Tag zwei ist eine Kopie von Tag eins, wobei die Hügel weniger scharf, dafür aber höher sind. Der Jaizkibel, bekannt von der Clasica San Sebastian, ist das letzte Hindernis auf dem Weg zum Ziel. Vom Gipfel des Jaizkibel fällt die Strecke 16,5 Kilometer bis ins Ziel.
Da der Jaizkibel auch in der Spitze knapp unter acht Prozent Steigung bleibt und länger ist als die Hügel am Vortag, ist es unwahrscheinlich, dass sich ein Puncheur absetzen kann. Auch Ausreißer haben vermutlich schlechte Karten.
So könnte es zum Sprint des ausgedünnten Favoritenfeldes im Ziel in San Sebastian kommen – wo Gelb verteidigt werden kann. Denkbar ist aber auch, dass sich ein Puncheur aus der ausgedünnten Spitze absetzt. Wir simulieren eine Attacke 2000 Meter vor dem Ziel, um zu klären, inwieweit die Technik heute das Zünglein an der Waage sein könnte beim Kampf um Etappensieg und das Gelbe Trikot.
Beträgt der rechnerische Vorsprung des schnellsten Rades im Peloton bei der Attacke über 2000 Meter. Wie am Vortag sticht wieder die Aerodynamik. Canyon Aeroad und Cervelo S5 führen das Feld der Aero-Boliden gleichauf an, die Zeitabstände zu den Verfolgern sind aber äußerst knapp. Kleine Gewichtsunterschiede sind in diesem Finale bedeutungslos.
*) Die Berechnungen beruhen auf den von TOUR in Labor und Windkanal getesteten Rädern. Die Maschinen bei der Tour de France können in Details davon abweichen. Auch Last-Minute-Prototypen konnten wir natürlich noch nicht untersuchen. Hintergründe zur Simulation.
Robert Kühnen ist studierter Maschinenbauer, schreibt für TOUR über Technik- und Trainingsthemen und entwickelt Prüfmethoden. Die Simulationsrechnungen verfeinert Robert seit Jahren, sie werden auch von Profi-Teams genutzt.