Giro d’Italia 2026Vorschau 13. Etappe: Fiese Welle ärgert die Sprinter

Sebastian Lindner

 · 21.05.2026

Giro d’Italia 2026: Vorschau 13. Etappe: Fiese Welle ärgert die SprinterFoto: Getty Images / Tim de Waele
Die letzte Etappenankunft des Giro d’Italia in Verbania entschied Philippe Giöbert 2015 als Solist für sich.
​Vom 8. bis 31. Mai bestimmt der Giro d’Italia 2026 das Geschehen im Radsport. Von Bulgarien führt die Strecke der 109. Auflage über 21 Teilstücke und knapp 3500 Kilometer nach Rom. Das ist die 13. Etappe.

Themen in diesem Artikel

​Die wichtigsten Infos zur 13. Etappe des Giro d’Italia 2026

  • Freitag, 22. Mai: Alessandria - Verbania
  • 189 Kilometer, 1400 Höhenmeter (flach)
  • 2 Bergwertungen: KM 167,7 (4. Kat), KM 175,7 (3. Kat)
  • Zwischensprint KM 155,7
  • Red Bull Kilometer: KM 172,3
  • Start: 12:40 Uhr, Zielankunft: ca. 17:13 Uhr
  • Liveticker und Ergebnisse

Die Strecke der 13. Etappe der Italien-Rundfahrt

Das Profil der 13. Etappe des Giro d’Italia 2026Foto: RCSDas Profil der 13. Etappe des Giro d’Italia 2026

Ein Tag zwischen Turin und Mailand, zwischen Piemont und Lombardei. Die 189 Kilometer des Tages beginnen in Alessandria. Es geht schnurstracks Richtung Norden, durch die Po-Ebene an den Alpenrand zum Lago Maggiore. Die ersten 160 Kilometer sind dabei fast komplett flach. Doch entlang der Westküste des Sees wird bereits deutlich, dass es nicht so bleiben kann.

Einige Höhen türmen sich auf. Innerhalb von acht Kilometern warten zwei Bergwertungen. Die erste in Bieno (4. Kategorie) ist noch harmlos, doch kurz darauf in Ungiasca (3. Kategorie) müssen auf knapp fünf Kilometern sieben Prozent im Schnitt bewältigt werden.

​Von dort ist es bis ins Tagesziel in Verbania nicht mehr weit. Nach einer Abfahrt sind die letzten drei Kilometer relativ eben, aber mit einigen Kurven gespickt. Die Zielgerade selbst ist dann leicht abschüssig und nur 300 Meter, vorher macht die Strecke einen Linksknick.

Die Strecke der 13. Etappe des Giro d’Italia 2026Foto: RCSDie Strecke der 13. Etappe des Giro d’Italia 2026

Sportliche Einschätzung zur 13. Etappe des Giro d’Italia 2026

Drei Etappen des Giro d’Italia endeten in der Vergangenheit in Verbania, zuletzt siegte 2015 Philippe Gilbert als Solist. Nur 1400 Höhenmeter warten dieses Mal auf die Fahrer, weniger sind es selten bei dieser Italienrundfahrt. Und doch spricht viel dafür, dass es keinen klassischen Massensprint geben wird.

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Denn die Höhenmeter sind für die schnellen Männer äußerst ungünstig verteilt. Nach dem zweiten Anstieg, der das Feld bei mutmaßlich sehr zügigem Tempo mit seinen Steigungsprozenten zerreißen wird, folgen bloß noch 14 Kilometer bis ins Ziel. Etwa die Hälfte davon ist Abfahrt, im Finale wird es kurvig: Allesamt keine Voraussetzungen, um verlorene Zeit schnell wieder gutzumachen.

Die klassischen Sprinter wie Dylan Groenewegen (Unibet Rose Rockets) werden kaum eine Chance haben, um Finale eine Rolle zu spielen, auch Jonathan Milan (Lidl - Trek) und Paul Magnoier (Soudal Quick-Step) werden sich arg strecken müssen, um vielleicht ein Wörtchen mitreden zu können. Der Tag ist wie gemacht für Orluis Aular (Movistar Team) oder Ben Turner (Netcompany INEOS), um aus einer größeren Gruppe heraus um den Sieg zu kämpfen. Wird so scharf gefahren, dass selbst diese Profis nicht mehr rechtzeitig zurückkommen und nur eine kleine Gruppe ankommt, könnte die Stunde von Florian Stork (Tudor Pro Cycling Team) schlagen.

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