Tirreno-Adriatico 2026Strecke und Etappen im Detail

Leon Weidner

 · 05.03.2026

Tirreno-Adriatico 2026: Strecke und Etappen im DetailFoto: Getty Images / Tim de Waele
Mit Trophäe: Juan Ayuso gewann im Vorjahr die Gesamtwertung von Tirreno-Adriatico und erhielt einen Dreizack als Preis
Am 9. März 2026 startet mit Tirreno–Adriatico das zweite große europäische Etappenrennen der Saison. Paris–Nizza beginnt einen Tag zuvor. Die Route der 61. Austragung steht schon fest und gilt erneut als wichtiger Formtest für Klassikerspezialisten wie für besten Rundfahrtspezialisten mit Blick auf die dreiwöchigen Grand Tours. Eine klassische Bergankunft fehlt diesmal zwar, dafür wartet das Rennen insgesamt mit mehr Höhenmetern und einem anspruchsvolleren Profil auf.

Tirreno-Adriatico 2026: Das Wichtigste in Kürze

  • Termin: 9.-15. März, 7 Etappen
  • Distanz: ~ 1.165 Kilometer
  • Etappen: 1 Einzelzeitfahren, 2 flache Etappen, 4 hügelige Etappen
  • Start: Lido di Camaiore, Ziel: San Benedetto del Tronto
  • UCI-Kategorie: WorldTour
  • Premiere: 1966, 61. Austragung

Auch 2026 gehen bei Tirreno-Adriatico einige große Stars des Radsports an den Start: Unter anderem stehen Isaac del Toro (UAE Team Emirates - XRG), Primož Roglič (Red Bull - Bora - hansgrohe), Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike), Felix Gall (Decathlon CMA CGM Team), Matteo Jorgenson (Team Visma | Lease a Bike), Jai Hindley (Red Bull - Bora - hansgrohe), Jonathan Milan (Lidl - Trek), Tobias Lund Andresen (Decathlon CMA CGM Team), Richard Carapaz (EF Education - EasyPost), Filippo Ganna (INEOS Grenadiers) und Arnaud de Lie (Lotto - Intermarché) in den Aufgeboten ihrer Teams. Da die Startliste aber noch nicht feststeht, können weitere große Namen dazu kommen. Während Fahrer wie van Aert, Milan, Lund Andresen, Ganna und de Lie auf Etappenjagd gehen werden, steht für die anderen genannten Athleten ein erstes Kräftemessen im Gesamtklassement an.

Tirreno-Adriatico 2026 - die Strecke: Alle Etappen im Überblick

Die Übersichtskarte von Tirreno-Adriatico 2026Foto: RCSDie Übersichtskarte von Tirreno-Adriatico 2026

Seit 2015 sind Start und Ziel des Rennens unverändert: Los geht es in Lido di Camaiore am Tyrrhenischen Meer, bevor die Rundfahrt mit der finalen Zieldurchfahrt in San Benedetto del Tronto an der Adria endet.

Auf sieben Etappen stehen insgesamt rund 1.165 Kilometer und 15.550 Höhenmeter auf dem Programm. Nach dem Auftaktzeitfahren gibt es eine Abwechslung aus Etappen, die die Chancen auf einen Massensprint bieten, und hügeligen und bergigen Abschnitten, auf denen sich voraussichtlich das Gesamtklassement entscheidet. Ein langer Anstieg im Finale fehlt diesmal in den Etappenprofilen.

Meistgelesene Artikel

1

2

3

1. Etappe | Montag, 9. März | Lido di Camaiore - Lido di Camaiore | 11,5 Kilometer (Einzelzeitfahren)

Das Höhenprofil der 1. EtappeFoto: RCS SportDas Höhenprofil der 1. Etappe
Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

Schon seit 2022 beginnt Tirreno-Adriatico mit einem Einzelzeitfahren am Strand von Camaiore. Wie schon 2025 sind die 11,5 Kilometer absolut flach. Im Vorjahr gewann Filippo Ganna (INEOS Grenadiers) mit einer Machtdemonstration vor Juan Ayuso (Lidl - Trek) und nahm Revanche für das Zeitfahren 2024, bei dem er sich mit einer Sekunde Rückstand auf den Spanier geschlagen geben musste. Mit über 22 Sekunden Vorsprung und einer Geschwindigkeit von 56 km/h schoss Ganna zum Etappensieg. Kann der Italiener diese Leistung wiederholen?

Die 1. Etappe auf der KarteFoto: RCS SportDie 1. Etappe auf der Karte

2. Etappe | Dienstag, 10. März | Camaiore - San Gimignano | 206 Kilometer

Das Höhenprofil der 2. EtappeFoto: RCS SportDas Höhenprofil der 2. Etappe

Der 2. Abschnitt führt die Fahrer lange über flache Straßen, bis das Feld im Inland auf anspruchsvolleres Terrain trifft. Zwischendurch wartet ein Anstieg mit zwischenzeitlich zweistelligen Prozentwerten, bis es knapp sieben Kilometer vor dem Ziel ein besonderes Highlight gibt. Der Gravelsektor führt mit 5,3 Kilometern fast bis zur Ziellinie, umfasst dabei viele steile Passagen. Die finale Rampe hat es noch einmal richtig in sich: bis zu 15 % Prozent steil geht es hinauf ins Ziel.

Die 2. Etappe auf der KarteFoto: RCS SportDie 2. Etappe auf der Karte

3. Etappe | Mittwoch, 11. März | Cortona - Magliano de’ Marsi | 225 Kilometer

Das Höhenprofil der 3. EtappeFoto: RCS SportDas Höhenprofil der 3. Etappe

Die 3. Etappe von Cortona nach Magliano de' Marsi erstreckt sich über 225 Kilometer und ist damit die längste des Rennens. Sie ist geprägt von sanften Anstiegen und Abfahrten, darunter Gebiete wie Todi und die Marmore-Wasserfälle. Das Finale steigt über die letzten 15 Kilometer leicht an, mit einer durchschnittlichen Steigung von etwa drei Prozent. Ohne große Herausforderungen sollten die Sprinter sich den Tag über ausruhen können und trotz der leichten Steigung zum Schluss den Etappensieg unter sich ausmachen können.

Die 3. Etappe auf der KarteFoto: RCS SportDie 3. Etappe auf der Karte

4. Etappe | Donnerstag, 12. März | Tagliacozzo - Martinsicuro | 210 Kilometer

Das Höhenprofil der 4. EtappeFoto: RCS SportDas Höhenprofil der 4. Etappe

Die vierte Etappe von Tagliacozzo nach Martinsicuro beginnt mit zwei klassischen Apennin-Anstiegen, Ovindoli und dem Valico delle Capannelle, gefolgt von einer langen Abfahrt in Richtung Teramo. Der Schlussabschnitt weist eine Reihe steiler Anstiege und kurzer Rampen auf, darunter der Tortoreto-Anstieg, der in seinem letzten Abschnitt 20 Prozent erreicht. Hier könnten sich eine elitäre Gruppe bilden, deren Mitglieder den Tagessieg unter sich ausmachen.

Die 4. Etappe auf der KarteFoto: RCS SportDie 4. Etappe auf der Karte

5. Etappe | Freitag, 13. März | Marotta-Mondolfo - Mombaroccio | 186 Kilometer

Das Höhenprofil der 5. EtappeFoto: RCS SportDas Höhenprofil der 5. Etappe

Die 5. Etappe von Marotta-Mondolfo nach Mombaroccio ist mit zahlreichen Anstiegen unterschiedlicher Schwierigkeit gespickt. Besonders herausfordernd ist der Monte delle Cesane, dessen erste Kilometer Steigungen von etwa 15 Prozent aufweisen. Das Finale besteht aus einem 21,6 Kilometer langen Rundkurs, der zweimal zu absolvieren ist und den anspruchsvollen Anstieg zum Santuario del Beato Sante beinhaltet. Wie auch schon am vierten Tag sind hier Klassikerqualitäten gefragt.

Die 5. Etappe auf der KarteFoto: RCS SportDie 5. Etappe auf der Karte

6. Etappe | Samstag, 14. März | San Severino Marche - Camerino | 189 Kilometer

Das Höhenprofil der 6. EtappeFoto: RCS SportDas Höhenprofil der 6. Etappe

Von San Severino Marche nach Camerino geht es auf dem 6. Abschnitt, der ebenfalls sehr anspruchsvoll und bergig ist, Mit zahlreichen Anstiegen, darunter der Sassotetto (Valico di Santa Maria Maddalena), der vor der Halbzeit der Strecke bewältigt werden muss. Der 29,1 Kilometer lange Rundkurs am Schluss wird zweimal absolviert und endet mit dem Muro della Madonna delle Carceri, der Steigungen von bis zu 18 Prozent aufweist. Hier können die Fahrer des Gesamtklassements zeigen, was sie in die Saison 2026 mitbringen. Voraussichtlich der Tag, an dem sich die Gesamtwertung entscheidet.

Die 6. Etappe auf der KarteFoto: RCS SportDie 6. Etappe auf der Karte

7. Etappe | Sonntag, 15. März | Civitanova Marche - San Benedetto del Tronto | 143 Kilometer

Das Höhenprofil der 7. EtappeFoto: RCS SportDas Höhenprofil der 7. Etappe

Die traditionelle Schlussetappe führt von Civitanova Marche nach San Benedetto del Tronto und ist mit 143 Kilometern die kürzeste des Rennens. Nach einem leicht welligen Anfangsteil verläuft sie über die letzten 80 Kilometer völlig flach. In San Benedetto del Tronto, das zum 60. Mal in 61 Ausgaben als Zielort dient, wird ein knapp 15 Kilometer langer Schlussrundkurs fünfmal absolviert. Ganz klar - ein Tag für die Sprinter.

Die 7. Etappe auf der KarteFoto: RCS SportDie 7. Etappe auf der Karte

Leon Weidner

Werkstudent

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

Meistgelesen in der Rubrik Profi - Radsport