Sebastian Lindner
· 11.07.2023
Den Großteil davon, fast ein Siebentel bei 22 Mannschaften im Rennen, hat dabei das Team des dreifachen Etappensiegers Jasper Philipsen - Alpecin-Deceuninck - bei der Tour de France 2023 eingefahren. Und der 25-jährige Belgier ist auch der Hauptgrund für das gute Abschneiden seiner Equipe. Ein Etappensieg wird mit 11.000 Euro Preisgeld auf das Teamkonto belohnt, für einen zweiten Platz gibt es noch die Hälfte. Insgesamt bekommen die 20 besten Fahrer eines jeden Tages ein Preisgeld, die letzten fünf davon aber nur noch jeweils 300 Euro. Der fünfte Platz ist noch 830 Euro Wert.
Ein Sieg bei einem Zwischensprint bringt 1500 Euro Preisgeld bei der Tour de France, auch Platz zwei (1000 Euro) und drei (500) werden belohnt. Weniger Wert sind die Bergwertungen. Selbst die sechs Berge der Hors Categorie bringen dem Gewinner lediglich 800 Euro und 450 bzw. 300 Euro für den Zweiten und Dritten. Der Beste an einer Bergwertung der 4. Kategorie kassiert 200 Euro.
Interessant in Sachen Preisgelder sind da eher zwei Sonderpreise. Das Souvenir Jacques Goddet, das dem Sieger am Col du Tourmalet winkt, sowie das Souvenir Henri Desgrange am Col de la Loze bringen dem Ersten am Pass zusätzlich 5000 Euro. Die Bergpreise werden jedes Jahr am höchsten Gipfel in den Pyrenäen bzw. den Alpen ausgeschrieben.
Belohnt werden täglich auch die vier Träger der Sonderwertungen mit Preisgeld. Für das Gelbe Trikot gibt es 500 Euro, Punkte-, Berg- und Nachwuchswertung sind jeden Tag 300 Euro wert. Zudem bekommt der beste U25-Fahrer des Tages 500 Euro. 2000 Euro sind für den kämpferischsten Fahrer des Tages drin. Auf das beste Team des Tages warten jedesmal 2800 Euro.
Stichwort Team: Am Ende einer jeden Tour-Woche wird der beste Teamplayer von einer Jury gewählt. Er bekommt 3.000 Euro für die Mannschaftskasse.
Das große Geld, das bisher aber noch nicht ausgezahlt wurde, winkt erst zum Ende der Rundfahrt. Die Gesamtwertungen halten das satteste Preisgeld bereit. 500.000 Euro gehen an den Gewinner de Tour de France, der Zweitplatzierte wird mit 200.000 Euro beschenkt, der Dritte bekommt die Hälfte davon. Für die Plätze 20 bis 160, so die denn Paris erreichen, bleiben jeweils noch 1000 Euro.
Die Sieger von Sprint- und Bergwertung bekommen jeweils 25.000 Euro, abgestuft wird bis Platz 8 (2000). Beim Nachwuchs werden die vier Besten prämiert, der Sieger bekommt 20.000 Euro, bei der Mannschaftswertung sind es die besten fünf Teams mit 50.000 Euro für das Top-Team. Auf den kämpferischsten Fahrer der gesamten Rundfahrt warten ebenfalls 20.000 Euro Preisgeld.
Dadurch, dass viele verschiedene Wertungen mit Preisgeld belohnt werden, ist die eingefahrene Summe auch immer ein guter Indikator für das Abschneiden der Teams. Die deutsche Mannschaft Bora-Hansgrohe rangiert, vor allem durch den Etappensieg von Jai Hindley, mit 19.140 Euro auf Platz 7. Sollte sich der Australier auf dem dritten Platz der Gesamtwertung halten können, kann Bora in zwei Wochen aber noch einen großen Sprung nach vorne machen.
Bisher kaum in Erscheinung getreten sind die Teams Soudal - Quick Step und DSM-Firmenich, was sich in den minimalen Preisgeldern wiederspiegelt. Mit 3640 bzw. 3600 Euro rangieren sie nach der ersten Tour-Woche abgeschlagen am Ende der Liste und ist von seinem Vorjahres-Ertrag (42.430 Euro) meilenweit entfernt.
Das Preisgeld-Ranking der 2022er Austragung sicherte sich unangefochten Jumbo-Visma mit 760.350 Euro, wovon alleine auf Tour-Sieger Jonas Vingegaard knapp 580.000 Euro entfielen. Das UAE Team Emirates auf Rang 2 fuhr nicht mal halb so viel ein. Schlusslicht war Lotto Dstny (damals Lotto Soudal) mit 10.140 Euro.