SaisonrückblickHighlights des Radsportjahres 2024

Andreas Kublik

 · 26.12.2024

Lotte Kopecky auf dem Weg zum Sieg bei Strade Bianche
Foto: dpa/pa; Bert Goyvaerts
Die Straßenradsportsaison 2024 hatte von Januar bis Oktober Highlights en masse zu bieten. TOUR hat einige rausgesucht und blickt nochmal zurück.

Strade Bianche - Lotte Kopecky

Lotte Kopecky auf dem Weg zum Sieg bei Strade BiancheFoto: dpa/pa; Bert GoyvaertsLotte Kopecky auf dem Weg zum Sieg bei Strade Bianche

Die alte und neue Weltmeisterin Lotte Kopecky begann die Saison mit einem Solosieg bei Strade Bianche. In den steilen Gassen von Siena hängte sie die letzte Konkurrentin Elisa Longo Borghini ab. Weil die 28-jährige Belgierin auch bei Paris-Roubaix zum Sieg sprintete, darf sie als beste Eintagesspezialistin des Jahres gelten.

Alleskönner Tom Pidcock

Tom Pidcock wurde in Paris Olympiasieger auf dem MountainbikeFoto: Getty Images; Tim de WaeleTom Pidcock wurde in Paris Olympiasieger auf dem Mountainbike

Tom Pidcock darf sich erfolgreichster Allrounder der Saison nennen. Der 25-jährige Brite ist zum zweiten Mal Olym­pia­sieger auf dem Mountainbike – nach einer ­packenden Aufholjagd durchs Gelände. Mit dem Rennrad gewann der Radprofi vom Team Ineos Grenadiers im April beim Amstel Gold Race und damit seinen ersten Frühjahrsklassiker.

Hoffnungsträger Biniam Girmay

Biniam Girmay gewann bei der Tour de France das Grüne TrikotFoto: dpa/pa; RothBiniam Girmay gewann bei der Tour de France das Grüne Trikot

Biniam Girmay ist der Star in seiner radsportbegeisterten Heimat Eritrea. Als erster dunkelhäutiger Afrikaner gewann er bei der Tour de France das Grüne Trikot des Punktbesten – auch dank dreier Etappensiege im Sprint. Der bisher erfolgreichste Radsportler aus der Mitte Afrikas bekam vom Sponsor ein farblich (einigermaßen) passendes Rad und posierte damit gemeinsam mit Gattin Saliem.

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Steinbeißer Mathieu van der Poel

Überragend bei den Klassikern: Mathieu van der PoelFoto: dpa/pa; Tom GoyvaertsÜberragend bei den Klassikern: Mathieu van der Poel
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Völkerverbindend? Der Niederländer Mathieu van der Poel, der in Belgien wohnt, begeisterte das internationale Publikum bei seinem Sieg bei der Flandern-Rundfahrt in Belgien – darunter offenbar auch Träger der flämischen Flagge, die ihm oft nicht besonders zugetan sind. Eine Woche später triumphierte der Mann im Regenbogentrikot auch bei Paris-Roubaix.

Olympia: Berauschendes Straßenrennen

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Fans wie Radsportler waren begeistert von den Olympischen Spielen 2024: In Paris verspürte man lange vermisstes Flair – Remco Evenepoel ließ sich vom frenetischen Publikum zu zwei Goldmedaillen im Straßenrennen (siehe Bild) und Einzelzeitfahren tragen.

Katarzyna Niewiadoma vs. Demi Vollering - Fernduell 1

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Demi Vollering hatte alles gegeben und bei der Tour de France Femmes die Schlussetappe nach Alpe d’Huez gewonnen. Doch oben in der Skistation angekommen, blieb der Vor­jahressiegerin der Frankreich-Rundfahrt nur Enttäuschung, obwohl sie die Trägerin des Gelben Trikots schon zuvor am ­ Col du Glandon abgehängt hatte.

Katarzyna Niewiadoma vs. Demi Vollering - Fernduell 2

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Katarzyna Niewiadoma am Ziel ihrer Träume: Beinahe wäre der 29-jährigen Polin vom Team Canyon//SRAM Racing der Gesamtsieg bei der Tour de France noch entglitten – doch verbissen kämpfte sie sich in einem Fernduell mit der enteilten Demi Vollering die 21 Kehren nach Alpe d’Huez hinauf – verlor mehr als eine Minute, aber rettete vier Sekunden Vorsprung in der Gesamtwertung. So knapp war der Ausgang der Tour bei den Männern nie.

Rekordfahrt von Mark Cavendish

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Im letzten Rennen seiner Karriere stellte Mark Cavendish einen neuen Rekord für Etappensiege bei der Tour de France auf. Der 38-Jährige von der Isle of Man war auf dem 5. Tagesabschnitt der Schnellste – zum 35. Mal in Frankreich. Zuvor lag er mit Eddy Merckx gleichauf. Ursprünglich wollte er seine Karriere nach der Saison 2023 beenden. Er ließ sich jedoch nach seinem sturzbedingten Ausscheiden bei der Tour von seinem Teamchef Alexandr Vinokourov zu einem weiteren Jahr im Trikot von Astana überreden. Jetzt soll aber wirklich endgültig Schluss sein …

Kraftpaket Grace Brown

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Es war ihr nicht anzumerken, dass sie genug vom Profiradsport und den vielen Reisen fern der Heimat hat: ­Grace Brown verabschiedete sich mit mehreren Paukenschlägen aus dem Peloton. Bevor sich die 32-Jährige in den radsportlichen Ruhestand nach Australien zurückzog, gewann sie die Zeitfahrwettbewerbe bei den Olympischen Spielen in Paris und bei der WM in Zürich. Die beiden Goldmedaillen krönten das mit Abstand beste Jahr ihrer Karriere. Zuvor hatte sie im April im Trikot ihres Teams FDJ-Suez den Frühjahrsklassiker Lüttich­-Bastogne-Lüttich ­gewonnen.

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Primoz Roglic krönte sein Premierenjahr im neuen Rennstall Red Bull-­Bora-­hansgrohe mit dem Sieg bei der Spanien-Rundfahrt. Ganz in Rot feierte er mit Rennfahrerkollegen und Betreuern sowie Teamchef Ralph Denk (mit Rad). Unterwegs entschied er drei Etappen für sich. Zuvor hatte der 34-jährige slowenische Neuzugang die Dauphine-Rundfahrt gewonnen, musste aber bei der folgenden Tour de France aufgeben. Trotz eines schweren Sturzes auf der 4. Etappe der Baskenland-Rundfahrt steuerte er ein Drittel der 24 Saisonsiege des Teams bei.

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