Tour de France 2015Das Reglement

Unbekannt

 · 19.06.2015

Tour de France 2015: Das ReglementFoto: Tim De Waele

Wer das wichtigste Radrennen verstehen will, muss die Regeln und die besondere Farbenlehre verstehen. Die wichtigsten Informationen finden Sie in unserem Spezial in TOUR-Ausgabe 7 / 2015. Hier präsentieren wir Ihnen weitere Details

Wie wird das Zeitlimit auf den einzelnen Etappen berechnet? Wie viele Punkte für die World-Tour-Wertung gibt es in Frankreich zu gewinnen? Und wie viel ist der Gesamtsieg oder ein Etappensieg bei der Tour de France wert?

Diese und viele weitere Infos finden Sie im Reglement des Rennens. Den Link zum Download (in Englisch und Französisch) finden Sie unten.

Achtung: Das Reglements ist nicht fehlerfrei ins Englische übertragen worden. Es gilt die französische Version vor der englischen Übersetzung!

Ein komplizierter Bestandteil der Rennregeln: die Berechnung des Zeitlimits auf den einzelnen Etappen.

Verlagssonderveröffentlichung

Hier ein Rechenbeispiel für das Zeitlimit

Die Berechnung der Karenzzeit erfolgt durch einen prozentualen Aufschlag auf die Fahrzeit des Etappensiegers. Der Prozentsatz hängt dabei von einem Koeffizienten der Etappe ab; dieser liegt zwischen eins und sechs, je nach Art und Schwierigkeitsgrad der Etappe. Zudem ist die Durchschnittsgeschwindigkeit des Siegers wichtig. Je schneller gefahren wird, desto mehr Zuschlag gibt es für die Abgehängten.

Unser Beispiel: Die 20. Etappe der diesjährigen Tour, die über 110,5 Kilometer von Modane / Valfréjus nach Alpe d'Huez führt. Diese Etappe hat laut Reglement den Koeffizient 5 (siehe Tabelle im Reglement, Seite 12). Der Prozentsatz liegt somit, je nach Durchschnittsgeschwindigkeit des Siegers, zwischen 11 und 22 Prozent (siehe Seite 11).

Wird die Etappe nach 3:09:00 Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35,1 km/h gewonnen, so werden auf die Fahrzeit des Siegers laut Reglement 17 Prozent aufgeschlagen. Die Sprinter und Wasserträger können somit 32:08 Minuten nach dem Sieger im Ziel eintreffen, ohne aus der Gesamtwertung genommen zu werden.

Beim Einzelzeitfahren (1. Etappe) und beim Mannschaftszeitfahren (9. Etappe), jeweils mit Koeffizient 6 eingestuft, darf ein Rennfahrer 30 Prozent länger brauchen als der bzw. die Tagessieger.

Die Jury hat zusätzlich die Möglichkeit, in begründeten Fällen das Zeitlimit heraufzusetzen - beispielsweise bei besonders schwierigen Bedingungen im Rennen.

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