TOUR Online
· 23.07.2024
Sportlich hatte das Team Ineos Grenadiers in diesem Jahr keine Glanzlichter bei der Tour de France gesetzt. Die britische Mannschaft, die die Frankreich-Rundfahrt unter dem Namen Sky mit Bradley Wiggins, Chris Froome und Geraint Thomas einst jahrelang dominierte, fährt nur noch hinterher. 2024 gab es keinen Etappensieg und die Briten, die zu den finanzstärksten Radsport-Teams zählen, spielten auch im Kampf ums Podium keine Rolle. Carlos Rodriguez erreichte als bester Ineos-Fahrer Platz sieben mit mehr als 25 Minuten Rückstand auf Gesamtsieger Tadej Pogacar.
Dafür legte die Equipe jeden Tag im Fahrerlager einen imposanten Auftritt ein. Wenn der Konvoi aus Teambus und Begleitfahrzeugen anrollte, war immer auch ein riesiger Geländewagen von Hauptsponsor Ineos dabei.
Die Mechaniker platzieren die Teamräder, die auch im Rennen zum Einsatz kamen, stets auf dem etwas mehr als zwei Meter hohen Fahrzeug. Um die Pinarellos von Carlos Rodriguez & Co. vom Dach zu bekommen, bedarf es entsprechend einer kleinen Leiter. Die Ersatzräder waren übrigens auf den flacheren Begleitfahrzeugen von BMW platziert. Was macht man nicht alles, um seinen Hauptsponsor zufriedenzustellen...
Der Ineos Grenadier dürfte zudem zu den exklusivsten Fahrzeugen im Tross der Tour de France 2024 zählen. Schließlich wird die günstigste Basisversion mit etwas mehr als 70.000 Euro auf der Website des britischen Herstellers gelistet. Der Grenadier ist ein Projekt von Sir Jim Ratcliffe, Gründer und Vorstand des Chemieunternehmens Ineos, das Hauptgeldgeber des gleichnamigen Radsportteams ist. Der 71-jährige Ratcliffe ist mit einem geschätzten Vermögen von 16,5 Milliarden Dollar laut Forbes einer der reichsten Briten.