Team-Räder der Tour de France: Omega Pharma - Quick Step Pro Cycling TeamFoto: Jens Klötzer

Tour de FranceTeam-Räder der Tour de France: Omega Pharma - Quick Step Pro Cycling Team

Unbekannt

 7/14/2014, Lesezeit: 2 Minuten

Die TOUR-Reporter stellen zur Frankreich-Rundfahrt jeden Tag ein Original-Teamrad vor, mit dem die Profis die Tour in Angriff nehmen. Heute: das Specialized von Tony Martin, Omega Pharma - Quick Step.

Bei der Tour de France konnten die deutschen Athleten bisher die meisten Akzente setzen, fünf der neun vergebenen Etappensiege gehen auf die Konten der deutschen Fahrer. Nach den Sprintsiegen von Marcel Kittel (Giant-Shimano, 3x) und André Greipel (Lotto-Belisol, 1x) konnte auf der neunten Etappe durch die Vogesen Tony Martin vom Team Omega Pharma - Quick Step einen beeindruckenden Solosieg feiern. Viele deutsche Fans jubelten ihm in dem grenznahen Gebirgszug dabei zu.

Wie alle von Specialized ausgeastatteten Teams haben die Profis von OPQS bei der Tour die Wahl zwischen drei Rahmentypen. Das spezielle Roubaix kam nur auf der Kopfsteinpflaster-Etappe nach Arenberg zum Einsatz. Während auf bergigen Etappen das leichte S-Works Tarmac bevorzugt wird, greifen die meisten Fahrer auf den flacheren Teilstücken zum Aero-Renner Venge. Martins Maschine präsentiert sich dabei mit einer 303/808-Laufrad-Kombi und dem Aero-Lenker von Zipp als aerodynamisch konsequent optimiertes Geschoss. Aber auch in diesem Setup dürfte das Rad kaum schwerer als die vorgeschriebenen 6,8 Kilo sein. Etwas mehr Gewicht als nötig bringen die Look-Pedale mit Stahl- statt Titanachse, die etwas leisere und robustere SRAM-Force-Kassette sowie der Antrieb mit WiFli-Schaltwerk mit langem Schaltkäfig mit sich. Alle Teamräder werden fast ausschließlich mit Komponenten von nur zwei Sponsoren komplettiert: Neben dem Rahmen-Set kommen Kurbel, Reifen, Sattel und je nach Modell auch die Stütze von Specialized. Zipp (Laufräder, Lenker, Vorbau, Sattelstütze) und Quarq (Powermeter, Computer) sind jeweils Untermarken von SRAM, die auch Antriebsgruppe und Bremsen stellen. Eine kleine Ausnahme sind die Bremsbeläge - hier hat das Team mit SwissStop Black Prince bessere Erfahrungen gemacht als mit den Originalen Platinum-Belägen von Zipp. Außerdem sind Kurbel und Laufräder mit Keramik-Lagern vom Spezialisten Ceramic Speed aus Dänemark getunt. Viele weitere Details gibt es in unserer Bildergalerie und der Ausstattungsliste darunter:

Bei den mit SRAM ausgestatteten Teams konnten wir beobachten, dass kurz vor dem Start alle Bremsen noch einmal mit einem Gabelschlüssel zentriert werden. Daher die Spuren an den Schlüsselflächen.Foto: Jens Klötzer
Bei den mit SRAM ausgestatteten Teams konnten wir beobachten, dass kurz vor dem Start alle Bremsen noch einmal mit einem Gabelschlüssel zentriert werden. Daher die Spuren an den Schlüsselflächen.
Bei Flachetappen geht Martin mit der Aero-Maschine Venge an den Start, nicht selten mit Hochprofil-Laufrädern. Für bergige Etappe wie die neunte kommt das Modell Tarmac zum Einsatz.Foto: Jens Klötzer
Bei Flachetappen geht Martin mit der Aero-Maschine Venge an den Start, nicht selten mit Hochprofil-Laufrädern. Für bergige Etappe wie die neunte kommt das Modell Tarmac zum Einsatz.
Der Deutsche stand bis zur neunten Etappe vor allem als Anfahrer für die sprintstarken Fahrer seiner Mannschaft im Fokus. In den Vogesen konnte er einen fulminanten Solosieg feiern.Foto: Jens Klötzer
Der Deutsche stand bis zur neunten Etappe vor allem als Anfahrer für die sprintstarken Fahrer seiner Mannschaft im Fokus. In den Vogesen konnte er einen fulminanten Solosieg feiern.
Aus der 2 neben Martins Startnummer ist gestern eine 3 geworden. Nach zwei Siegen im Zeitfahren konnte er seinen ersten Sieg bei einer Etappe mit Massenstaart einfahren.Foto: Jens Klötzer
Aus der 2 neben Martins Startnummer ist gestern eine 3 geworden. Nach zwei Siegen im Zeitfahren konnte er seinen ersten Sieg bei einer Etappe mit Massenstaart einfahren.
Die Reifen werden ebenfalls vom Ausrüster Specialized gestellt. Die S-Works Turbo-Linie wurde von ehemaligen Continental-Ingenieuren entwickelt und sollen nach eigener Aussage die schnellsten im Peloton sein.Foto: Jens Klötzer
Die Reifen werden ebenfalls vom Ausrüster Specialized gestellt. Die S-Works Turbo-Linie wurde von ehemaligen Continental-Ingenieuren entwickelt und sollen nach eigener Aussage die schnellsten im Peloton sein.
Auch die Kurbel kommt von Specialized, die S-Works FACT wird mit SRAM-Kettenblättern und einem Powermeter von Quarq, einer Untermarke von SRAM kombiniert.Foto: Jens Klötzer
Auch die Kurbel kommt von Specialized, die S-Works FACT wird mit SRAM-Kettenblättern und einem Powermeter von Quarq, einer Untermarke von SRAM kombiniert.
Die Kurbeln drehen sich in Leichtlauf-Keramiklagern von Ceramic Speed.Foto: Jens Klötzer
Die Kurbeln drehen sich in Leichtlauf-Keramiklagern von Ceramic Speed.
Fast alle Fahrer haben die WiFli-Schaltwerke mit langem Schaltkäfig und damit größerer Kapazität verbaut. Damit sparen sich die Mechaniker umständliche Montageschritte, wenn die Übersetzungen an den Etappenverlauf angepasst werden.Foto: Jens Klötzer
Fast alle Fahrer haben die WiFli-Schaltwerke mit langem Schaltkäfig und damit größerer Kapazität verbaut. Damit sparen sich die Mechaniker umständliche Montageschritte, wenn die Übersetzungen an den Etappenverlauf angepasst werden.
Die günstigere SRAM Force-Kassette ist bei den Profi-Fahrern üblich.Foto: Jens Klötzer
Die günstigere SRAM Force-Kassette ist bei den Profi-Fahrern üblich.
Fest im Sattel: Der Specialized-Sattel wurde mit rutschhemmendem Material beschichtet, wie wir es in den vergangenen Jahren an allen Rädern von Tony Martin gesehen haben.Foto: Jens Klötzer
Fest im Sattel: Der Specialized-Sattel wurde mit rutschhemmendem Material beschichtet, wie wir es in den vergangenen Jahren an allen Rädern von Tony Martin gesehen haben.
Gebremst wird nicht mit den originalen Platinum-Belägen von Zipp, sondern mit SwissStop Black Prince.Foto: Jens Klötzer
Gebremst wird nicht mit den originalen Platinum-Belägen von Zipp, sondern mit SwissStop Black Prince.
Bei den mit SRAM ausgestatteten Teams konnten wir beobachten, dass kurz vor dem Start alle Bremsen noch einmal mit einem Gabelschlüssel zentriert werden. Daher die Spuren an den Schlüsselflächen.Foto: Jens Klötzer
Bei den mit SRAM ausgestatteten Teams konnten wir beobachten, dass kurz vor dem Start alle Bremsen noch einmal mit einem Gabelschlüssel zentriert werden. Daher die Spuren an den Schlüsselflächen.
Bei Flachetappen geht Martin mit der Aero-Maschine Venge an den Start, nicht selten mit Hochprofil-Laufrädern. Für bergige Etappe wie die neunte kommt das Modell Tarmac zum Einsatz.Foto: Jens Klötzer
Bei Flachetappen geht Martin mit der Aero-Maschine Venge an den Start, nicht selten mit Hochprofil-Laufrädern. Für bergige Etappe wie die neunte kommt das Modell Tarmac zum Einsatz.
Bei Flachetappen geht Martin mit der Aero-Maschine Venge an den Start, nicht selten mit Hochprofil-Laufrädern. Für bergige Etappe wie die neunte kommt das Modell Tarmac zum Einsatz.
Der Deutsche stand bis zur neunten Etappe vor allem als Anfahrer für die sprintstarken Fahrer seiner Mannschaft im Fokus. In den Vogesen konnte er einen fulminanten Solosieg feiern.
Aus der 2 neben Martins Startnummer ist gestern eine 3 geworden. Nach zwei Siegen im Zeitfahren konnte er seinen ersten Sieg bei einer Etappe mit Massenstaart einfahren.
Die Reifen werden ebenfalls vom Ausrüster Specialized gestellt. Die S-Works Turbo-Linie wurde von ehemaligen Continental-Ingenieuren entwickelt und sollen nach eigener Aussage die schnellsten im Peloton sein.
Auch die Kurbel kommt von Specialized, die S-Works FACT wird mit SRAM-Kettenblättern und einem Powermeter von Quarq, einer Untermarke von SRAM kombiniert.
Die Kurbeln drehen sich in Leichtlauf-Keramiklagern von Ceramic Speed.
Fast alle Fahrer haben die WiFli-Schaltwerke mit langem Schaltkäfig und damit größerer Kapazität verbaut. Damit sparen sich die Mechaniker umständliche Montageschritte, wenn die Übersetzungen an den Etappenverlauf angepasst werden.
Die günstigere SRAM Force-Kassette ist bei den Profi-Fahrern üblich.
Fest im Sattel: Der Specialized-Sattel wurde mit rutschhemmendem Material beschichtet, wie wir es in den vergangenen Jahren an allen Rädern von Tony Martin gesehen haben.
Gebremst wird nicht mit den originalen Platinum-Belägen von Zipp, sondern mit SwissStop Black Prince.
Bei den mit SRAM ausgestatteten Teams konnten wir beobachten, dass kurz vor dem Start alle Bremsen noch einmal mit einem Gabelschlüssel zentriert werden. Daher die Spuren an den Schlüsselflächen.

Rahmen: Specialized S-Works Venge

Laufräder: Zipp 303 vorne Zipp 808 hinten

Reifen: Specialized S-Works Turbo Allround 25 mm (Schlauchreifen)

Bremsen: SRAM Red22 mit Swissstop Black Prince-Belägen

Schaltung: SRAM Red22 mit WiFli-Schaltwerk

Zahnkranz: SRAM Force22

Kette: SRAM PC1022

Tretlager: Specialized S-Works FACT mit SRAM-Red-Kettenblättern und Qarq-Powermeter; Ceramic-Speed-Innenlager

Pedale: Look Kéo Blade 2 CrMo

Lenker: Zipp Vuka Road (Carbon)

Vorbau: Zipp Sprint SL (Carbon)

Sattel: Specialized Romin Custom

Sattelstütze: Specialized Venge

Flaschenhalter: Tacx Tao

Lenkerband: Specialized

Computer: Garmin Edge