E3 Saxo Classic 2026Van der Poel am Start - Verwirrung um Del Toro

Leon Weidner

 · 25.03.2026

Mathieu van der Poel gilt auch in diesem Jahr wieder als Topfavorit auf den Sieg beim E3 Saxo Classic
Foto: Getty Images/Vincent Kalut
Bei der E3 Saxo Classic 2026 gilt ein Fahrer wieder als der absolute Topfavorit. Mathieu van der Poel gewann bereits die beiden letzten Austragungen des Eintagesrennen in Belgien und kann damit den Hattrick perfekt machen. Verwirrung gab es derweil um Isaac del Toro - der Veranstalter kündigte den Mexikaner bereits im Aufgebot seines Teams an - jetzt scheint er doch nicht zu fahren.

E3 Saxo Classic 2026: das Wichtigste in Kürze

  • Termin: 27. März 2026
  • Distanz: 208,5 Kilometer
  • Start: 12:52 Uhr, Harelbeke
  • Ziel: ~17:12-17:50 Uhr, Harelbeke
  • Profil: hügelig
  • UCI-Kategorie: WorldTour
  • Premiere: 1958, 68. Austragung
  • Vorjahressieger: Mathieu van der Poel

Das nach einer Autobahn benannte Rennen E3 Saxo Classic wird in diesem Jahr bereits zum 68. Mal ausgetragen und dient schon länger der Vorbereitung auf die Flandern-Rundfahrt. So werden auch in diesem Jahr wieder Abschnitte des Radsport-Monuments gefahren, das am 4. April terminiert ist.

Strecke der E3 Saxo Classic 2026

Das Höhenprofil der E3 Saxo Classic 2026Foto: E3 Saxo ClassicDas Höhenprofil der E3 Saxo Classic 2026

Die Strecke hat sich zum Vorjahr an einigen Stellen geändert. Der Oude Kwaremont wird jetzt zweimal und von verschiedenen Seiten befahren. Insgesamt 16 kurze, giftige Steigungen (sogenannte Hellingen) warten auf die Fahrer, eine weniger als im Jahr zuvor. Auf der ersten Hälfte heißt es wie immer: einrollen und die Ausreißer des Tages verabschieden. Ab ungefähr der Hälfte geht es jedoch richtig los. Ein steiler Anstieg folgt auf den nächsten, bis die letzten Kilometer in Harelbeke wieder flach verlaufen

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Das sind die Hellingen des E3 Saxo Classic 2026

  1. KM 31,5 - Katteberg
  2. KM 75,7 - La Houppe
  3. KM 84,9 - Berg Ten Stene
  4. KM 107,4 - Oude Kruisberg
  5. KM 113,4 - E3 Col Karnemelkbeekstraat
  6. KM 121,3 - Keuzelingsstraat - Oude Kwaremont
  7. KM 125,7 - Hotendberg
  8. KM 132,8 - Kortekeer
  9. KM 137,6 - Taaienberg
  10. KM 143,8 - Boigneberg
  11. KM 148,2 - Eikenberg
  12. KM 162,1 - Kapelberg
  13. KM 166,2 - Paterberg
  14. KM 169,0 - Oude Kwaremont
  15. KM 176,8 - E3 Col Karnemelkbeekstraat
  16. KM 188,5 - Tiegemberg

​In Harelbeke fällt der Startschuss um 12:52 Uhr. Zunächst führt die Route in Richtung Oudenaarde – eine Phase, in der meist noch wenig passiert, weil das Feld die Kilometer zum Einrollen nutzt. Dort wartet mit dem Katteberg die erste Helling: ein erster Vorgeschmack, aber noch längst kein echter Härtetest. Bis etwa Kilometer 75 bleibt das Rennen in der Regel vergleichsweise ruhig, denn der Katteberg ist zunächst die einzige nennenswerte Schwierigkeit – auch bei der Passage durch Geraardsbergen, wo die legendäre Muur nicht auf dem Programm steht.

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Erst kurz vor Ronse beginnt es ernst zu werden: Mit La Houppe startet ein nahezu durchgehendes Auf und Ab, das das Rennen bis zur letzten traditionellen Helling, dem Tiegemberg (rund 20 Kilometer vor dem Ziel), prägt. Besonders selektiv sind dabei der Kortekeer (bis 17 Prozent), der Taaienberg (bis 16 Prozent) und der Kapelberg (bis 14 Prozent). Etwa 40 Kilometer vor dem Ziel wartet zudem mit dem Paterberg ein echter Schlüsselanstieg; der Kanarieberg wird in diesem Jahr hingegen nicht befahren.

Die Kombination aus Kopfsteinpflaster und Rampen von bis zu 20,3 Prozent (Paterberg) sorgt beim E3 Saxo Classic häufig schon für eine Vorentscheidung. Direkt im Anschluss folgt der Oude Kwaremont mit bis zu 11,6 Prozent und Pflasterpassagen. Danach stehen noch der E3-Col Karnemelbeekstraat (bis 18 Prozent) und erneut der Tiegemberg (bis 9 Prozent) an. Ab dort sind es nur noch rund 20 Kilometer bis ins Ziel nach Harelbeke – oft eine finale Phase, die ein Solist oder eine kleine Spitzengruppe unter sich ausmacht.

Die E3 Saxo Classic 2026 auf der KarteFoto: E3 Saxo ClassicDie E3 Saxo Classic 2026 auf der Karte

Die Favoriten für die E3 Saxo Classic 2026

Mathieu van der Poel startet als absoluter Topfavorit. Der Niederländer gewann 2024 und 2025, das Terrain um Harelbeke liegt ihm. Trotz einer Fingerverletzung von Mailand-Sanremo sollte der Niederländer mit großem Selbstvertrauen zur E3 Saxo Classic kommen. Während Wout van Aert das Rennen nicht bestreiten wird, sondern Christophe Laporte die Kapitänsrolle übernimmt, steht Mads Pedersen im Aufgebot seines Teams. Pedersen konnte bereits überraschend bei Mailand-Sanremo starten, nachdem er auf der ersten Etappe der Valencia-Rundfahrt Anfang Februar gestürzt war. Das UAE Team Emirates-XRG führt Florian Vermeersch an, nachdem eine Meldung über Isaac Del Toro sich als Kommunikationsfehler herausstellte. Die Nachricht über den Start des Mexikaners machte zunächst zügig die Runde, wurde jedoch genauso schnell wieder dementiert. Der Veranstalter des Rennens hatte Del Toro mit dem Niederländer Tibor del Grosso verwechselt.

Mit Dylan van Baarle und Jasper Stuyven schickt Soudal Quick-Step zwei erfahrene Fahrer ins Rennen. Van Baarle zeigte in Kuurne-Brüssel-Kuurne bereits eine starke Form, Stuyven wurde kürzlich Siebter in Sanremo. Weitere Anwärter sind Romain Grégoire (Groupama-FDJ), der sein erstes Kopfsteinpflaster-Klassiker fährt, sowie Matej Mohoric, Kasper Asgreen, Jenno Berckmoes und die Brüder Mick und Tim van Dijke.

E3 Saxo Classic 2026: TV-Übertragung und Live-Stream

In Deutschland ist E3 Saxo Classic 2026 am Freitag im Fernsehen von 17:00-17:45 Uhr auf Eurosport 1 und von 16:00-17:45 Uhr auf Eurosport 2 zu sehen. Einen Live-Stream gibt es bei Discovery Plus (kostenpflichtig) ab 13:50 Uhr.

Leon Weidner

Werkstudent

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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