Nachdem auf der 1. Etappe der Tour de Romandie lange Zeit eine sechsköpfige Spitzengruppe vorneweg fuhr, kam es am Ende zu einem Massensprint. Bei diesem holte sich Dorian Godon vor seinem Teamkollegen Andrea Vendrame (beide Decathlon AG2R La Mondiale) den Tagessieg, Rang drei ging an Gianni Vermeersch (Alpecin-Deceuninck). Fünf von sechs Bergwertungen des Tages entschied der Deutsche Juri Hollmann (Alpecin-Deceuninck) für sich, der auf der 2. Etappe das Bergtrikot tragen wird.
Früh auf der Zielgeraden befand sich Xandro Meurisse (Alpecin-Deceuninck) an der ersten Position, der aber den Kontakt zu seinem Sprinter Gianni Vermeersch verlor und deshalb das Tempo herausnahm. Anschließend kam Simone Consonni (Lidl-Trek) nach vorne, der Dorian Godon am Hinterrad hatte. Weil dem Italiener die Kräfte schnell verließen, scherte mit einem kurzen wie heftigen Antritt Godon aus und kam ungefährdet als Erster über die Ziellinie. Hinter ihm unternahm kein Fahrer den ernsthaften Versuch, den Franzosen in Bedrängnis zu bringen, sodass Decathlon AG2R La Mondiale der Doppelsieg gelang. Godon ist damit auch der neue Führende des Gesamtklassements und verdrängt somit Maikel Zijlaard (Tudor Pro Cycling Team) vom Platz an der Sonne, der am Vortag den Prolog für sich entschieden hatte.
Auf der 166 Kilometer langen 1. Etappe von Chateau d’Oex nach Fribourg ging es für die Fahrer mit sechs Bergwertungen sofort zur Sache. Nach wenigen Kilometern löste sich Fausto Masnada (Soudal – Quick Step) vom Peloton ab und riss gleich fünf weitere Fahrer mit: Unter anderem der Deutsche Juri Hollmann (Alpecin-Deceuninck), Rune Herregodts (Intermache-Wanty) und Patrick Gamper (Bora-Hansgrohe) waren in der Spitzengruppe des Tages vertreten.
Schnell stabilisierte sich die Rennsituation, maximal hatten die sechs Ausreißer einen Vorsprung von fast vier Minuten. Im Hauptfeld machten währenddessen die Teams Lidl-Trek und EF Education-EasyPost die Nachführarbeit. Mit Rennverlauf erhöhten die Teams immer mehr das Tempo, um die Lücke zu verkleinern. Nun zeigten sich zudem auch Movistar und Visma | Lease a Bike vorne und machten Druck.
Aufgrund des erhöhten Tempos bekam der Sieger des Prologs vom Vortag, das aus einem 2,3 Kilometer langen Einzelzeitfahren bestand, Maikel Zijlaard (Tudor Pro Cycling Team) 76 Kilometer vor dem Ziel Probleme, sodass er sich aus dem Peloton verabschieden musste. Er begrub seine Hoffnungen auf einen weiteren Tag im Trikot des Gesamtführenden.
An der Spitze des Rennens zeigte sich Juri Hollmann an den Bergwertungen aufmerksam und spritzig. Er holte sich auf dieser 1. Etappe der Tour de Romandie 31 von 35 möglichen Bergpunkten und darf damit auf die 2. Etappe mit Bergtrikot ins Rennen gehen.
9 Kilometer vor dem Ziel holte das Peloton dann die Ausreißer ein, sodass die Zeichen nun auf Massensprint standen. Zwar forcierten in Folge Julian Alaphilippe (Soudal - Quick Step), Andreas Kron (Loto Dstny) oder Patrick Gamper immer wieder das Tempo und versuchten, dem Peloton zu entwischen, dieses parierte aber alle Attacken.
Am Ende kam es also zu einem Massensprint, den Dorian Godon für sich entschied und gemeinsam mit Teamkollege Andrea Vendrame einen Doppelsieg feiern darf.