Die meisten Fahrer sind auch am Ruhetag unterwegs und bestreiten zumindest eine kurze Ausfahrt, um ihren Kreislauf in Schwung zu halten und sich auf die nächste Etappe vorzubereiten.
Nicht nur physisch tut ein Ruhetag den Fahrern gut, auch für das mentale Wohlbefinden ist ein Ruhetag von großer Bedeutung, da sie Zeit haben, um sich auf die verbleibenden Etappen vorzubereiten und sich zu entspannen. Der Ruhetag hat auch eine große Relevanz für die Gesamtstrategie der Teams, da sie die Möglichkeit haben, ihre Taktik anzupassen und neue Pläne zu schmieden. Ruhetage sind ein wichtiger Bestandteil der Tour de France und können maßgeblich zum Erfolg der Fahrer beitragen.
Dieses Jahr gibt es bei der Tour de France zwei Ruhetage: am 8. Juli und am 15. Juli. Am ersten Ruhetag blieb der Tour-Tross in Orleans, wo am nächsten Tag die 10. Etappe gestartet wurde. Am zweiten Ruhetag ist die Tour de France 2024 in Gruissan, in Südfrankreich. Dort wird dann auch tags darauf die 16. Etappe gestartet.
Normalerweise haben die drei großen Landesrundfahrten - Giro d’Italia, Tour de France und Vuelta a Espana - zwei Ruhetage. Es kommt aber auch vor, dass es drei solcher Tage gibt. Dies war beispielsweise 2022 der Fall, da es aufgrund der Auslandsstarts aller drei Grand Tours eines zusätzlichen Ruhetags bedurfte, um den Tross nach Italien, Frankreich bzw. Spanien umzusetzen. Der Giro d’Italia startete 2022 in Ungarn, die Tour de France in Dänemark und die Vuelta a Espana in den Niederlanden.
Ruhetage werden in der Regel in einem größeren Ort mit entsprechender Infrastruktur organisiert und bieten Betreuern und Mechanikern somit auch die Möglichkeit, am Ruhetag Einkäufe für den täglichen Bedarf zu tätigen oder andere Geschäfte aufzusuchen.
Doch nicht nur für die Teilnehmer und Organisatoren ist der Ruhetag wichtig, sondern auch für die Dörfer und Städte, in denen die Tour de France Halt macht. Hier haben die Gemeinden bzw. Städte die Gelegenheit, sich zu präsentieren und den Tourismus anzukurbeln. Der Ruhetag bietet auch den Fans und Touristen eine willkommene Pause, um sich von den Etappen zu erholen und sich auf das kommende Geschehen vorzubereiten.