Tour de Suisse Women 2025Längste und härteste Tour de Suisse Women

Leon Weidner

 · 21.05.2025

Atemberaubende Aussichten sind bei der Tour de Suisse inklusive
Foto: Getty Images/Tim de Waele
Die Tour de Suisse Women 2025 findet erstmals vor dem Männerrennen statt. Vom 12. bis 15. Juni führt die viertägige Rundfahrt von Gstaad nach Küssnacht. Mit über 500 Kilometern und knapp 7.000 Höhenmetern verspricht die Strecke eine anspruchsvolle Herausforderung für die Fahrerinnen. Der Sportliche Direktor David Loosli betont die Bedeutung guter Kletterqualitäten für den Gesamtsieg.

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Die Tour de Suisse Women 2025 wartet mit einer Premiere auf: Zum ersten Mal in ihrer Geschichte findet die viertägige Frauentour vor dem Männerrennen statt. Vom 12. bis 15. Juni 2025 führt die Strecke von Gstaad nach Küssnacht und verspricht mit über 500 Kilometern und knapp 7000 Höhenmetern eine echte Herausforderung für die Teilnehmerinnen. Der Sportliche Direktor David Loosli betont: "Mit über 500 Kilometern und knapp 7000 Höhenmetern verteilt über vier Etappen, ist die Tour de Suisse Women 2025 die längste und somit wohl härteste Frauen-Tour seit der Lancierung im Jahr 2021."



Anspruchsvoller Auftakt in Gstaad

An Höhenmetern wird es auch bei der Tour de Suisse Women 2025 nicht mangelnFoto: Getty Images/Tim de WaeleAn Höhenmetern wird es auch bei der Tour de Suisse Women 2025 nicht mangeln

Die erste Etappe der Tour de Suisse Women 2025 führt die Fahrerinnen auf einen rund 100 Kilometer langen Rundkurs mit Start und Ziel in Gstaad. Bereits zu Beginn müssen die Athletinnen ihre Kletterqualitäten unter Beweis stellen. "Schlechte Beine sollten die Fahrerinnen am ersten Tag nicht haben. Die Anstiege nach Saanenmöser und zum Jaunpass folgen bereits im ersten Drittel der Etappe", erklärt Loosli. Zudem macht das Peloton einen kurzen Abstecher in die französischsprachige Schweiz.

Herausforderung Etappe zwei: An der Grenze des Reglements

Länger geht nicht - Die Verpflegung wird bei der 2. Etappe eine entscheidende Rolle spielenFoto: Getty Images/Tim de WaeleLänger geht nicht - Die Verpflegung wird bei der 2. Etappe eine entscheidende Rolle spielen
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Die zweite Etappe führt von Gstaad zum Campus Sursee in Oberkirch und stellte die Organisatoren vor besondere Herausforderungen. Mit einer Länge von etwa 165 Kilometern bewegt sich die Strecke an der oberen Grenze des reglementarisch Erlaubten für ein Etappenrennen der Frauen. Die Route verläuft durch das hügelige Emmental und die UNESCO Biosphäre im Entlebuch, was sowohl landschaftlich als auch sportlich einiges zu bieten hat.

Flachetappe und großes Finale am Vierwaldstättersee

Nach den bergigen Herausforderungen der ersten beiden Tage erwartet die Fahrerinnen am dritten Tag eine Flachetappe. Gestartet wird beim Campus Sursee in Oberkirch, von wo aus das Peloton mit Abstechern in die Kantone Zürich und Zug Richtung Küssnacht rollt. Der vierte und letzte Tag verspricht ein spannendes Finale. David Loosli bezeichnet den Sonntag, 15. Juni, als "Super-Sunday". Das große Finale der Frauen findet auf demselben Rundkurs um die Rigi statt wie der Auftakt der Männer. "Der harte Anstieg am Michaelskreuz, der zwei Mal befahren wird, kann das Gesamtklassement der Tour de Suisse Women nochmals auf den Kopf stellen", erklärt Loosli.

Rasante Abfahrten warten auch 2025 wieder auf die FahrerinnenFoto: Getty Images/Tim de WaeleRasante Abfahrten warten auch 2025 wieder auf die Fahrerinnen

Jubiläumsausgabe und besondere Aufmerksamkeit

Die Tour de Suisse Women 2025 markiert nicht nur eine Premiere hinsichtlich des Termins, sondern feiert auch ihr fünfjähriges Jubiläum. Dieses Jubiläum wird mit einer besonders anspruchsvollen Streckenführung gewürdigt. Die Kombination aus langen Etappen und zahlreichen Höhenmetern verspricht spannende Rennen und lässt den Kampf um das Gesamtklassement offen.

Dass die Rundfahrt der Frauen in diesem Jahr erstmals vor dem der Männer stattfindet, dürfte der Aufmerksamkeit des Frauenrennens wohl zugute kommen. Auch die Streckenführung der letzten Etappe der Frauen und der ersten Etappe der Männer sorgt wohl für viele Zuschauer am Streckenrand beider Rennen.

Leon Weidner

Werkstudent

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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