Tour de France 2022Die Teams - EF Education EasyPost

Tour Magazin

 · 23.06.2022

Tour de France 2022: Die Teams - EF Education EasyPostFoto: Getty Velo

22 Teams machen sich am 1. Juli auf den Weg der 109. Tour de France. Wir stellen Ihnen alle Mannschaften und ihre Kapitäne vor. Diesmal das Team EF Education EasyPost.

Infos zum Team EF Education EasyPost

Hauptsponsoren: EF, EasyPost

Branche: Bildungsanbieter, Logistik

Manager: Jonathan Vaughters

Sportliche Leiter: Charles Wegelius, Matti Breschel, Juan Manuel Garate, Andreas Klier, Tejay Van Garderen

Aktuelles Team-Rad: Cannondale SuperSix Evo

Das Teamrad von EF Education EasyPost stellt CannondaleFoto: GUSTAV THUESEN
Das Teamrad von EF Education EasyPost stellt Cannondale

Aktuelles Trikot

Foto: Getty Velo
Verlagssonderveröffentlichung

EF Education EasyPost: Ein Team von Freunden

Einst waren die Mannen um Jonathan Vaughters die Rock ’n’ Roller im Peloton der Tour de France. Sie wollten vieles anders machen. Fahren und trainieren ohne Doping zum Beispiel - und trotzdem nicht abgehängt werden. Das gelang mal mehr, mal weniger gut. Für den Mentalitätswechsel in der Branche waren Vaughters und sein 2003 unter dem Namen Slipstream gegründetes Team enorm wichtig.

Vaughters setzte auf Technik und Trainingswissenschaft, lange vor Team Sky, heute Ineos. Zuletzt fielen die Männer mit den pinkfarbenen Trikots vor allem durch Abstecher zu Gravelrennen und auf die Ultra-Langstrecke auf. Populär wurde vor allem Lachlan Morton, der im vergangenen Jahr im Rahmen seiner alternativen Tour die Rennstrecke sowie die Transfers dazwischen als Solist abfuhr.

In diesem Jahr war er auch schon wieder ultralang unterwegs. Auf einem mehr als 1063 Kilometer langen Soloritt von München zur ukrainischen Grenze sammelte er nach Kriegsbeginn Spendengelder für die Ukraine. Bei der Tour de France setzt Teamchef Vaughters auf kollektive Attackemomente. “Das Klassement können wir uns bei unserem Budget abschminken. Wir wollen auf Etappenjagd gehen, und da auf allen möglichen Terrains”, sagt er.

Das Tour-de-France-Aufgebot von EF Education EasyPost mit Startnummern

141 Rigoberto Uran
142 Ruben Guerreiro
143 Alberto Bettiol
144 Stefan Bissegger
145 Owain Doull
146 Magnus Cort
147 Neilson Powless
148 Jonas Rutsch

Der Kapitän

35 Jahre alt ist Rigoberto Uran mittlerweile, seine größten Erfolge, Podiumsplätze bei Tour de France und Giro d’Italia, liegen schon länger zurück. Eine neue Generation kolumbianischer Profis hat ihn überholt. Aber er fährt noch und ist an einem guten Tag für ein Top-Ergebnis gut.

Rigoberto Uran ist auch im fortgeschrittenen Radsportalter immer noch eine Bank.Foto: Getty Velo
Rigoberto Uran ist auch im fortgeschrittenen Radsportalter immer noch eine Bank.

“Wir gehen mit Rigo auf Tagessiege bei Bergetappen. Für die mittelschweren Etappen haben wir Magnus Cort und Ruben Guerreiro”, benennt Vaughters weitere Optionen. Wichtig ist Uran auch als stets gelassener Teamplayer, der anderen die Luft zum Atmen lässt.

Typisch für ihn die Szene, als er mit einem Para-Athleten unterwegs war. Der fuhr mit nur einem Bein so schnell, dass Uran 360 Watt auf die Pedale bringen musste, um neben ihm zu bleiben. “Das sind die wahren Helden”, sagte Uran beeindruckt. Der ausgeprägte Sinn für Menschlichkeit ist die wohl größte Stärke dieses Rennstalls und seiner Fahrer.

Die Teams der Tour de France im Portrait

18 World-Tour-Teams bei der Tour de France am Start

18 der 22 Mannschaften, die bei der Tour de France 2022 am Start stehen, besitzen eine World-Tour-Lizenz - damit sind sie zum Start bei der Frankreich-Rundfahrt gleichermaßen berechtigt wie verpflichtet. Vier Mannschaften gehören zu den Professional-Continental-Teams, der zweiten Liga des internationalen Radsports.

Die Teams Alpecin-Deceuninck und Arkea-Samsic sind als die beiden Vorjahresbesten dieser Kategorie qualifiziert; die beiden französischen Mannschaften B&B Hotels-KTM sowie TotalEnergies haben vom Tour-Veranstalter ASO eine Wildcard bekommen. Mit acht Teilnehmern pro Mannschaft umfasst das Peloton der Tour de France 2022 insgesamt 176 Rennfahrer.