Leon Weidner
· 08.07.2025
Nach zwei Etappen die für die Sprinterinnen des Feldes eher uninteressant waren, steht am dritten Tag eine Überführungsetappe von Vezza d'Oglio nach Trento auf dem Programm. Die 122 Kilometer lange Strecke beginnt zwar mit einem Anstieg der es in sich hat, bietet aber im Finale gute Chancen für die Sprinterinnen im Feld. Der Start erfolgt in Vezza d'Oglio, einem malerischen Ort im Adamello-Gebirge. Von dort geht es direkt bergauf zum Passo del Tonale, der als Cima Alfonsina Strada klassifiziert ist und den höchsten Punkt des diesjährigen Giro bildet.
Nach der Überquerung des Passo del Tonale wartet eine sehr lange Abfahrt durch das Val di Sole und das Val di Non auf die Fahrerinnen. Dieser Streckenabschnitt dürfte den Sprinterinnen und ihren Teams die Möglichkeit geben, sich nach dem anspruchsvollen Start zu sammeln und für das Finale zu positionieren. Nach Mezzolombardo wird das Terrain leicht wellig, wenn das Peloton durch die Weinberge der Region fährt. Dieser Abschnitt könnte für einige Unruhe im Feld sorgen, da Ausreißversuche zu erwarten sind. Die Teams der Sprinterinnen werden jedoch alles daran setzen, das Rennen zusammenzuhalten. Das Finale führt über breite Straßen in die Stadt Trento. Die letzten Kilometer sind flach und urban geprägt, mit einigen Kreisverkehren und wenigen Kurven. Die Zielgerade ist 350 Meter lang.
Der anspruchsvolle Beginn der Etappe dürfte die Sprinterinnen der Teams an ihre Grenzen bringen. Jedoch lockt ein Sprintfinale am Ende der Etappe, weshalb die endschnellsten Frauen es über den Passo del Tonale schaffen sollten. Ab da an können sich die Sprinterinnen auf den verbleibenden 105 Kilometern sammeln, da es nur noch bergab geht, oder leicht wellig ist. Sollte die Europameisterin Lorena Wiebes noch dabei sein, läuft der Etappensieg vermutlich nur über sie. Mit Lotte Kopecky hat sie eine der weltbesten Anfahrerinnen, die beinahe selbst um den Tagessieg mitsprinten könnte. Aber auch die Sprinterinnen der anderen Teams werden sich diese dritte Etappe fett im Kalender markiert haben.
Werkstudent