Team-Räder der Tour de France: Team Giant ShimanoFoto: Jens Klötzer

Tour de FranceTeam-Räder der Tour de France: Team Giant Shimano

Unbekannt

 7/7/2014, Lesezeit: 2 Minuten

Die TOUR-Reporter stellen zur Frankreich-Rundfahrt jeden Tag ein Original-Teamrad vor, mit dem die Profis die Tour in Angriff nehmen. Heute: das Giant von Marcel Kittel, Team Giant Shimano

Dritte Etappe der Tour de France 2014, zweiter Etappensieg für Marcel Kittel vom Team Giant-Shimano. Und nach gestern, als wir vor dem Etappenstart in York das Rad des späteren Siegers Vicenzo Nibali vor die Linse bekamen, hatten wir heute morgen in Cambridge schon zum zweiten Mal einen guten Riecher. Wobei eine Wette auf Kittels Sieg bei der Flachetappe von Cambridge nach London auch nicht die ganz große Quote gebracht hätte...

Wie fast alle seine Teamkameraden fährt Kittel bei dieser Tour das aerodynamisch optimierte Modell Propel von Giant. Einzige Ausnahme: Der Chinese Ji Cheng, der ein "normales" TCR Advanced in extrem kleiner Rahmengröße fährt. Mit Shimano als zweitem namensgebenden Sponsor des Teams bleibt bei der Ausstattung naturgemäß wenig Spielraum für Überraschungen. Interessant: Alle Propels des Teams bremsen mit speziell für die Profi-Räder gefertigten V-Bremsen aus Alu, die vom französischen Kleinserienhersteller Fouriers stammen. Warum Kittel & Co. nicht die serienmäßigen Carbon-Bremsen von Giant fahren, konnte oder wollte uns der Team-Mechaniker nicht verraten. Allerdings hatten wir den Eindruck, dass der Druckpunkt der Fouriers-Stopper etwas härter ist als bei den Giant-Bremsen.

Die Schaltmöglichkeiten mit der Di2-Schaltung hat Kittel durch optionale Sprinter-Knöpfe in den Lenkerbögen erweitert, die es ihm im Sprint erlauben, ohne umgreifen das Schaltwerk zu bedienen. Alle Anbauteile außer der Aero-Sattelstütze stammen von der Shimano-Zubehörmarke Pro. Wie geschätzt 90 Prozent der Profis bei dieser Tour fährt auch Kittel einen Alu-Lenker, als Vorbau das supersteife Carbonmodell Vibe S von Pro. Die Bildergalerie und die weitere Ausstattungsliste findet Ihr hier:

Saubere Arbeit: Für so einen Lenkerbandabschluss muss man viel üben.Foto: Jens Klötzer
Saubere Arbeit: Für so einen Lenkerbandabschluss muss man viel üben.
Bild 1Foto: Jens Klötzer
Die V-Bremsen entsprechen nicht dem Original, das mit dem Serienrad verkauft wird, sondern sind Kleinserienmodelle aus Alu von Fourniers. Sie bieten einen härteren Druckpunkt als die Carbonbremsen von Giant.Foto: Jens Klötzer
Die V-Bremsen entsprechen nicht dem Original, das mit dem Serienrad verkauft wird, sondern sind Kleinserienmodelle aus Alu von Fourniers. Sie bieten einen härteren Druckpunkt als die Carbonbremsen von Giant.
Kittel fährt mit einem Powermeter von SRM, das wegen Inkompatibilität an eine ältere Shimano-Kurbel montiert ist. Mit neuen Kettenblättern und entsprechender Lackierung wurde die Kurbel dem modernen Design angepasst.Foto: Jens Klötzer
Kittel fährt mit einem Powermeter von SRM, das wegen Inkompatibilität an eine ältere Shimano-Kurbel montiert ist. Mit neuen Kettenblättern und entsprechender Lackierung wurde die Kurbel dem modernen Design angepasst.
Selbstverständlich hat Kittel auch die Di2-Sprintknöpfe am Lenker.Foto: Jens Klötzer
Selbstverständlich hat Kittel auch die Di2-Sprintknöpfe am Lenker.
25-Millimeter-Reifen sind im Peloton inzwischen eher die Regel als die Ausnahme, auch bei Marcel Kittel.Foto: Jens Klötzer
25-Millimeter-Reifen sind im Peloton inzwischen eher die Regel als die Ausnahme, auch bei Marcel Kittel.
Der serienmäßige ANT+-Transmitter wird auch vom Profiteam für die Übertragung der Geschwindigkeit und der Trittfrequenz an den SRM Pwercontrol-Computer genutzt.Foto: Jens Klötzer
Der serienmäßige ANT+-Transmitter wird auch vom Profiteam für die Übertragung der Geschwindigkeit und der Trittfrequenz an den SRM Pwercontrol-Computer genutzt.
Wie fast alle Anbauteile kommt auch der Sattel von der Shimano-Komponentenmarke Pro. Montiert ist er für Kittel extrem weit hinten.Foto: Jens Klötzer
Wie fast alle Anbauteile kommt auch der Sattel von der Shimano-Komponentenmarke Pro. Montiert ist er für Kittel extrem weit hinten.
Tief, tiefer, Kittel; Die selbst gedrehte, ultraflache Steuersatzkappe erlaubt eine möglichst tiefe Positionierung des Lenkers.Foto: Jens Klötzer
Tief, tiefer, Kittel; Die selbst gedrehte, ultraflache Steuersatzkappe erlaubt eine möglichst tiefe Positionierung des Lenkers.
Blindflug: Die Wattanzeige klebt Kittel während der Etappe ab und verlässt sich lieber auf sein Körpergefühl - funktioniert offensichtlich.Foto: Jens Klötzer
Blindflug: Die Wattanzeige klebt Kittel während der Etappe ab und verlässt sich lieber auf sein Körpergefühl - funktioniert offensichtlich.
Saubere Arbeit: Für so einen Lenkerbandabschluss muss man viel üben.Foto: Jens Klötzer
Saubere Arbeit: Für so einen Lenkerbandabschluss muss man viel üben.
Bild 1Foto: Jens Klötzer
Bild 1
Die V-Bremsen entsprechen nicht dem Original, das mit dem Serienrad verkauft wird, sondern sind Kleinserienmodelle aus Alu von Fourniers. Sie bieten einen härteren Druckpunkt als die Carbonbremsen von Giant.
Kittel fährt mit einem Powermeter von SRM, das wegen Inkompatibilität an eine ältere Shimano-Kurbel montiert ist. Mit neuen Kettenblättern und entsprechender Lackierung wurde die Kurbel dem modernen Design angepasst.
Selbstverständlich hat Kittel auch die Di2-Sprintknöpfe am Lenker.
25-Millimeter-Reifen sind im Peloton inzwischen eher die Regel als die Ausnahme, auch bei Marcel Kittel.
Der serienmäßige ANT+-Transmitter wird auch vom Profiteam für die Übertragung der Geschwindigkeit und der Trittfrequenz an den SRM Pwercontrol-Computer genutzt.
Wie fast alle Anbauteile kommt auch der Sattel von der Shimano-Komponentenmarke Pro. Montiert ist er für Kittel extrem weit hinten.
Tief, tiefer, Kittel; Die selbst gedrehte, ultraflache Steuersatzkappe erlaubt eine möglichst tiefe Positionierung des Lenkers.
Blindflug: Die Wattanzeige klebt Kittel während der Etappe ab und verlässt sich lieber auf sein Körpergefühl - funktioniert offensichtlich.
Saubere Arbeit: Für so einen Lenkerbandabschluss muss man viel üben.

Rahmen: Giant Propel Advanced SL

Laufräder: Shimano Dura-Ace C50

Reifen: Vittoria Corsa SC 25 mm (Schlauchreifen)

Bremsen: Fouriers V-Bremsen

Schaltung: Shimano Dura-Ace Di2 9070

Zahnkranz: Shimano Ultegra 11-27 Zähne

Kette: Shimano Dura-Ace

Tretlager: Shimano Dura-Ace 9000 mit SRM-Powermeter

Pedale: Shimano Dura-Ace

Lenker: Pro Vibe S (Alu)

Vorbau: Pro Vibe Sprint (Carbon)

Lenkerband: Pro

Sattel: Pro Turnix

Sattelstütze: Giant Propel

Flaschenhalter: Elite Pase Carbon

Computer: SRM Powercontrol 7