Giro d’Italia 2026Vorschau 8. Etappe: Klassiker-Finale an den Mauern von Fermo

Sebastian Lindner

 · 15.05.2026

Giro d’Italia 2026: Vorschau 8. Etappe: Klassiker-Finale an den Mauern von FermoFoto: Getty Images
Als 1972 zum bisher einzigen Mal eine Giro-Etappe in Fermo endete, hieß der Sieger Gianni Motta.
​Vom 8. bis 31. Mai bestimmt der Giro d’Italia 2026 das Geschehen im Radsport. Von Bulgarien führt die Strecke der 109. Auflage über 21 Teilstücke und knapp 3500 Kilometer nach Rom. Das ist die 8. Etappe.

Themen in diesem Artikel

​Die wichtigsten Infos zur 8. Etappe des Giro d’Italia 2026

  • Samstag, 16. Mai: Chieti - Fermo
  • 157 Kilometer, 1900 Höhenmeter (Mini-Bergankunft)
  • 4 Bergwertungen: KM 107,0 (3. Kat), KM 118,8 (4. Kat), KM 150,1 (4. Kat), 157,0 (4. Kat)
  • Zwischensprint KM 96,0
  • Red Bull Kilometer: KM 131,7
  • Start: 13:15 Uhr, Zielankunft: ca. 17:13 Uhr
  • Liveticker und Ergebnisse

Die Strecke der 8. Etappe der Italien-Rundfahrt

Das Profil der 8. Etappe des Giro d’Italia 2026Foto: RCSDas Profil der 8. Etappe des Giro d’Italia 2026

Nach der Blockhaus-Etappe wechselt der Giro vom Tyrrhenischen Meer an die Adria. In Chieti, der Abruzzen-Hauptstadt und Heimat des kurzzeitigen Rosa-Trägers Giulio Ciccone (Lidl - Trek), beginnt die 8. Etappe zunächst ruhig. Nach einer leichten Welle runter ans Wasser führt der Kurs dann komplett eben Richtung Norden, bevor nach knapp 100 Kilometern Cupra Marittima erreicht ist. Dort verabschiedet sich die Strecke vom Meer und wechselt ins bergige Hinterland.

Eine Bergwertungs-Kombination aus einem Dreier und einem Vierer bringt das Feld dann erstmals nach Fermo. Das dicke Ende wartet dort aber noch. Beziehungsweise das steile. Es sind zwar nur noch zwei Bergwertungen der 4. Kategorie, doch die haben es in sich. Beide schaffen es in der Spitze auf über 20 Prozent Steigung. Die Muro di Capodarco macht sieben Kilometer vor dem Ziel den Anfang. An der Drei-Kilometer-Marke geht es weiter mit der Muro di Via Reputolo - 800 Meter mit 14 Prozent im Schnitt.

Doch danach ist längst nicht Schluss. Auch auf dem letzten Kilometer wird es nochmal zweistellig in den Steigungsprozenten. Dazu kommt abschnittsweise Kopfsteinpflaster.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
Die Strecke der 8. Etappe des Giro d’Italia 2026Foto: RCSDie Strecke der 8. Etappe des Giro d’Italia 2026

Sportliche Einschätzung zur 8. Etappe des Giro d’Italia 2026

Erst ein einziges Mal endete eine Etappe des Giro in Fermo. Damals, 1972, gewann hier Gianni Motta. Sechs Jahre zuvor hatte er die Italienrundfahrt für sich entschieden. Er weiß also, wie man klettert. So fordernd wie in diesem Jahr war es damals allerdings nicht. Ein geschlossenes Feld wird keinesfalls in um den Sieg fahren. Alles andere als eine kleine Gruppe wäre eine große Überraschung.

Wie schon so oft bei diesem Giro spielt die Spritzigkeit auch an diesem Tag eine herausragende Rolle. Das Finale hat astreinen Klassikercharakter, erinnert ein wenig an das von Strade Bianche oder auch den Flèche Wallonne. Eigentlich wäre das auch was für Ciccone, der seinem wahrgewordenen Rosa-Traum mit einem Quasi-Heimsieg noch ein weiteres Kapitel hinzufügen könnte. Doch der Giro hat bisher auch einen aggressiven Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike) gesehen, der jeder Chance zur Attacke oder auf einen Tagessieg nutzt. Und in der Form, in der sich der Däne aktuell präsentiert, ist er immer Favorit, sobald es bergauf geht. Auch dann, wenn die ganz kurzen Extrembelastungen eigentlich nicht sein Steckenpferd sind.

Meistgelesen in der Rubrik Profi - Radsport