Giro d'Italia 2025Vorschau 21. Etappe: Finale in der ewigen Stadt

Leon Weidner

 · 16.05.2025

Höhenprofil der 21. Etappe
Foto: RCS Sport
Vom 9. Mai bis zum 1. Juni steht der Giro d'Italia 2025 im Rennkalender der Profis. Die 21 Etappen der 108. Auflage führen die Fahrer von Durrës in Albanien nach Rom. Das ist die 21. Etappe.

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Die wichtigsten Infos zur 21. Etappe des Giro d’Italia 2025

Strecke der 21. Etappe der Italien-Rundfahrt 2025

Höhenprofil der 21. EtappeFoto: RCS SportHöhenprofil der 21. Etappe

Die Schlussetappe des Giro d'Italia 2025 ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Abschnitt führt die Fahrer vom Start in Rom zunächst an die Küste nach Ostia und anschließend zurück in die Innenstadt. Dort beginnt der zweite Teil der Etappe mit dem Beginn des finalen Rundkurses. Dieser misst 9,5 Kilometer und wird insgesamt achtmal befahren. Der Kurs verläuft vollständig innerhalb des Stadtzentrums von Rom und nutzt dabei breite Straßen, die teilweise durch Mittelstreifen getrennt sind. Das Profil des Rundkurses wechselt zwischen kurzen Anstiegen und langen Geraden. Einige technisch anspruchsvolle Kurven sorgen für zusätzliche Herausforderungen. Der Straßenbelag besteht größtenteils aus Asphalt, wird jedoch von kurzen Kopfsteinpflaster-Passagen unterbrochen. Diese sogenannten Sanpietrini sind charakteristisch für das historische Zentrum Roms und verleihen dem Finale seine ganz besondere Note. Die letzten Kilometer weisen nur leichte Richtungswechsel auf. Die Zielgerade erstreckt sich über 350 Meter auf einer acht Meter breiten Asphaltstraße. Eine letzte Herausforderung wartet auf die Fahrer in der Mitte des letzten Kilometers, wo die Straße für einen kurzen Abschnitt mit einer Steigung von fünf Prozent ansteigt. Dieser Anstieg könnte für eine finale Selektion sorgen und den Ausgang des Etappensiegs entscheidend beeinflussen.

Die 21. Etappe auf der KarteFoto: RCS SportDie 21. Etappe auf der Karte

Sportliche Einschätzung zur 21. Etappe

Das Finale in Rom endet vermutlich in einem MassensprintFoto: Getty Images/Massimo ValicchiaDas Finale in Rom endet vermutlich in einem Massensprint

Das flache Profil der Schlussetappe lässt einen Massensprint als wahrscheinlichstes Szenario erscheinen. Die schnellen Männer im Peloton, die es bis nach Rom geschafft haben, werden alles daran setzen, sich auf der prestigeträchtigen Zielgeraden durchzusetzen. Allerdings birgt der technisch anspruchsvolle Rundkurs im Herzen Roms einige Tücken, die das Rennen unberechenbar machen könnten. Die engen Kurven und kurzen Kopfsteinpflaster-Passagen erfordern höchste Konzentration und fahrerisches Können. Hier könnte es zu Positionskämpfen und möglicherweise auch zu Stürzen kommen. Die Teams der Sprinter werden versuchen, ihre Kapitäne sicher durch diese kritischen Stellen zu bringen und sie für den Schlusssprint in eine gute Ausgangsposition zu manövrieren. Der kurze Anstieg kurz vor dem Ziel könnte zudem für eine letzte Selektion sorgen. Hier könnten sich Fahrer mit Punch in den Beinen noch einmal von ihren Konkurrenten absetzen. Auch ein später Ausreißversuch auf den letzten Kilometern ist nicht auszuschließen, da die Sprinterteams auf dem technischen Kurs Schwierigkeiten haben könnten, das Rennen zu kontrollieren. Für die Favoriten in der Gesamtwertung geht es auf dieser Etappe in erster Linie darum, sicher ins Ziel zu kommen und den Gesamtsieg zu feiern. Sie werden versuchen, sich aus allen Gefahrensituationen herauszuhalten und das Risiko zu minimieren. Dennoch müssen auch sie auf dem anspruchsvollen Rundkurs stets aufmerksam bleiben, um nicht durch einen unglücklichen Zwischenfall noch wertvolle Sekunden oder gar Platzierungen zu verlieren. Der spektakuläre Rundkurs durch die Ewige Stadt bietet eine einzigartige Kulisse für den Showdown der dreiwöchigen Rundfahrt. Die Kombination aus technisch anspruchsvollem Parcours und der Möglichkeit eines Massenssprints sorgt für Spannung bis zur letzten Sekunde.

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Leon Weidner

Werkstudent

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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