Giro d’Italia 2025Vorschau 18. Etappe: Von Morbegno nach Cesano Maderno

Leon Weidner

 · 28.05.2025

Höhenprofil der 18. Etappe
Foto: RCS Sport
Vom 9. Mai bis zum 1. Juni steht der Giro d'Italia 2025 im Rennkalender der Profis. Die 21 Etappen der 108. Auflage führen die Fahrer von Durrës in Albanien nach Rom. Das ist die 18. Etappe.

Themen in diesem Artikel

Die wichtigsten Infos zur 18. Etappe des Giro d’Italia 2025

Strecke der 18. Etappe der Italien-Rundfahrt 2025

Höhenprofil der 18. EtappeFoto: RCS SportHöhenprofil der 18. Etappe

Die 18. Etappe des Giro d'Italia 2025 führt die Fahrerinnen und Fahrer über 144 Kilometer von Morbegno nach Cesano Maderno. Nach den anstrengenden Bergetappen der vergangenen Tage erwartet das Peloton eine überwiegend flache Strecke, die prädestiniert für einen Massensprint ist. Der Start erfolgt in Morbegno, einer charmanten Stadt im Bitto-Tal, die für ihre gastronomischen Traditionen und insbesondere den berühmten Bitto-Käse bekannt ist. Von dort aus geht es zunächst leicht bergab in Richtung Süden, bevor die Strecke in die Ebene übergeht. Das Ziel liegt in Cesano Maderno, einer Stadt in der Brianza-Region, die sich durch eine harmonische Verbindung von Geschichte und Natur auszeichnet. Die Straßen sind größtenteils gerade, variieren jedoch in ihrer Breite und führen durch zahlreiche Ortschaften, was die üblichen Herausforderungen mit sich bringt. Diese Charakteristik der Strecke könnte für einige Nervosität im Peloton sorgen, insbesondere wenn es in den Ortsdurchfahrten eng wird. Die Teams der Sprinter werden darauf bedacht sein, ihre Kapitäne sicher durch diese Passagen zu bringen, um sie in eine gute Position für das Finale zu bringen. In den letzten Kilometern erwartet die Fahrer ein flacher Rundkurs von etwa 13 Kilometern Länge. Dieser Kurs weist mehrere scharfe Kurven auf, die die langen Geraden unterbrechen. Diese technisch anspruchsvolle Schlussrunde könnte für zusätzliche Spannung sorgen, da die Positionskämpfe hier besonders intensiv sein dürften. In den letzten drei Kilometern gibt es nur noch zwei Kurven, wobei die letzte in eine 750 Meter lange Zielgerade auf acht Meter breitem Asphalt mündet. Diese lange Zielgerade bietet den Sprintern die Möglichkeit, sich optimal zu formieren und ihre Kapitäne in Position zu bringen.

Die 18. Etappe auf der KarteFoto: RCS SportDie 18. Etappe auf der Karte

Sportliche Einschätzung zur 18. Etappe

Das Finale könnte wieder etwas für Olav Kooij seinFoto: Getty Images/Tim de WaeleDas Finale könnte wieder etwas für Olav Kooij sein

Angesichts des flachen Profils und der langen Zielgeraden ist diese Etappe wie gemacht für die Sprinter im Feld. Nach den kräftezehrenden Bergetappen der vergangenen Tage bietet sich hier eine der wenigen Chancen für die schnellen Männer, um einen Etappensieg zu kämpfen. Es ist zu erwarten, dass die Sprintteams alles daran setzen werden, das Rennen zu kontrollieren und mögliche Ausreißversuche frühzeitig zu neutralisieren. Die technisch anspruchsvolle Schlussrunde könnte jedoch für Überraschungen sorgen. Die zahlreichen Kurven erfordern von den Fahrern höchste Konzentration und fahrerisches Können. Ein gut positioniertes Team könnte hier versuchen, das Rennen zu zerreißen und so den reinen Sprintern das Leben schwer zu machen. Auch für Ausreißer, die sich möglicherweise in der Schlussphase vom Feld lösen können, bietet diese Runde Chancen. Entscheidend für den Ausgang der Etappe wird sein, wie die Teams die letzten Kilometer angehen. Die Zielgerade der Etappe begünstigt einen klassischen Massensprint, bei dem die Sprintzüge ihre Kapitäne perfekt in Position bringen müssen. Die nervöse Schlussphase mit den vielen Kurven birgt immer die Gefahr von Stürzen, sodass die Teams der Favoriten darauf bedacht sein werden, ihre Kapitäne gut zu positionieren, um Risiken zu minimieren.

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Leon Weidner

Werkstudent

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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