Die 12. Etappe bleibt zunächst in Ligurien und beginnt in Imperia. Zunächst macht die Etappe einen Abstecher ins Hinterland des Küstenstreifens, kommt bei Albenga aber wieder ans Ligurische Meer zurück und folgt dann für einige Kilometer der Strecke von Mailand-Sanremo - allerdings in entgegengesetzter Richtung.
Bei Savona dreht der Kurs von Ost auf Nord, es geht wieder ins Landesinnere in die Region Piemont. Dabei sind zum Ende des zweiten Drittels der 175 Kilometer langen Strecke, die überwiegend flach ist, zwei Bergwertungen der 3. Kategorie zu überqueren.
Danach ist das Terrain zunächst abschüssig, bevor auf etwas kleineren Wegen einige leichte Wellen passiert werden müssen. In Novi Ligure kommt das Feld aber zurück auf gut ausgebaute Straßen. In der Nähe des Museums der Champions, das neben den Karrieren von Fausto Coppi und Costante Girardengo auch Giro-Geschichte und allgemeine Fahrradhistorie bewahrt und als größtes Radsportmuseum Europas gilt, geht die Etappe zu Ende.
Genau eine Woche lang mussten sich die Sprinter über mittelschwere Etappen, Bergankünfte und durch Zeitfahren quälen, ohne sich in ihrem Spezialgebiet auszeichnen zu dürfen. Nun aber sind sie wieder dran. In Novi Ligure, wo zum fünften Mal eine Giro-Etappe endet, siegte beim letzten Auftritt 2019 Caleb Ewan.
Auch die beiden Bergwertungen der 3. Kategorie werden die schnellen Männer nicht davon abhalten, sich auf der Zielgeraden auszutoben. Die kommt auch - endlich, werden manche sagen - ohne Schikanen, Kopfsteinpflaster oder andere Hindernisse daher. Die Zielgerade ist 2800 Meter lang. Leicht ansteigend zwar, aber das verhindert keinen Sprint Royale.